DFB-Stiftung Deutsches Fußballmuseum
Wie war das damals, Hermann Gerland?
Hermann Gerland im Legenden-Podcast „Wie war das damals?“: „Mit meinem komischen Humor habe ich mindestens 20 junge Männer zu Millionären und Multimillionären gemacht“ +++ „Als junger Spieler hätte ich mich als Trainer gebraucht, um richtig gut zu werden“ +++ „Hannes Wolf wird dafür sorgen, dass wir bald auch wieder als Favorit zu einer WM fahren“
Neue Podcast-Episode mit dem Talent-Entdecker online
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
bitte beachten Sie nachstehende Pressemitteilung:
Hermann Gerland im Legenden-Podcast „Wie war das damals?“: „Mit meinem komischen Humor habe ich mindestens 20 junge Männer zu Millionären und Multimillionären gemacht“ +++ „Als junger Spieler hätte ich mich als Trainer gebraucht, um richtig gut zu werden“ +++ „Hannes Wolf wird dafür sorgen, dass wir bald auch wieder als Favorit zu einer WM fahren“
Wie und warum DFB-Nachwuchsdirektor Hannes Wolf dafür sorgen wird, dass die deutsche Fußball-Nationalmannschaft demnächst auch wieder als Favorit zu einer Weltmeisterschaft fahren wird, erklärt Trainerinstanz Hermann Gerland im Legenden-Podcast des Deutschen Fußballmuseums. Darüber hinaus gewährt der „Tiger“, der viel lieber „Eiche“ genannt wird, im Gespräch mit Pit Gottschalk und Christian Pfennig tiefe Einblicke in die Talentförderung des deutschen Fußballs – und zieht scherzhaft Bilanz: „Mit meinem komischen Humor habe ich mindestens 20 junge Männer zu Millionären und Multimillionären gemacht.“
Der langjährige Talent-Entdecker und -Entwickler des FC Bayern München verrät unter anderem, wie er den jungen Thomas Müller im letzten Moment vor einem Wechsel nach Hoffenheim bewahrte, wie er Philipp Lahm nach vielen vergeblichen Versuchen doch noch bei einem Bundesligisten unterbringen konnte und wann er Bastian Schweinsteiger zuletzt zusammengefaltet hat. Überraschungsgast Hannes Wolf, Direktor für Nachwuchs, Training und Entwicklung beim DFB, sagt über Gerland: „Hermann hat die ultimative Fähigkeit, die Dinge auf den Punkt zu bringen und zu priorisieren.“ Die neue Episode Wie war das damals? ist ab sofort auf allen gängigen Podcast-Plattformen abrufbar.
Hermann Gerland enthüllt darüber hinaus, was er Jupp Heynckes zu verdanken hat – und womit er den damaligen Bayern-Präsidenten Prof. Fritz Scherer gleich bei der ersten Begegnung schockte. Wie er später Louis van Gaal von seiner Arbeit überzeugte, wie Pep Guardiolas Erfolgsformel lautet – und welchen heißen Draht nur Carlo Ancelotti hat. Was Aleksandar Pavlović anfangs fehlte – und welche Umwege durch die Allianz Arena er für Bastian Schweinsteiger in Kauf genommen hat, um nach einem schlechten Spiel auf neuer Position nicht Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge begegnen zu müssen. Warum er für eine Eigentumswohnung in Berlin zwischenzeitlich als Trainer von München nach Nürnberg gewechselt ist – und wie er Heribert Bruchhagen nennt. Warum er wirklich nach insgesamt 25 Jahren beim FC Bayern aufgehört hat – und warum er nicht neidisch auf die heutige Spielergeneration ist.
Aber auch: Wie hoch sein höchstes Gehalt als Spieler beim VfL Bochum war – und warum er trotzdem nie gewechselt ist. Warum Borussia Dortmund für ihn in den Siebzigerjahren keine Option war – und wann genau er vom Stürmer zum Verteidiger wurde. Was es für einen Bochumer bedeutet, mit dem VfL nicht abzusteigen. Warum ausgerechnet Klaus Thies vom MSV Duisburg sein unangenehmster Gegenspieler war – und wer der beste Spieler von allen, mit denen er später als Trainer gearbeitet hat. Und nicht zuletzt: Was ihm seine Frau Gudrun heute zum Frühstück kredenzt – und was er nach dem Aufstehen als erstes macht.
