Alle Storys
Folgen
Keine Story von Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mehr verpassen.

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Kurzstudien zur kommunalen Wärmeplanung

Kurzstudien zur kommunalen Wärmeplanung
  • Bild-Infos
  • Download

Kurzstudien zur kommunalen Wärmeplanung

  • Das Projekt „Wärmeplanung robust implementieren – W-rob“ der Universitäten Freiburg und Marburg, des NELA Next Economy Lab und weiterer Praxispartner*innen hat Analysen und Handlungsempfehlungen veröffentlicht, die Kommunen bei der Wärmewende unterstützen.
  • Die Kurzstudien befassen sich unter anderem mit kommunalen Kapazitäten, der Kommunikation und Akzeptanz sowie der Nutzung industrieller Abwärme.
  • Die Studien sind ab sofort kostenfrei im Internet abrufbar.

Die Wärmeversorgung macht in Deutschland mehr als 50 Prozent des gesamten Endenergieverbrauchs aus und verursacht einen Großteil des CO2-Ausstoßes. Städte und Gemeinden sind daher verpflichtet, zu planen, welche Gebiete künftig in welcher Weise nachhaltig versorgt werden. Bei der kommunalen Wärmeplanung gilt es zahlreiche finanzielle, rechtliche und technische Herausforderungen zu bewältigen, um nicht nur gesellschaftliche Akzeptanz vor Ort, sondern eine aktive gesellschaftliche Trägerschaft der Wärmewende zu erreichen.

Elf Kurzstudien bieten nun konkrete Lösungsansätze, Beispiele und Handlungsempfehlungen. Sie sind ein Zwischenergebnis des Projekts „Wärmeplanung robust implementieren – W-rob“ von Prof. Dr. Philipp Späth, Leiter der Forschungsgruppe Urban Sustainability Governance, und Prof. Dr. Cathrin Zengerling, Professorin für Transformation zu Nachhaltigen Energiesystemen an der Universität Freiburg. Ebenfalls beteiligt sind die Universität Marburg, NELA e.V. – Next Economy Lab und zahlreiche Praxispartner*innen. Die Studien können ab sofort kostenfrei im Internet abgerufen werden.

Erprobte Lösungsansätze

„Konkurrierende Flächennutzungsansprüche, Unsicherheiten über die Preisentwicklung fossiler und erneuerbarer Wärme, gesellschaftliche Verunsicherung infolge der ‚Heizhammer-Debatte‘ sowie knappe finanzielle und personelle Ressourcen in den Kommunen stellen häufig hohe Hürden für die kommunale Wärmewende dar“, sagt Späth. „Unsere elf Kurzstudien zeigen aber, dass es bereits für viele dieser Probleme erprobte Lösungsansätze gibt.“

Die Studien basieren auf Erkenntnissen aus Umfragen, Interviews und Workshops mit Praxispartner*innen, die durch Literaturrecherchen ergänzt wurden. Die Themen sind unter anderem rechtliche Unverbindlichkeit, die Aktivierung von Heizungsverantwortlichen, kommunale Kapazitäten, Kommunikation und Akzeptanz, Nutzung industrieller Abwärme sowie das Finden von Betreibern für Nahwärmenetze. „Unsere Kurzstudien zeigen kommunale Handlungsspielräume innerhalb des komplexen Rechtsrahmens der Wärmewende auf“, sagt Zengerling. „Zahlreiche Fallbeispiele können wertvolle Inspirationen aus der Praxis für andere Kommunen bieten.“

Zu den Kurzstudien

Das Projekt W-rob

„Wärmeplanung robust implementieren – W-rob“ ist ein Projekt der Universitäten Freiburg und Marburg sowie von NELA e.V. – Next Economy Lab mit vielen Praxispartner*innen aus Kommunen, von Netzbetreibern, Energieagenturen und Planungsbüros. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Das Projekt kooperiert mit elf Städten aus Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen, darunter Freiburg, Konstanz, Mannheim, Marburg, Bad Nauheim und Dortmund. Das Projekt läuft noch bis Herbst 2027. Ein nächster Schritt sind Interventionen in Modellkommunen. Die Forschenden befassen sich gemeinsam mit den Partner*innen vor Ort zum Beispiel mit Planungsunsicherheiten und der komplexen Ausgangslage in der Innenstadt von Bad Nauheim sowie der transparenten und vertrauensbildenden Kommunikation der Preisentstehung und Preisentwicklung von Fernwärme in Freiburg. Nach Abschluss der Interventionen wird das Projekt weitere Handreichungen für die Praxis sowie Politikempfehlungen und Forschungsbedarfe erarbeiten und veröffentlichen.

Zur Person

  • Prof. Dr. Cathrin Zengerling ist Professorin für Transformation zu Nachhaltigen Energiesystemen an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Universität Freiburg. Zu den Forschungsschwerpunkten der Juristin gehören die Regulierung von Ressourcennutzung und Ressourcenschutz, Klima- und Energiewenderecht, Umwelt- und Planungsrecht, Internationales und europäisches Umwelt- und Wirtschaftsrecht, nachhaltige Stadtentwicklung sowie Bürger- und Verbandsbeteiligung. Weitere Informationen
  • Prof. Dr. Philipp Späth ist Projektleiter an der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen und leitet zudem die Forschungsgruppe Urban Sustainability Governance an der Universität Freiburg. In seiner Forschung verbindet er Ansätze aus den Politikwissenschaften, der Humangeographie und den Science and Technology Studies (STS). Zu seinen Schwerpunkten zählen Sozialwissenschaftliche Technik- und Umweltforschung, die Transformation von Energie, Verkehrs- und Ernährungssystemen sowie regionale und kommunale Energiepolitik. Weitere Informationen

Kontakt

Hochschul- und Wissenschaftskommunikation

Universität Freiburg

Tel.: +49 761 203 4302

E-Mail: kommunikation@zv.uni-freiburg.de

Zum Newsroom

Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Geschäftsbereich Strategie und Kommunikation
Abteilung Hochschul- und Wissenschaftskommunikation
Rektorat . Fahnenbergplatz . 79085 Freiburg
Tel.: +49 761 203 4302
Weitere Storys: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Weitere Storys: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg