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Heizölkauf nicht bis zuletzt aufschieben: Expresslieferung kostet im Schnitt rund 300 Euro extra
Pressemitteilung
Heizölkauf nicht bis zuletzt aufschieben: Expresslieferungkostet im Schnitt rund 300 Euro extra
Heizölpreis nahe am Krisen-Höchststand – Finanztip-Analyse zeigt: Kurze Lieferfristen verteuern die Bestellung
Berlin, 22.09.2026 – Die hohen Heizölpreise können dazu verleiten, mit der Bestellung noch zu warten. Doch wer den Kauf so lange aufschiebt, bis der Tank fast leer ist, riskiert zusätzliche Kosten. Eine aktuelle Analyse des unabhängigen Geldratgebers Finanztip zeigt: Eine Expresslieferung innerhalb von 48 Stunden kostete im Schnitt 296 Euro mehr als eine flexible Lieferung. Zugleich sank die Auswahl deutlich: Statt durchschnittlich neun Angeboten bei flexibler Lieferung standen bei Expresslieferungen im Schnitt nur 2,8 Angebote zur Auswahl.
Aktuell kostet Heizöl bundesweit im Schnitt rund 167 Euro je 100 Liter bei einer Abnahme von 3.000 Litern (Stand: 22. September). Damit liegt der Preis nur knapp unter dem Rekordhoch vom 7. März 2022, als der Preis bei rund 195 Euro lag. Aktuell schlägt eine solche Bestellung damit mit mehr als 5.000 Euro zu Buche. Für viele Haushalte ist das relevant: Rund 17 Prozent des deutschen Wohnungsbestands werden gemäß jüngsten Zahlen mit Heizöl beheizt. „Gerade bei hohen Heizölpreisen ist es verständlich, auf einen günstigeren Zeitpunkt zu hoffen. Verbraucher sollten aber nicht so lange warten, bis sie keine Wahl mehr haben“, sagt Sandra Duy, Finanztip-Expertin für Energetische Sanierung.
Kürzere Lieferfristen verteuern die Heizölbestellung
Bei einer Lieferzeit von bis zu zehn Tagen lag der Aufpreis gegenüber einer flexiblen Lieferung im Schnitt bei 3,1 Prozent. Noch deutlicher war der Preisunterschied bei einer 48-Stunden-Expresslieferung: An allen zehn untersuchten Orten war sie teurer als die flexible Lieferung. Im Schnitt kostete sie rund 296 Euro mehr, der höchste Aufpreis betrug 857 Euro.
Zugleich schrumpfte die Auswahl der Lieferanten deutlich. Über alle untersuchten Profile hinweg sank die Zahl der angezeigten Angebote von durchschnittlich neun bei flexibler Lieferung auf 2,8 bei einer Expresslieferung.
Auch Händlervergleich kann Hunderte Euro sparen
Bei flexibler Lieferung lagen das günstigste und teuerste Angebot in der aktuellen Finanztip-Stichprobe im Schnitt rund 493 Euro auseinander. Die größte Differenz betrug sogar 1.151 Euro. Finanztip empfiehlt deshalb, nicht automatisch beim bisherigen Händler zu bestellen, sondern Preise online zu vergleichen. „Wer immer beim selben Händler bestellt, kennt möglicherweise gar nicht das günstigste Angebot für die eigene Region“, sagt Duy.
Mengenrabatt nicht teuer finanzieren
Größere Bestellmengen waren zwar fast immer günstiger – der Vorteil von 3.000 gegenüber 1.500 Litern lag im Schnitt aber nur bei rund 1,3 Prozent. „Den kleinen Mengenrabatt sollten Verbraucher nicht mit einer teuren Ratenzahlung erkaufen. Unsere Beobachtungen zeigen, dass eine zwölfmonatige Ratenzahlung die Bestellung im Schnitt um rund zehn Prozent verteuert“, so Duy. „Wer nicht alles auf einmal bezahlen kann, fährt mit einer kleineren Menge oft günstiger.“
So hat Finanztip analysiert
Im September 2026 untersuchte Finanztip Heizölangebote für zehn bundesweit verteilte Orte auf Esyoil und Heizoel24. Für jeden Ort wurden auf beiden Vergleichsportalen jeweils zwei Bestellmengen von 1.500 und 3.000 Litern sowie flexible Lieferung, Lieferung bis zehn Tage und Express-Lieferung innerhalb von 48 Stunden abgefragt. Insgesamt wurden 120 Abfragen durchgeführt. Verglichen wurden die Preise und die Zahl der angezeigten Angebote; alle übrigen Einstellungen blieben gleich. Mehrere Abfragen sind nicht als voneinander unabhängige regionale Beobachtungen zu verstehen, da sie jeweils denselben lokalen Händlermarkt abbilden.
Weitere Informationen
- Zum Finanztip-Ratgeber Heizöl
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