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Taxonomie: EU greift ZIA-Vorschlag auf – Push für Klimasanierung im Bestand
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Taxonomie: EU greift ZIA-Vorschlag auf – Push für Klimasanierung im Bestand
Berlin, 18.3.2026 – Die EU-Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt, durch den künftig auch Bestandsgebäude als „grün“ gelten, wenn ihre Energieeffizienz in den letzten zehn Jahren um mindestens 60 Prozent verbessert wurde. Damit werden Investitionen in die Sanierung energetisch schlechter Gebäude direkt angereizt.
„Wer alte, energieintensive Gebäude saniert, wird belohnt“, sagt ZIA-Hauptgeschäftsführerin Aygül Özkan. „Das ist genau der Anreiz, den wir seit Jahren gefordert haben und der bislang fehlte.“ Bisher galten als taxonomiekonform nur Neubauten oder Bestandsgebäude, die ohnehin schon besonders energieeffizient waren. Damit knüpft die Taxonomie erkennbar an den ‚Worst-First‘-Ansatz der EU-Gebäuderichtlinie EPBD an. Mit der neuen Regelung kann jetzt deutlich mehr Anlegerkapital für die Dekarbonisierung des Immobilienbestandes mobilisiert werden – ein wichtiger Schritt für die Klimaziele in Deutschland und Europa.
„Die EU zeigt mit dieser Anpassung: Klimaschutz und Sanierung gehen Hand in Hand. Jetzt kommt es darauf an, dass Kapital dorthin fließt, wo der größte Effekt für Klima und Wirtschaft entsteht“, betont die Chefin des Spitzenverbandes der Immobilienwirtschaft.
Die geplanten Änderungen sind Teil einer umfassenden Konsultation zu den technischen Bewertungskriterien der Taxonomie für Klima und Umwelt, inklusive der „Do no significant harm“-Vorgaben. Ziel ist es, den Rahmen einfacher und benutzerfreundlicher zu gestalten. Zudem stehen sie im Zusammenhang mit dem sogenannten Omnibus-Paket, das Vereinfachungen für das Taxonomie-Reporting auf den Weg bringt. Die Konsultation läuft bis zum 14. April 2026. Nach der endgültigen Verabschiedung sollen die Änderungen bereits Anfang 2027 in Kraft treten.
Mit der Einbeziehung energetisch verbesserter Bestandsgebäude geht die EU einen wichtigen Schritt, um die Transformation des Gebäudesektors in Richtung Klimaneutralität zu beschleunigen und gleichzeitig Investitionsanreize zu schaffen.
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Der ZIA Der Zentrale Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) ist der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft. Er spricht durch seine Mitglieder, darunter mehr als 30 Verbände, für rund 37.000 Unternehmen der Branche entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der ZIA gibt der Immobilienwirtschaft in ihrer ganzen Vielfalt eine umfassende und einheitliche Interessenvertretung, die ihrer Bedeutung für die Volkswirtschaft entspricht. Als Unternehmer- und Verbändeverband verleiht er der gesamten Immobilienwirtschaft eine Stimme auf nationaler und europäischer Ebene mit Präsenz in Brüssel – sowie im Bundesverband der deutschen Industrie (BDI). Präsidentin des Verbandes ist Iris Schöberl.
Kontakt: ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e.V. Sandra Kühberger Leipziger Platz 9 10117 Berlin Tel.: 030 / 20 21 585 – 17 E-Mail: sandra.kuehberger@zia-deutschland.de Internet: www.zia-deutschland.de
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