Demobetriebe Ökologischer Landbau

Der Käse-Virtuose und die neuen Sehnsüchte

Fast schon selbstverständlich zählt für unsereins Käse beinahe zur täglichen Ernährung dazu: Ob auf dem Butterbrot, als Topping über die Nudeln oder köstliches Fondue in der kalten Jahreszeit. Doch nicht für Alois Hofer. Für den Allgäuer, der sein Handwerk mit Leib und Seele ausübt, ist Käse mehr als ein natürliches Nahrungsmittel. Der Biobauer und seine Frau stellten vor rund 29 Jahren den Familienbetrieb im Ostallgäu auf Bioland-Richtlinien um. Kurz danach entstand die Idee, Käse aus hofeigener Milch herzustellen. 32 Milchkühe der Rasse Fleckvieh weiden während des gesamten Sommers auf den Allgäuer Kräuterwiesen. Tag und Nacht dürfen sie dann draußen Gras und Sonne genießen und kommen nur zum Melken in den Stall. Das bedeutet viel Platz und eine abwechslungsreiche Ernährung für die Hofer'schen Kühe, sowie ein unverwechselbares Aroma der hofeigenen Milchprodukte. "Wir kennen jedes Tier unserer farbenfrohen Herde persönlich beim Namen", erklärt Hofer: "Fühlen sich die Tiere wohl, geht es auch uns gut!"

Der vollmundige Bergkäse, der ausdrucksstarke Emmentaler oder der würzige Kaltentaler sind nur eine kleine Auswahl von dem, wofür Alois Hofer steht - Qualität, die man schmeckt. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich neben Hofer und seiner Familie dafür ein, dass aus der hofeigenen Milch bester Allgäuer Käse entsteht. "Wir setzen viel Wert auf Tradition, vor allem bei der Herstellung unseres Käses!", so der Betriebsleiter. Sind die Kühe gemolken, macht Albert, der virtuose Käsereimeister, aus der Milch des Demonstrationsbetriebes ein handwerklich preisgekröntes Kunstwerk. Je nach Sorte reichen die Reifezeiten von 12 bis 24 Monate. Während dieser Zeit werden die Laibe von Hand gewendet und mit unterschiedlichen Kulturen "gestreichelt". So entsteht beispielsweise der aromatische Bergkäse mit Rotwein-Affinage. Dass die Hofer Manufaktur mit ihrem Käse auf dem richtigen Weg ist, bestätigt neben einigen Auszeichnungen auch der erfreuliche Zulauf auf den Wochenmärkten und die steigenden Bestellungen im Onlineshop.

Als Demonstrationsbetrieb des Ökologischen Landbaus freut sich Familie Hofer immer mit Besucherinnen und Besuchern, die bereits den Hofer'schen Käse probiert haben und nun wissen möchten, wo dieser überhaupt herkommt, ins Gespräch zu kommen. Dem Betriebsleiter ist es wichtig eine Verbindung zwischen Städtern und Landbewohnern herzustellen und einen Dialog aufzubauen - entsprechend findet sich die Hofer Manufaktur auf diversen Messen wieder und veranstaltet Kunstaktionen, Ausstellungen und Filmvorführungen sowie philosophische Treffen. Um Kunden noch näher an den Käse zu bringen, gibt es auch Käse-Degustationen in Verbindung mit Whisky, Wein oder Rum sowie mit kulinarischem Essen. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer konnten einiges über den Allgäuer Bioland-Hof von Alois und Gerlinde Hofer in der Sendung "Die Landfrauenküche" im Bayrischen Fernsehen erfahren. Alois Hofer erklärt: "Der Mensch braucht Kunst und Philosophie, genauso wie traditionelle Werte und gute "Lebens-Mittel". Gerade der Landwirt hat die Möglichkeit, die Sehnsucht nach ursprünglicher Magie und Moral zu erfüllen, indem er bei eigenen Wertvorstellungen bleibt und die neuen Sehnsüchte mitgestaltet. Unser Leben im Anthropozän, der Menschzeit, bedeutet, dass technisch vieles möglich ist - du entscheidest, was du machst."

Bild: Betriebsleiter Alois Hofer ist es wichtig, einen Dialog aufzubauen - entsprechend findet sich die Manufaktur unter anderem auf diversen Messen wieder.

Hofer Manufaktur, Blonhofener Straße 19, 87662 Kaltental (Ortsteil Aufkirch)

Telefon: 08345/509, Fax: 08345/1793. E-Mail: info@hofer-manufaktur.de, Internet: www.hofer-manufaktur.de

Koordinationsstelle Demonstrationsbetriebe Presse- und Medienarbeit

Sarah Reinhart

Tel. 0228/410028-3, E-Mail: info@demonstrationsbetriebe.de, Internet I: www.demonstrationsbetriebe.de, Internet II: www.bio-live-erleben.de, Twitter: https://twitter.com/Biohoefe



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