Alle Meldungen
Folgen
Keine Meldung von Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V. mehr verpassen.

Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V.

BdSt NRW fordert: Bürokratieabbau muss auch Steuergeld sparen

BdSt NRW fordert: Bürokratieabbau muss auch Steuergeld sparen
  • Bild-Infos
  • Download

Der Bund der Steuerzahler NRW (BdSt NRW) unterstützt die Stoßrichtung der drei geplanten Bürokratieabbaugesetze der Landesregierung, fordert aber Nachbesserungen. In der Anhörung im Landtag hat er zwei zentrale Punkte benannt:

Der BdSt NRW fordert wirksamen Bürokratieabbau

In der Anhörung im Landtag Nordrhein-Westfalen zu den drei geplanten Bürokratieabbaugesetzen (Drucksachen 18/20444, 18/20445 und 18/20446) hat der BdSt NRW als Sachverständiger umfassend Stellung bezogen und die Fragen der Abgeordneten aller Fraktionen beantwortet. Das Fazit des Verbands: "Die Richtung stimmt. Damit der Bürokratieabbau kein Lippenbekenntnis bleibt, muss der Landtag die Entwürfe nachschärfen", so Rik Steinheuer, BdSt NRW-Vorsitzender.

Zwei zentrale Punkte dabei sind:

  • Ausnahmen von der Abschaffung bürokratischer Pflichten müssen der Zustimmung des Parlaments unterliegen.
  • Weniger Aufgaben und digitale Abläufe müssen verbindlich zum Stellenabbau führen. Der anstehende Pensionierungsschub bietet die Chance, die Haushalte von Land und Kommunen zu entlasten.

Keine Schlupflöcher für Ministerien

Beim zweiten Entlastungsgesetz zur Aussetzung von Dokumentationspflichten und beim dritten zur Aufhebung von Schriftformerfordernissen räumt sich die Landesregierung zu große Schlupflöcher ein. Ministerien können demnach gestrichene Pflichten und Schriftformerfordernisse per einfacher Verordnung fortbestehen oder jederzeit wieder aufleben lassen.

Solche Ausnahmeverordnungen müssen aus Steuerzahlersicht zwingend der Zustimmung des Landtags unterliegen. Dieser sogenannte Parlamentsvorbehalt soll sicherstellen, dass nur tatsächlich zwingend erforderliche Bürokratielasten fortbestehen, die einer kritischen Prüfung des Parlaments standhalten.

Zudem braucht Formfreiheit durchgängige digitale Prozesse ohne Medienbrüche. Andernfalls verpufft sie im Verwaltungsalltag.

Weniger Aufgaben, weniger Stellen

Den Entwürfen fehlt ein Einspareffekt für die öffentlichen Haushalte. Fallen Berichts- und Dokumentationspflichten weg und werden Abläufe vereinfacht, wird auch in den Verwaltungen spürbar Arbeitszeit frei. Diese Freiräume muss das Land angesichts des anstehenden Pensionierungsschubs der Babyboomer-Generation konsequent nutzen.

Aufgabenabbau und Ausbau der Digitalisierung müssen deshalb mit einem verbindlichen Plan für Stellenabbau und Wiederbesetzungen verknüpft werden. Freiwerdende Stellen dürfen nicht automatisch nachbesetzt werden. Nur so entsteht eine echte demografische Rendite für die Steuerzahler und die Haushalte von Land und Kommunen.

Düsseldorf, den 17.09.2026

  
    Über den Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (BdSt NRW):
  
  
Der BdSt NRW ist seit 1949 die unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung der Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen. Der Landesverband mit Sitz in Düsseldorf setzt sich dafür ein, die Steuer- und Abgabenlast auf ein faires Maß zu senken, Steuergeldverschwendung zu stoppen, Staatsverschuldung abzubauen und Bürokratie zu reduzieren. Finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, engagiert sich der BdSt NRW aktiv für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik im Sinne der Bürger und Unternehmen. Mehr Informationen:  steuerzahler.de/nrw.
Kontakt:
Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V.
Pressestelle
Katrin Ernst
Tel. 0211 99175-21, Fax: -50              
E-Mail: ernst@steuerzahler-nrw.de
Sie finden die BdSt-Presseinformationen auch auf unserer Internetseite  www.steuerzahler.de/nrw und  www.facebook.com/steuerzahlernrw
Weitere Meldungen: Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V.
Weitere Meldungen: Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V.