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Zögern beim Heizungstausch kann Tausende Euro kosten

Pressemitteilung

Zögern beim Heizungstausch kann Tausende Euro kosten

Berlin, 25.02.2026 – Hauseigentümer können mehrere Tausend Euro verlieren, wenn sie den Austausch einer alten Öl- oder Gasheizung aufschieben. Das zeigt eine aktuelle Analyse des unabhängigen Geldratgebers Finanztip. Einerseits sinkt die mögliche Fördersumme für eine neue Heizung. Denn nur wer eine funktionierende Heizung austauscht, erhält bis zu 6.000 Euro Zuschuss. Zusätzlich verursacht eine alte Heizung durch Ineffizienz hohe laufende Kosten – sodass Verbraucher je nach Haus und Energiepreis mehrere Hundert Euro pro Jahr mehr zahlen.

Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur sind 16 Prozent der Öl- und Gasheizungen in Deutschland mindestens 30 Jahre alt. „Solche Anlagen erreichen im Alltag typischerweise nur einen Jahresnutzungsgrad von 70 bis 80 Prozent“, sagt Sandra Duy, Finanztip-Expertin für Energetische Sanierung. „Ein spürbarer Teil der Energie verpufft damit ungenutzt – und erhöht dauerhaft die Heizkosten.“ Der Jahresnutzungsgrad beschreibt, wie viel der eingesetzten Brennstoffenergie tatsächlich als nutzbare Wärme im Haus ankommt.

Alte Heizungen treiben die Energiekosten

Ein typisches Beispiel verdeutlicht den Kostenunterschied: Ein Einfamilienhaus benötigt beispielsweise 18.000 Kilowattstunden (kWh) Wärme pro Jahr. Eine alte Gasheizung mit einem Jahresnutzungsgrad von 70 Prozent verbraucht dafür rund 25.700 kWh Gas. Bei einem Gaspreis von 9,39 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh) (Stand: 24.02.2026) entstehen so Heizkosten von etwa 2.400 Euro jährlich. „Je älter eine Heizung wird, desto ineffizienter arbeitet sie in der Regel – und umso höher sind die laufenden Kosten“, erklärt Duy.

Zum Vergleich: Eine moderne Gasbrennwertheizung käme auf rund 19.000 kWh Gas und rund 1.800 Euro pro Jahr. Eine Wärmepumpe verbraucht noch weniger: Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,41 benötigt sie etwa 5.300 kWh Strom. Die Jahresarbeitszahl misst die Effizienz einer Wärmepumpe. Dabei gilt: je höher, desto besser. Bei einem Strompreis von 30,11 ct/kWh (Stand: 24.02.2026) entspricht das rund 1.600 Euro pro Jahr. Mit einem speziellen Wärmepumpenstromtarif oder einer Solaranlage können die Kosten noch weiter sinken.

Bis zu 6.000 Euro weniger Förderung

Hinzu kommen mögliche Einbußen bei der Förderung. Wer eine noch funktionierende Heizung austauscht, erhält von der Förderbank KfW einen sogenannten Geschwindigkeitsbonus von 20 Prozent. Gefördert werden Kosten bis 30.000 Euro – im besten Fall bekommen Verbraucher also bis zu 6.000 Euro Zuschuss. „Ab 2029 sinkt dieser Bonus alle zwei Jahre um drei Prozentpunkte“, so Duy. Wer noch mehrere Jahre mit dem Heizungstausch wartet, erhält Schritt für Schritt eine kleinere Förderung. „Fällt die Heizung vor dem Austausch komplett aus, entfällt der Geschwindigkeitsbonus“, so die Expertin.

Geht die Heizung im Winter kaputt, stehen Betroffene unter Zeitdruck und entscheiden sich im Zweifel für das erstbeste Angebot. „Für eine gute Planung benötigen Verbraucher ausreichend Zeit“, sagt Duy. Hinzu kommt: In der Heizsaison sind viele Fachbetriebe voll ausgelastet. Wer seine alte Heizung austauschen möchte, sollte daher frühzeitig prüfen, wie alt sie ist und wie effizient sie noch arbeitet. Ab einem Alter von 20 Jahren lohnt sich ein genauer Blick besonders.

Wer seine Austauschoptionen nach dem Gebäudeenergiegesetz prüfen möchte, findet dazu eine Checkliste bei Finanztip.

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