Freie Wähler Landtagsfraktion Bayern

Freie Wähler veranstalten Parlamentarischen Kongress zur Weiterentwicklung des Gymnasiums in Bayern
Felbinger: Unser Volksbegehren ist der Schlüssel zum G9

München (ots) - Schule soll nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden - so steht es in der bayerischen Verfassung und daran erinnerte Florian Streibl, Parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer, beim Parlamentarischen Kongress der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion zur Weiterentwicklung des Gymnasiums in Bayern. "Die G8-Einführung war getragen von dem Gedanken, dass unsere Jugendlichen möglichst schnell wettbewerbsfähig gemacht werden sollen. Wir wollen ihnen wieder ausreichend Zeit geben, ihre Persönlichkeiten zu entwickeln", sagte Streibl.

Auch Günther Felbinger, MdL und bildungspolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, führte den anwesenden rund 100 Gästen noch einmal vor Augen, dass das G8 lediglich ökonomisch begründet eingeführt wurde und nicht pädagogisch. "Und in zehn Jahren ist es nicht gelungen, eine Akzeptanz für das achtjährige Gymnasium herzustellen." Die FREIEN WÄHLER warben deshalb bei der Veranstaltung für ihr Volksbegehren, mit dessen Hilfe die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium gelingen soll. Felbinger betonte dabei, dass in dem vorgelegten Gesetzentwurf keine inhaltliche und konkrete pädagogische Ausgestaltung vorgegeben ist: "Diese wollen wir im Konsens mit allen Beteiligten erarbeiten." Ein erfolgreiches Volksbegehren sei jedoch der Schlüssel zu Veränderungen ebenso wie zu einem G9.

Prof. Dr. Michael Piazolo, MdL und hochschulpolitischer Fraktionssprecher, ergänzte, dass es in der Debatte nicht nur um die Laufzeit des Gymnasiums gehen soll: "Wir wollen neben den Strukturen auch über Inhalte, Pädagogik, über Wissens- und Kompetenzvermittlung sprechen." Aus diesem Grund hatten die FREIEN WÄHLER mehrere Experten eingeladen.

Leonie Zoch, Autorin des Buchs "Weniger ist mehr - ein Insider über das G8 und das Abitur", berichtete von ihren eigenen Erfahrungen am achtjährigen Gymnasium. Zeit für Hobbys und der Spaß am Lernen seien zu kurz gekommen, sagte Zoch und warb für die Rückkehr zum G9. Praktische Erfahrungen konnte hier Dr. Wolfram Winger, Schulleiter aus Baden-Württemberg, beisteuern. Denn viele Bundesländer haben den Richtungswechsel bereits wieder vollzogen. Wingers Schule ist eines von insgesamt 44 Modellgymnasien, das die Wahlfreiheit zwischen G9 und G8 anbietet und aufgrund der großen Nachfrage wieder komplett auf G9 umgestellt hat: "Eltern, Lehrer und Schüler stehen voll hinter dieser Umstellung", so Winger. Prof. Dr. Hans Peter Klein, Lehrstuhl für Didaktik der Biowissenschaften an der Goethe Universität Frankfurt am Main, berichtete von seinen Erkenntnissen, dass das Abiturniveau in den meisten Bundesländern sinke und die Universitäten große Probleme mit nicht studierfähigen Studenten haben.

Im Anschluss an die Vorträge entwickelte sich eine rege Diskussion, die einmal mehr zeigte, wie wichtig und wie präsent die Debatte um die Zukunft des Gymnasiums in Bayern derzeit ist. "Wir haben viele interessante und gute Aspekte aus der heutigen Veranstaltung mitgenommen, die wir in die politische Diskussion mit einbringen werden", sagte Felbinger.

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