Der Podcast „Wie war das damals?“ aus dem Deutschen Fußballmuseum erscheint monatlich; u.a. auf Spotify, Apple Podcasts und YouTube:
https://open.spotify.com/show/7wzDMrwOwhxUnXfK5VoHed
Der nächste Termin bei „Wie war das damals?“:
27. August
Aufgezeichnet werden die Episoden im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Karten für das Live-Publikum gibt es rechtzeitig auf www.fussballmuseum.de/kulturprogramm
Hier einige Aussagen von Hermann Gerland im Wortlaut:
„Als junger Spieler hätte ich mich als Trainer gebraucht, um richtig gut zu werden.“
„Ab und zu bin ich in die Schule gegangen – aber im Wesentlichen habe ich Fußball gespielt.“
„Ich habe nichts von einem Tiger. Ich war nicht geschmeidig, ich war hölzern. Eiche passt besser.“
„Andererseits: Was sollte eine Ente schon gegen einen Tiger machen?“ (zu seinen Duellen mit Willi „Ente“ Lippens)
„Uli [Hoeneß] hat gesagt: Hermann, Du hast eine Carte Blanche. Wenn Du sagst, der Spieler kriegt einen Vertrag, dann geben wir ihm einen.“
„Louis [van Gaal] hat gesagt: Wenn Hermann in der Kabine ist, wird nur Deutsch gesprochen. (….) Und mit Pep habe ich auch nur Deutsch gesprochen. Allerdings spreche ich ja sehr schnell, sodass Pep offenbar nicht alles verstanden hat.“
„Carlo Ancelotti hat den direkten Draht zum lieben Gott; der gewinnt Spiele, die kannst du nicht gewinnen.“
„Meine Frau hat gefragt: Hör mal, Hermann, kann es sein, dass Du Dich bei dem Philipp Lahm vertust. Da hab ich gesagt: Gudrun, wenn das kein super Fußballer wird, dann gebe ich meine Fußballlehrerlizenz zurück und werde Volleyball-Trainer.“
„Für Streicheleinheiten sind die Freundinnen zuständig. Da waren die bei mir an der falschen Adresse.“
„Was ich den Jungs gesagt habe, wenn sie gejammert haben, das Training sei zu hart? Bei uns gibt’s Euro, bei euch Pesos – wenn du Pesos willst, dann hau doch ab.“
„Den Sebastian Hoeneß habe ich zu Bayern geholt, obwohl der Uli das nicht wollte.“
„Heute ist Fußball ein Event. Heute steigen die ab und kriegen Applaus dafür.“
„Ich habe nie einen Berater gehabt – außer meine Frau. Die sagt immer nur: Du musst diplomatischer werden.“
„Jeder ist ein Unikum.“
„Im Nachwuchsbereich ist es wichtiger, dass sich der einzelne Spieler weiterentwickelt, als dass die Mannschaft Erfolg hat.“
„Ich kann keinen Laptop bedienen. An/Aus geht – aber wenn dann noch etwas ankommt, müssen meine Enkel ran.“
„Thomas Müller ist ein ganz schlauer Spieler.“
„Ich kann nicht verhandeln, will ich auch nicht.“
„Früher hatte ich nichts, heute kann ich mir alles leisten, aber jeder will mich einladen…“
„Mit meinem komischen Humor habe ich mindestens 20 junge Männer zu Millionären und Multimillionären gemacht; unter anderen Deinen Sohn.“ (zu einer Spielermutter, die fragte, was es mit seinem „komischen Humor“ auf sich habe)
„Hannes Wolf wird dafür sorgen, dass wir bald auch wieder als Favorit zu einer Weltmeisterschaft fahren“
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Weiteres Material zum Download Dokument: 260602-DFM-Podcast-H~ann-Gerland-PM.docx

