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FREIE WÄHLER: Hürden bei der Arbeitsmarktintegration ukrainischer Kriegsflüchtlinge abbauen

FREIE WÄHLER: Hürden bei der Arbeitsmarktintegration ukrainischer Kriegsflüchtlinge abbauen
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Voht: „Der Berufsalltag bringt schnellere Erfolge als langjährige Integrationskurse.“

23.02.26. Morgen jährt sich der russische Angriffskrieg auf die Ukraine zum vierten Mal. Derzeit leben fast sechs Millionen ukrainische Kriegsflüchtlinge im Ausland. Mit über 1,3 Millionen Flüchtlingen ist Deutschland das wichtigste Aufnahmeland und muss sich nach Ansicht der FREIE WÄHLER deshalb zukunftsorientiert mit der Integration der Menschen auseinandersetzen. Je länger der Krieg andauert, desto mehr Flüchtlinge werden Deutschland auch zukünftig als ihren Lebensmittelpunkt betrachten. Vor diesem Hintergrund müssen praxisnahe Anstrengungen für eine sprachliche und berufliche Nachqualifizierung unternommen werden.

Gregor Voht, FREIE WÄHLER Generalsekretär, sieht in der Arbeitsaufnahme den besten Weg zu einer gelungenen Integration: „Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich über 60 Prozent der ukrainischen Kriegsflüchtlinge eine Zukunft in Deutschland wünschen. Vor dem Hintergrund der Fachkräftediskussion können wir diese Menschen gut gebrauchen. Drei Viertel der Erwachsenen besitzen einen Berufs- oder Hochschulabschluss, wovon jedoch nur gut 20 Prozent bislang anerkannt worden sind. Ein Blick in unsere Nachbarländer zeigt, dass genau hier unser Problem liegt. Während in Polen die ukrainischen Flüchtlinge dem Staat mehr Einnahmen bescheren als sie ihn kosten, hat die Erwerbstätigenquote in Deutschland erst im Herbst letzten Jahres die 50 Prozentmarke überschritten. Dies ist maßgeblich auf die damalige sofortige Aufnahme der Flüchtlinge ins Bürgergeld zurückzuführen.“

Die FREIE WÄHLER kritisieren insbesondere die restriktive Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Anstelle langfristiger Anpassungsqualifizierungen sollen jobbegleitende Sprach- und Integrationskurse dabei helfen, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen.

„Wenn die Anerkennung eines ukrainischen Krankenpflegediploms erst mit nachgewiesenen Deutschkenntnissen auf dem Niveau B2 möglich ist, dann dürfen wir uns über die schleppende Arbeitsmarktintegration nicht wundern. Sprache ist der Schlüssel für eine langfristig erfolgreiche Integration in Deutschland, aber sie darf nicht länger eine Eingangshürde für dringend benötigte Fachkräfte sein. Damit Integration gelingt, ist duales staatliches Handeln erforderlich: fördern und fordern. Wer seine Zukunft in Deutschland sieht, kann über eine rasche Arbeitsaufnahme am schnellsten integriert werden“, so Voht weiter.

Eike Jan Brandau
Beauftragter für Presse und Öffentlichkeitsarbeit

FREIE WÄHLER - Bundesvereinigung
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