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Frankfurter Rundschau: Albigs Wahrheit

Frankfurt (ots) - Wer nicht der SPD angehört, darf Torsten Albig dankbar sein. Er hat nur das zu Ende gedacht und leichtfertig zu Ende gesprochen, was er seltsamerweise für das richtige Rezept zur Rettung der Partei hält: die Aufgabe politischer Positionen und Alternativen zwecks Anpassung an jene ominöse "Mitte", die die CDU-Vorsitzende bereits besetzt. Man muss nur das jüngste "Impulspapier" des SPD-Präsidiums lesen, um zu verstehen, dass Albig damit unter den Mächtigen in der Partei mehrheitsfähig ist: Von Vermögensteuer bis Bürgerversicherung - alles abgeräumt zugunsten einer Rhetorik von "Leistungsgerechtigkeit", die bei Christian Lindner abgeschrieben sein könnte. Es ist nur konsequent, darüber nachzudenken, dass Merkel diese Politik besser vertreten kann als jeder SPD-Kandidat, trotz Mindestlohn. Der Ärger kommt daher, dass Albig diese Wahrheit herausgerutscht ist.

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