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Atomträume aus Brüssel

Frankfurt (ots)

Ausgerechnet zum 15. Jahrestag der Fukushima-Katastrophe beschwor EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Renaissance der Atomkraft. Tatsächlich sinkt die Bedeutung der Kernkraft seit zwei Jahrzehnten. Hauptproblem beim Neubau von AKW ist: Sie sind extrem teuer geworden. Praktisch jedes Projekt in Europa und Nordamerika hat massive Kosten- und Bauzeitüberschreitungen erlebt. Eine Atom-Renaissance, für die EU-weit zig Reaktoren nötig wären, käme für Energiesicherheit und Klimaschutz sehr spät und wäre kaum bezahlbar. Die Hoffnung einiger Regierungen und der Kommission richtet sich deshalb auf Mini-Reaktoren. Doch auch hier klafft eine Lücke zwischen Vision und Realität. Die Brüsseler Atomvision ist weit von der Realität abgehoben, entstanden unter dem Druck von Frankreich, dessen Präsident Emmanuel Macron an seinem Atomkurs festhalten will, obwohl der zum finanziellen Debakel zu werden droht. Das Erneuerbaren-Energiesystem voranzubringen, ist realistischer.

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