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29.11.2017 – 11:00

EUROSTAT

Energiepreise für Haushalte in der EU gegenüber 2016 gesunken

Luxemburg (ots)

In der Europäischen Union (EU) gingen die Strompreise für Haushalte zwischen dem ersten Halbjahr 2016 und dem ersten Halbjahr 2017 durchschnittlich leicht zurück (-0,5%) und lagen bei 20,4 Euro pro 100 kWh. In den EU-Mitgliedstaaten lagen die Strompreise für Haushalte in der ersten Hälfte 2017 zwischen unter 10 Euro pro 100 kWh in Bulgarien (9,6 Euro) und mehr als 30 Euro pro 100 kWh in Dänemark und Deutschland (je 30,5 Euro).

In Kaufkraftstandards (KKS), einer einheitlichen Kunstwährung, welche generelle Preisunterschiede zwischen verschiedenen Ländern ausgleicht, zeigt sich, dass im Vergleich zu den Kosten für andere Waren und Dienstleistungen die Strompreise für Haushalte in Finnland (12,8 KKS pro 100 kWh), Luxemburg (13,5) und den Niederlanden (14,2) am niedrigsten waren und für Haushalte in Deutschland (28,7), Portugal (28,6), Polen (25,9), Belgien (25,6) und Spanien (25,4) am höchsten.

Beim Anteil von Steuern und Abgaben an den gesamten Strompreisen für Haushalte gab es zwischen den Mitgliedstaaten erhebliche Unterschiede. Die Spanne reichte im ersten Halbjahr 2017 von zwei Dritteln in Dänemark (67% des Strompreises für Haushalte bestehen aus Steuern und Abgaben) und über der Hälfte in Deutschland (54%) und Portugal (52%) bis zu 5% in Malta. Im Durchschnitt bestanden die Strompreise für Haushalte in der EU zu über einem Drittel (37%) aus Steuern und Abgaben.

Die Gaspreise für Haushalte sanken zwischen dem ersten Halbjahr 2016 und dem ersten Halbjahr 2017 in der EU um durchschnittlich 6,3% und lagen bei 5,8 Euro pro 100 kWh. In den Mitgliedstaaten lagen die Gaspreise für Haushalte in der ersten Hälfte 2017 zwischen unter 3,5 Euro pro 100 kWh in Rumänien und Bulgarien und knapp über 8 Euro pro 100 kWh in Dänemark und 12 Euro pro 100 kWh in Schweden. In Deutschland lagen die Gaspreise bei 6,1 Euro pro 100 kWh.

Im ersten Halbjahr 2017 war der Anteil von Steuern und Abgaben am Gaspreis für Haushalte am höchsten in Dänemark (55% des Gaspreises für Haushalte) und den Niederlanden (53%). Der niedrigste Anteil wurde hingegen im Vereinigten Königreich (7%) und Luxemburg (10%) registriert. In Deutschland betrug der Anteil von Steuern und Abgaben am Gaspreis 26%. Auf EU-Ebene bestanden die Gaspreise für Haushalte im ersten Halbjahr 2017 im Durchschnitt zu etwa einem Viertel (26%) aus Steuern und Abgaben.

Diese Zahlen zu den Energiepreisen in der EU werden durch zwei Artikel und einer interaktiven Infografik ergänzt, die von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht werden.

Vollständige Pressemitteilung (PDF-Version) auf der Eurostat-Webseite abrufbar: http://ec.europa.eu/eurostat/news/news-releases.

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