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Raisin Geldbeutel-Index 2026: Deutschland auf Platz 2 bei finanzieller Zuversicht

Berlin (ots)

  • Nur Niederlande vor Deutschland: Starkes Ergebnis im globalen Vergleich.
  • Lebenshaltungskosten im Fokus: Die Deckung der täglichen Ausgaben hat für 74 Prozent der Befragten Priorität.
  • Dauerstress: 40 Prozent können maximal einen Monat im Voraus planen, die Hälfte sorgt sich häufig um Geld.

Wie zuversichtlich blicken Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa und den USA auf ihre eigenen Finanzen? Um diese Frage zu beantworten, hat Raisin, Deutschlands größte Zinsplattform, den „Raisin Geldbeutel-Index“ erhoben. Die Studie vergleicht die finanzielle Zuversicht in elf Ländern: Viele Haushalte stehen finanziell unter Druck; Deutschland steht insgesamt auf Platz 2.

Ergebnis: Deutschland hinter den Niederlanden auf dem Siegertreppchen

Der „Raisin Geldbeutel-Index” zur finanziellen Zuversicht setzt sich aus fünf Faktoren zusammen: Stresslevel, Kontrolle über die eigenen Finanzen, Zukunftserwartungen, finanzielle Widerstandskraft und Planungsfähigkeit. Er bietet ein umfassendes Bild der finanziellen Resilienz der Verbraucherinnen und Verbraucher. Im Ranking führen die Niederlande mit 55,3 von 100 Punkten. Es folgen Deutschland (49,7) und Spanien (48,2) auf den weiteren Podestplätzen. Im Vergleich wenig zuversichtlich sind die Menschen in Irland (41,1) oder dem Vereinigten Königreich (43,3).

Dauerstress statt finanzieller Gelassenheit

Die Detailauswertung zeigt, wie stark Geldsorgen den Alltag prägen: Über alle untersuchten Länder hinweg gibt die Hälfte der Befragten an, sich ständig oder oft Sorgen um das eigene Geld zu machen. Lediglich etwa 18 Prozent sorgen sich selten oder nie. Auch in Deutschland ist die Anspannung hoch. Fast die Hälfte (49 Prozent) der Deutschen ist häufig besorgt und nur 22 Prozent erleben den Alltag fast ohne finanzielle Ängste. Von der Gelassenheit der erstplatzierten Niederlande ist Deutschland damit weit entfernt, dort haben 35 Prozent selten Finanzsorgen.

Die wachsende Planungslücke – 40 Prozent planen maximal einen Monat im Voraus

Ein Auslöser für diese Sorgen ist der schwindende finanzielle Spielraum. Nur eine Minderheit von 23 Prozent der Befragten hat einen Planungshorizont von mindestens einem Jahr für ihre Finanzen, 40 Prozent aller Befragten sogar nur maximal einen Monat. So fehlt die Grundlage, ein stabiles finanzielles Fundament aufzubauen und für die Zukunft vorzusorgen. Hierzulande ist die Lage immerhin etwas besser: 31 Prozent planen langfristig, 36 Prozent lediglich einen Monat im Voraus.

Wenig finanzieller Fortschritt und kaum Hoffnung auf Besserung

Wer finanziell nur auf Sicht fährt, kann Ziele schwer erreichen. Insgesamt hat lediglich ein Viertel der Befragten (25 Prozent) über die letzten 12 Monate gute finanzielle Fortschritte gemacht oder alle finanziellen Ziele erreicht. In Deutschland liegt dieser Wert mit rund einem Drittel (33 Prozent) zwar über dem Schnitt, bleibt jedoch deutlich hinter dem Spitzenreiter Niederlande (42 Prozent) zurück. Die Zukunft verspricht wenig Grund zur Freude. Nur 30 Prozent der Deutschen rechnen mit einer spürbaren finanziellen Verbesserung im kommenden Jahr, fast die Hälfte (48 Prozent) mit Stagnation.

Der Grund: Alltagsausgaben Priorität Nummer 1

Verantwortlich für diese trüben Aussichten ist vor allem ein Faktor: Viele Menschen sind damit beschäftigt, ihre täglichen Ausgaben zu decken – für 38 Prozent hat dies die höchste Priorität. Der Aufbau von Vermögen rückt damit in den Hintergrund und wird nur von 15 Prozent als erste Priorität genannt. Angesichts der Energiekrise und steigender Inflation ist vorerst nicht mit einer Besserung zu rechnen. Dennoch gibt es Anlass zur Hoffnung: Immerhin 51 Prozent sehen den Vermögensaufbau als eine der Top 3-Prioritäten. Die Bestreitung der Lebenshaltungskosten bleibt mit 74 Prozent das zentrale Thema.

Katharina Lüth, Finanzexpertin und Vorständin bei Raisin, ordnet die Ergebnisse ein: „Deutschlands zweiter Platz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die hohen Lebenshaltungskosten den Alltag dominieren. Wenn der finanzielle Spielraum schrumpft, zählt jeder Euro. Auch deshalb brauchen Verbraucherinnen und Verbraucher einen einfachen Zugang zu rentablen Anlageprodukten – vom Tagesgeld-Notgroschen bis hin zu günstigen ETFs.“

Mehr Informationen unter: https://www.raisin.com/de-de/raisin-geldbeutel-index-2026/

Methodologie:

Der „Raisin Geldbeutel-Index“ (Money Confidence Index) ist ein Kennwert für die finanzielle Zuversicht. Er wird auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten berechnet, wobei höhere Werte eine größere Zuversicht signalisieren. Die Berechnung basiert auf den Antworten zu fünf Fragen in der Umfrage: Stresslevel, Kontrolle über die eigenen Finanzen, Zukunftserwartungen, finanzielle Widerstandskraft und Planungsfähigkeit.

Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut INNOFACT AG im Auftrag von Raisin im Januar 2026 insgesamt 11.403 Personen in elf Ländern (Deutschland, Vereinigtes Königreich, Italien, Spanien, Niederlande, Frankreich, Polen, Österreich, Irland, Finnland und USA). In Deutschland wurden 1.047 Verbraucherinnen und Verbraucher befragt. Die Stichproben sind bevölkerungsrepräsentativ nach Alter und Geschlecht für die jeweiligen Märkte.

Über Raisin:

Raisin ist die weltweit führende Plattform für Spar- und Anlageprodukte. Das 2012 gegründete Fintech verbindet Verbraucherinnen und Verbraucher mit Banken in der EU, dem Vereinigten Königreich und den USA. Dadurch erhalten sie bessere Zinsen und Banken eine diversifizierte und günstige Refinanzierung. Unsere Vision ist es, einfaches Sparen und Investieren ohne Hürden anzubieten und so den globalen 160-Billionen-Euro-Markt zu erschließen. Raisin beschäftigt derzeit weltweit mehr als 800 Mitarbeitende aus über 75 Ländern. Heute verwaltet die Plattform über 80 Milliarden Euro von einer Million Anlegerinnen und Anlegern. Mit ihrer Geldanlage haben diese bereits über sieben Milliarden Euro an Erträgen generiert.


Pressekontakt:

Anja Rechtsteiner
VP Communications
Raisin SE
+491715567425
presse@raisin.com

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