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Demenz mitten im Leben: Hilfe für junge Demenerkrankte in Hamburg geht weiter

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Demenz mitten im Leben: „Ankerpunkt Junge Demenz“ wird bis 2029 in Hamburg fortgeführ t

AOK Rheinland/Hamburg sichert weitere drei Jahre Unterstützung für an Demenz erkrankte Menschen unter 65 Jahren und deren Familien

Hamburg, 26. August 2026

Demenz gilt noch immer als Erkrankung des hohen Alters. Doch allein in Hamburg leben rund 1.475 Menschen im Alter zwischen 20 und 64 Jahren mit einer Demenzerkrankung. Die Diagnose trifft sie mitten im Leben – während der Berufstätigkeit, der Kindererziehung oder in einer Lebensphase, in der sie Verantwortung für andere tragen und Zukunftspläne haben. Passgenaue Unterstützungsangebote gibt es für diese Menschen und ihre Angehörigen bislang nur wenige.

In Hamburg leben derzeit rund 27.200 Menschen mit Demenz. Nach aktuellen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) könnte ihre Zahl bis 2060 auf rund 43.000 steigen – ein Anstieg um fast 60 Prozent gegenüber 2020. Doch Demenz betrifft nicht nur Menschen im hohen Alter: rund 1.475 Menschen in Hamburg sind bereits im Alter von 20 bis 64 Jahren betroffen. Für sie kommt die Diagnose häufig mitten im Berufs- und Familienleben. Umso wichtiger sind Angebote, die auch diejenigen in den Blick nehmen, die deutlich vor dem 65. Lebensjahr erkranken.

Hier setzt der „Ankerpunkt Junge Demenz“ der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V. an. Das seit 2021 bestehende Leuchtturmprojekt, das als zweiten Schwerpunkt auch Menschen mit der Diagnose Frontotemporale Demenz und deren Angehörige in den Fokus rückt, wird nun für weitere drei Jahre gesichert: Die AOK Rheinland/Hamburg fördert das Angebot bis April 2029. „Eine Demenzerkrankung in jungen Jahren verändert das Leben einer ganzen Familie. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene und ihre Angehörigen in dieser schwierigen Situation nicht allein bleiben. Mit unserer Förderung möchten wir dazu beitragen, dass sie verlässliche Unterstützung, Orientierung und Zuversicht finden,“ erklärt Thomas Bott, Regionaldirektor der AOK in Hamburg.

Unterstützung, die zum Leben junger Menschen passt

Eine Demenzerkrankung vor dem 65. Lebensjahr stellt Familien vor besondere Herausforderungen: Wie geht es im Beruf weiter? Was bedeutet die Diagnose für die Partnerschaft? Wie erkläre ich die Erkrankung meinen Kindern? Und wo finden wir Menschen, die eine ähnliche Situation erleben? Der „Ankerpunkt Junge Demenz“ bietet Orientierung und Begleitung. „Das Angebot umfasst psychosoziale Beratung und eine Lotsenfunktion, Selbsthilfegruppen, Schulungen und Informationsangebote sowie die Vernetzung mit weiteren Unterstützungsangeboten. Ziel ist es, Selbsthilfe und Selbstwirksamkeit zu stärken, soziale Teilhabe zu ermöglichen und Familien langfristig zu entlasten“, erklärt Stefanie Klinowski, Projektleiterin des „Ankerpunkt Junge Demenz“.

Der Bedarf ist groß: Mehr als 1.000 Betroffene und Angehörige wurden laut Alzheimer Gesellschaft in Hamburg bereits begleitet. Sie berichtet darüber hinaus von inzwischen mehr als 1.400 Beratungsgesprächen mit über 450 betroffenen Familien. „Diese Menschen sind nicht einfach jüngere Versionen älterer Demenzerkrankter. Sie stehen mitten im Leben – und brauchen deshalb auch andere Antworten“, so die Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V.

Die ursprünglich bis Ende April 2026 befristete Finanzierung konnte nun durch die Förderung der Gesundheitskasse gesichert werden. Damit kann die Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V. bestehende Angebote fortführen und weiterentwickeln. „Für die Unterstützung durch die AOK Rheinland/Hamburg sind wir sehr dankbar – auch im Namen aller Menschen mit Demenz in jüngeren Jahren und ihrer Familien, die von unseren Angeboten profitieren“, erklären Stefanie Klinowski und Christine Berg, Projektleiterinnen des „Ankerpunkt Junge Demenz“.

„Die Förderung ermöglicht es uns, Betroffene und Angehörige weiterhin verlässlich zu begleiten, neue Angebote zu entwickeln und bestehende Unterstützungsstrukturen auszubauen. Das in uns gesetzte Vertrauen ist für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich“ ergänzt Jörn Wieking, Geschäftsführer der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V.

Angebote für Demenzerkrankte und ihre Familien

Weiterführende Informationen der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. V.:

https://www.alzheimer-hamburg.de/angebote/ankerpunkt-junge-demenz

Auch die AOK Rheinland/Hamburg bietet umfangreiche Beratungs- und Schulungsangebote rund um Demenz: Dazu gehören die seit 2008 bestehende Servicestelle Demenz, kostenfreie Pflegekurse für Angehörige sowie weitere Schulungs- und Unterstützungsangebote. Mit der Förderung des „Ankerpunkts Junge Demenz“ unterstützt die sie darüber hinaus ein spezialisiertes Angebot für eine Zielgruppe, deren Lebenssituation besondere Anforderungen an Beratung, Begleitung und Selbsthilfe stellt.

Antje Kusalik
Pressesprecherin
AOK Rheinland/Hamburg - Die Gesundheitskasse
Stabsbereich Presse
Pappelallee 22-26
22089 Hamburg 
Telefon: 040 2023 20024
 antje.kusalik@rh.aok.de
 www.aok.de/pp/rh
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