Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V.
BdSt NRW warnt vor drastischer Grundsteuer-Erhöhung in Titz
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Die geplante Erhöhung der Grundsteuer B in Titz sorgt für große Bedenken beim Bund der Steuerzahler (BdSt) NRW. Der Hebesatz soll 2026 auf 1.200 Prozentpunkte steigen. Der BdSt sieht die Belastungsgrenze für Bürger und Wirtschaft überschritten. Er fordert Rat und Verwaltung auf, Alternativen zu prüfen und die Haushaltskonsolidierung zu verstärken.
Steuererhöhung nur als letzte Maßnahme
BdSt NRW appelliert an Rat und Verwaltung von Titz, Haushalt auf Sparmöglichkeiten zu überprüfen
Der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (BdSt NRW) kritisiert die im Haushaltsentwurf der Gemeinde Titz vorgesehene massive Erhöhung der Grundsteuer B auf 1.200 Prozentpunkte. Es gibt sogar Szenarien von mehr als 3.000 Prozentpunkten.
„Eine derart starke Erhöhung der Grundsteuer würde die Bürger und die lokale Wirtschaft erheblich belasten“, erklärt BdSt-Kommunalreferent Joscha Slowik. „Die Wohnkosten sind bereits heute hoch. Zusätzliche Belastungen gefährden die Akzeptanz kommunaler Abgaben insgesamt.“
Der Verband kennt die strukturellen Probleme bei der Finanzausstattung der Kommunen und setzt sich auf Landesebene für eine bessere finanzielle Ausstattung der Städte und Gemeinden ein. Gleichzeitig betont der BdSt NRW, dass auch die Kommunen selbst gefordert sind. Haushaltskonsolidierung muss konsequent angegangen werden – mit Blick auf Effizienz und Ausgabendisziplin. Die geplanten Steuererhöhungen sieht der BdSt NRW als nicht verhältnismäßig an.
„Steuererhöhungen dürfen nur das letzte Mittel sein“, so Slowik. „Zuerst müssen alle Einsparpotenziale ausgeschöpft werden. Und wenn sich die Haushaltslage verbessert, müssen die Hebesätze wieder gesenkt werden.“
Der BdSt NRW empfiehlt zudem, die Bürger frühzeitig einzubeziehen. Beteiligungsformate wie Bürgerhaushalte können helfen, Einsparmöglichkeiten transparent zu machen und Akzeptanz für notwendige Maßnahmen zu schaffen. Erfahrungen zeigen, dass Offenheit und Einbindung die Bereitschaft zur Mitwirkung erhöhen.
Vor diesem Hintergrund appelliert der BdSt NRW in einem Schreiben an Rat und Verwaltung der Gemeinde Titz:
- Konsolidierungspotenziale im Haushalt konsequent identifizieren und nutzen
- Die geplante deutliche Erhöhung der Grundsteuer überdenken
- Hebesätze nur als letztes Mittel anpassen und bei Entspannung der Lage wieder senken
Der BdSt NRW weist auf die Signalwirkung kommunaler Steuerentscheidungen hin. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten sollten solche Maßnahmen besonders sorgfältig geprüft werden.
Düsseldorf, den 24. März 2026
Über den Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (BdSt NRW): Der BdSt NRW ist seit 1949 die unabhängige und gemeinnützige Interessenvertretung der Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen. Der Landesverband mit Sitz in Düsseldorf setzt sich dafür ein, die Steuer- und Abgabenlast auf ein faires Maß zu senken, Steuergeldverschwendung zu stoppen, Staatsverschuldung abzubauen und Bürokratie zu reduzieren. Finanziert durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, engagiert sich der BdSt NRW aktiv für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik im Sinne der Bürger und Unternehmen. Mehr Informationen: steuerzahler.de/nrw.
Kontakt: Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V. Pressestelle Bärbel Hildebrand Tel. 0211 99175-26, Fax: -50 E-Mail: hildebrand@steuerzahler-nrw.de
Sie finden die BdSt-Presseinformationen auch auf unserer Internetseite www.steuerzahler.de/nrw und www.facebook.com/steuerzahlernrw