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Haiti - nach Hurrikan Matthew: Von der Soforthilfe zur nachhaltigen Entwicklung

Haiti - nach Hurrikan Matthew: Von der Soforthilfe zur nachhaltigen Entwicklung
nph-Hausbau in Haiti/ Cité Soleil

Nph und die Schwesterorganisation Fondation St. Luc beschäftigen rund 1.900 Haitianer, in den Bereichen Bildung, Gesundheit und nachhaltiger Entwicklung. Beide Organisationen zählen damit zu den größten Arbeitgebern im Großraum der Hauptstadt Port-au-Prince. Das über die Jahrzehnte gewachsene, landesweite Netzwerk hat die Organisationen nach dem letztjährigen Hurrikan Matthew in die Lage versetzt, umfassende Soforthilfe und nachhaltige Aufbauarbeiten zu leisten.

Hurrikan Matthew, der im vergangenen Jahr Haiti erneut schwer getroffen hat, ist längst schon wieder in Vergessenheit geraten. Doch noch immer leiden zahlreiche Menschen unter den Folgen des Hurrikans in Form von übertragbaren Krankheiten durch verunreinigtes Wasser, zerstörten Ernten, beschädigten Häusern und Straßen. Die Bilder des Hurrikans "Irma" und des Tropensturms "Maria" sind noch ganz nah. Denn im September diesen Jahres sorgte Hurrikan "Irma" für erneute Verwüstungen und so musste neben der ersten Nothilfe, sauberes Trinkwasser, warme, trockene Kleidung gegen die Kälte und Nässe bereitgestellt werden.

Auf Haiti erinnern noch immer viele Zerstörungen an den Tag im Oktober 2016. Der Südwesten des Landes wurde besonders stark verwüstet. Mehr als zwei Millionen Menschen waren direkt betroffen und Dreiviertel von ihnen benötigen nach dem Sturm humanitäre Hilfe. Besonders hart traf es Jérémie, die Hauptstadt des südwestlichen Départments Grand Anse.

Da weiterhin dringend Hilfe benötigt wird, setzen nph haiti und die Fondation St. Luc ihre Hilfsmaßnahmen weiter fort. Denn der Aufbau und der Erhalt von Existenzen sind besonders wichtig und fordern immer noch erhebliche Kraftanstrengungen, um die Menschen langfristig in die Lage zu versetzen, Ihre Lebensgrundlagen wieder aufzubauen und zu sichern.

"Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit unserer Schwesterorganisation sehr aktiv im Bereich der Ernährungssicherung und Landwirtschaft. Die Kleinbauern unterstützten wir mit Saatgut, Setzlingen und Vieh, um ihren Lebensunterhalt wieder selbst erwirtschaften zu können", so Heiko Seeger, Vorstandsvorsitzender von nph deutschland.

Die Fischer erhielten neu gebaute Fischerboote sowie neue Netze für den Fischfang. So wurde unmittelbar nach der Katastrophe dafür gesorgt, dass sie mit der Fischerei und dem Verkauf der Fische wieder für sich und ihre Familien sorgen können.

"Die Verpflichtung den Menschen nach wie vor zur Seite zu stehen und gemeinsam die oft ausweglose Situation zu meistern, das ist unsere Mission", so Pater und Arzt Richard Frechette, Gründer der Fondation St. Luc in Haiti.

Hilfe nach Hurrikan "Irma" und Tropensturm "Maria"

nph haiti und die Fondation St. Luc haben bereits vier Hilfslieferungen mit mehreren Lkws mit Lebensmitteln, Trinkwasser, Wasseraufbereitungs-Tabletten, Kleidung, Saatgut und Baumaterial in stark betroffene Ortschaften im Norden des Landes gebracht. Die hier bisher geleisteten Maßnahmen haben einen monetären Wert von über 180.000 USD. Darüber hinaus bauen Jugendliche und junge Erwachsene, die bei nph aufgewachsen sind, gemeinsam mit den Familien ihre Häuser wieder auf, reparieren Dächer und beheben sonstige entstandene Schäden.

Nachhaltige Versorgungsleistungen vor Ort

Die Hilfe von nph haiti und der Schwesterorganisation Fondation St. Luc erreicht pro Jahr rund 250.000 Not leidende Menschen. Die Hilfe richtet sich an 13.000 Kinder, die in den nph-eigenen Schulen sowie den 30 Straßenschulen der Fondation St. Luc unterrichtet werden. Über 120.000 Behandlungen werden in den medizinischen Einrichtungen pro Jahr durchgeführt. Im Rahmen eines öffentlichen Gesundheitsprogrammes kümmern sich Ärzte um HIV-infizierte Kinder und werdende Mütter und bieten Impfkampagnen für Menschen in Armenvierteln.

Täglich liefern Mitarbeiter von nph 80.000 Liter sauberes Wasser in die Slums.

Für bedürftige Familien in den Slums von Cité Soleil werden erdbebensichere Wohnhäuser gebaut, in denen bislang bereits über 250 Familien ein würdiges Zuhause erhalten haben. Der Bau der Häuser geht durch die Finanzierung schleppend voran, da sich die Kosten pro Haus auf 12.000 USD belaufen und erst dann sukzessive ein Haus nach dem anderen gebaut wird, wenn die Finanzierung für ein bzw. mehrere Häuser steht.

Die bereits vorhandenen Häuser haben sich in den immer wiederkehrenden großen Stürmen schon mehr als bewährt.

Schnelle Hilfe durch professionelles Krisenmanagement

Durch die jahrzehntelangen Erfahrungen und die immer wieder neuen Katastrophen kann durch die Schwesterorganisation Fondation St. Luc, die seit dem Jahr 2000 in Haiti aktiv ist, unmittelbar reagiert werden. nph und die Schwesterorganisation Fondation St. Luc beschäftigen dort rund 1.900 Haitianer in den Bereichen Bildung, Gesundheit und nachhaltiger Entwicklung. Beide Organisationen zählen damit zu den größten Arbeitgebern im Großraum der Hauptstadt Port-au-Prince. Das über die Jahrzehnte gewachsene, landesweite Netzwerk hat die Organisationen nach dem letztjährigen Hurrikan Matthew in die Lage versetzt, umfassende Soforthilfe und nachhaltige Aufbauarbeiten zu leisten. Für die Menschen sind dies vertrauensbildende Aktionen, die sie annehmen und auf die sie eigenständig aufbauen. Sie fühlen sich nicht im Stich gelassen.

Über nph deutschland e. V.

nph (nuestros pequeños hermanos - unsere kleinen Brüder und Schwestern) wurde im Jahre 1954 von Padre William Wasson in Mexiko gegründet. nph deutschland e. V., mit Sitz in Karlsruhe, entstand daraus im Jahre 1984 und beschäftigt derzeit 34 Mitarbeiter. Als internationales, christliches Kinderhilfswerk unterstützt es zehn Kinderdörfer in neun Ländern Lateinamerikas, in denen etwa 3.200 Not leidende Mädchen und Jungen ein Zuhause gefunden haben. Bereits über 18.000 Kinder sind bei nph aufgewachsen und haben so den Weg in ein eigenständiges Leben gefunden. Darüber hinaus leistet nph auch außerhalb der Kinderdörfer umfassende humanitäre Hilfe, die jährlich über 100.000 Menschen erreicht.

Agathe E. Freudl
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Tel. +49 (0) 721 35440-133
agathe.freudl@nph-deutschland.org
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