Darmkrebsfrüherkennung
Darum ist Vorsorge so wichtig
Leverkusen (ots)
Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Und das obwohl er durch die Vorsorge-Darmspiegelung häufig vermeidbar ist. Anlässlich des Darmkrebsmonats März weist die Pronova BKK auf die Bedeutung der Früherkennung hin.
Darmkrebs entsteht meist über viele Jahre hinweg aus zunächst gutartigen Vorstufen, den sogenannten Polypen. Genau hier setzt die Früherkennung an: Durch Vorsorgeuntersuchungen können Polypen frühzeitig erkannt und entfernt werden, bevor sie sich zu Krebs entwickeln. "Die Darmspiegelung ist dabei unverzichtbar. Denn sie ist eine der wenigen Vorsorgeuntersuchungen, die Krebs oder Krebsvorstufen früh erkennen kann", betont Anke Hurst, Beratungsärztin bei der Pronova BKK. Eine Untersuchung aus Deutschland konnte zeigen: In der Gruppe, deren Mitglieder eine Darmspiegelung zur Früherkennung erhalten hatten, traten fast 60 % weniger Darmkrebs-Neuerkrankungen auf, die Sterblichkeit aufgrund von Darmkrebs sank um fast 70 %.
Darmkrebsvorsorge: Das zahlt die Krankenkasse
Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf verschiedene Leistungen zur Darmkrebsfrüherkennung. Dazu zählt unter anderem die Darmspiegelung (Koloskopie), die von Frauen und Männern ab 50 Jahren zweimal im Abstand von jeweils zehn Jahren in Anspruch genommen werden kann. Alternativ steht auch ein Stuhltest (iFOBT) alle zwei Jahre zur Auswahl. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse vollständig.
Versicherte der Pronova BKK können bereits früher mit der Früherkennung starten: Den Stuhltest gibt es dort bereits ab dem 35. Lebensjahr kostenlos. Zudem beteiligt sich die bundesweit geöffnete Krankenkasse einmalig an den Kosten für eine Darmspiegelung ab 40 Jahren.
Keine Hemmungen, bitte!
Immer mehr Menschen nutzen das gesetzliche Angebot zur Darmkrebsfrüherkennung - sowohl Spiegelung als auch Stuhltest. Als Hauptgründe gegen die Teilnahme an diesen Maßnahmen überwiegen bei vielen Vorsorgeberechtigten fälschlicherweise Ängste, falsche Vorstellungen über die Untersuchung oder Scham. "Viele Menschen schieben die Vorsorge aus diesen Gründen auf, obwohl sie sicher und gut durchführbar ist", so Hurst. "Sie ist medizinische Routine und sollte niemandem Anlass bieten, sie aus Schamgefühl oder Angst nicht durchführen zu lassen. Wichtig zu wissen: In den meisten Fällen sind die Befunde unauffällig oder es können noch harmlose Polypen entfernt werden. So kann die Früherkennungsuntersuchung im besten Fall eine Erkrankung ganz verhindern oder aber die Heilungschancen erheblich verbessern."
Neben der Vorsorge spielen auch ein gesunder Lebensstil und das Bewusstsein für Warnsignale eine wichtige Rolle. Menschen, die sich ausgewogen ernähren, wenig rotes oder verarbeitetes Fleisch essen, sich ausreichend bewegen und auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum verzichten, erkranken seltener an Darmkrebs. Bei Symptomen wie Blut im Stuhl, sehr dunklem oder schwarz verfärbtem Stuhl, anhaltenden Veränderungen der Verdauung oder ungeklärtem Gewichtsverlust sollte frühzeitig ärztlicher Rat eingeholt werden. Auch wenn bereits nahe Verwandte an Darmkrebs erkrankt waren, sollte man einmal mit der Hausärztin oder dem Hausarzt über das eigene Risiko und geeignete Maßnahmen sprechen.
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