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Weltmeister in Ju-Jutsu lehrt Sicherheit an nordhessischer Hochschule

Dr. Dr. Mario Staller bei einer Fortbildung für Sicherheitskräfte
Dr. Dr. Mario Staller bei einer Fortbildung für Sicherheitskräfte
Studiengang Sicherheitsmanagement

Weltmeister in Ju-Jutsu lehrt Sicherheit an nordhessischer Hochschule 100 Tage Studiendekan für Sicherheitsmanagement an der DIPLOMA Hochschule. Dr. Dr. Staller im Interview zur Professionalisierung der Sicherheitsbranche, zu Gefährdungen in der Zukunft und zu seiner persönlichen Geschichte.

Herr Dr. Dr. Staller, hat man als Weltmeister in Ju-Jutsu besonders viel Ahnung von Sicherheit?

Einen grundsätzlichen Zusammenhang würde ich verneinen. Kampfsportarten thematisieren zwar über Selbstverteidigung und Gewaltprävention das Feld Sicherheit, doch liegt der Schwerpunkt einer leistungssportliche Karriere auf dem Gewinnen einer fairen, sportlichen Auseinandersetzung. Dennoch bleibt die sportliche, kämpferische Auseinandersetzung ein schöner Ausgleich zu meiner aktuellen Tätigkeit.

Die Bereiche Selbstverteidigung, Gewaltprävention und Konfliktmanagement sind allerdings Forschungsschwerpunkte meinerseits. Insofern besteht vielleicht doch ein kleiner Zusammenhang.

Heute bekleiden Sie die wichtige Position des Studiendekans für Sicherheitsmanagement an der DIPLOMA Hochschule. Was waren wichtige Etappen in ihrem Leben dorthin?

Ich war mehr als 15 Jahre als Polizeivollzugsbeamter des Bundeskriminalamtes tätig. Hier erhielt ich einen umfassen Einblick in die unterschiedlichsten Themen rund um das Thema Sicherheit. Schwerpunkte meiner Tätigkeit waren das professionelle Konfliktmanagement sowie die Tätigkeit in der Verhandlungsgruppe.

Auf wissenschaftlicher Ebene ermöglichte mir meine Tätigkeit in der Tactical Decision Making Research Group der University of Liverpool sowie als Leiter des Instituts für Professionelles Konfliktmanagement Zugang zum Forschungsfeld im Kontext der angewandten Sicherheit. Die praktische und wissenschaftliche Perspektive kann ich nun in meiner Tätigkeit als Studiendekan für Sicherheitsmanagement wunderbar zusammenführen.

Sie sind jetzt 100 Tage im Amt. Der neue Studiengang startete im Herbst 2018. Wie fällt ihre bisherige Bilanz aus?

Meine Bilanz ist durch und durch positiv. Der Grund für diese Bewertung des Studiengangs ist insbesondere das Zusammenspiel zwischen Inhalten, Dozent/innen und Student/innen, welches im Format der virtuellen Lehre die volle Kraft entfaltet.

Wir haben auf Inhaltlicher Ebene ein rundes Paket geschnürt, das auf Bachelorniveau alle relevanten Themenfelder im Bereich der Sicherheit in der erforderlichen Tiefe und Breite abbildet. Gleichzeitig ist es uns gelungen ein Lehrteam zusammenzustellen, welches sowohl wissenschaftlich als auch praktisch in den unterschiedlichsten Bereichen des Sicherheitsmanagements ausgewiesen ist. Dies hilft - zusammen mit der Möglichkeit das Studium nebenberuflich in der virtuellen Lehre zu absolvieren - die Motivation der Studierenden aufrecht zu erhalten. Meine positive Bilanz des Studiengangs spiegelt sich auch in den Einschreibungszahlen für das Sommersemester wider. Das Thema "Sicherheit" fesselt und begeistert unsere Studierenden. Es ermöglicht ihnen beste Zugangsvoraussetzungen zu den unterschiedlichsten Tätigkeiten in der Sicherheitsbranche.

Welche Herausforderungen sehen Sie im Bereich "Sicherheit" die nächsten Jahre?

Bedrohungs- und Gefährdungsphänomene sind komplexer geworden. Beispiele sind hier Terrorismus oder Cyberkriminalität. Darüber hinaus löst sich die lokale Begrenztheit einzelner Phänomen aufgrund der Globalisierung mehr und mehr auf. Dieser Trend wird weiter anhalten. Entsprechend steigt der Bedarf an Sicherheitsmanager/innen, die einen umfassenden, interdisziplinären Blick auf das Feld haben, um evidenzbasiert und reflektiert sich den aktuellen und künftigen Anforderungen im Sicherheitsbereich zu stellen.

Hier wird deutlich, dass mit den gestiegenen Anforderungen auch eine Professionalisierung des Berufsstandes einhergeht, welches ebenfalls eine Herausforderung der kommenden Jahre ist. Dies betrifft zum einen die Wahrnehmung von außen, zum anderen die Professionalisierung der Ausbildung im Inneren. Mit unseren Studiengang Sicherheitsmanagement setzen wir genau an dieser Stelle an: der Professionalisierung.

Was kann der Studiengang Sicherheitsmanagement dazu beitragen? (dass die Sicherheit verbessert wird)

Um den genannten Anforderungen gerecht zu werden, sind fachliche, methodische und soziale Kompetenzen notwendig. Der Studiengang ist darauf zugeschnitten genau diese Kompetenzen auszubilden und weiterzuentwickeln. Mit unserem Studiengang Sicherheitsmanagement tragen wir zu der eben erwähnten Professionalisierung des Berufsstandes bei. Unsere Absolvent/innen werden in der Lage sein, in einem dynamischen und immer komplexer werdenden Umfeld, sowohl zu beraten als auch fundierte Entscheidungen zu treffen.

Welche Tipps haben Sie für Interessierte (virtuelles Studium)?

Ein virtuelles Studium ermöglicht das Studieren neben den beruflichen und privaten Verpflichtungen. Dies ist einer enormer Vorteil. Gleichzeit bedarf es hier natürlich einer gewissen Disziplin sich regelmäßig mit den Studieninhalten auseinanderzusetzen. Ich empfehle den Studenten sich hierfür in der Woche feste Zeiten zu reservieren: Struktur und Regelmäßigkeit machen das Studium einfacher.

Und zum Abschluss habe ich noch einen Motivationstipp: Freuen Sie sich darauf, wenn es mal nicht so läuft; wenn Sie beispielsweise bei einer Hausarbeit nicht weiterkommen - oder sich Ihnen Inhalte nicht sofort erschließen. Dieses Gefühl hatten alle Studierende schon einmal... aber genau an dieser Stelle findet Lernen statt. Und wenn Sie diese Hürde dann genommen haben, werden Sie mit Stolz zurückblicken - und wieder ein wenig kompetenter sein.

Bei inhaltlichen Fragen: Dr. Dr. Mario Staller, Studiendekan Sicherheitsmanagement. E-Mail: mario.staller@diploma.de

Ansprechpartner Medien:
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