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Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

PM Bundesstiftung Aufarbeitung: Vor 50 Jahren: Bundesstiftung Aufarbeitung erinnert an Michael Gartenschläger

Vor 50 Jahren: Bundesstiftung Aufarbeitung erinnert an Michael Gartenschläger

Am 30. April 1976 endet das Leben von Michael Gartenschläger im Kugelhagel eines Stasi-Kommandos an der innerdeutschen Grenze. Fünfzig Jahre später erinnert die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur an einen Mann, der die tödliche Realität dieser Grenze sichtbar machen wollte.

Gartenschläger hatte Selbstschussanlagen vom Grenzzaun abgebaut, deren Existenz das SED-Regime leugnete – Waffen, die darauf ausgelegt waren, Menschen auf der Flucht zu töten oder schwer zu verletzen. Mit seinen Aktionen wollte Gartenschläger die DDR-Propaganda entlarven und den Blick der westdeutschen Öffentlichkeit auf eine Gewalt lenken, die im Zeitalter der Entspannungspolitik zunehmend verdrängt wurde.

Bei seinem dritten Versuch geriet er in einen vorbereiteten Hinterhalt der Staatssicherheit und wurde erschossen. Sein Tod steht für die Brutalität eines Regimes, das die eigene Bevölkerung einsperrte und jegliche Fluchtversuche mit immer ausgefeilteren Methoden zu einem lebensgefährlichen Unterfangen machte.

„Michael Gartenschläger wollte sichtbar machen, was verborgen bleiben sollte: die Gewalt eines Systems, das seine eigene Bevölkerung einsperrte. Seine Geschichte erinnert uns daran, dass diese Realität nicht beschönigt werden darf“, sagt Dr. Anna Kaminsky, Direktorin der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Die Bundesstiftung Aufarbeitung nimmt den Jahrestag zum Anlass, an die Opfer der SED-Diktatur zu erinnern und die Mechanismen staatlicher Gewalt in der DDR zu benennen. Die innerdeutsche Grenze war nicht nur eine politische Linie, sondern Teil eines Systems, das den Tod von Menschen in Kauf nahm, um sich selbst zu erhalten.

Jonathan Harnisch

Pressereferent

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Kronenstraße 5 | 10117 Berlin | Tel. 030 / 31 98 95 225

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