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Kölner Stadt-Anzeiger: Neuer Kölner Dompropst für QR-Codes im Dom sind "nicht hinnehmbares Risiko"

Köln (ots) - Gerd Bachner will alle Möglichkeiten moderner Kommunikation nutzen Erschütterungen der Bausubstanz des Doms durch U-Bahn-Verkehr

Der neue Kölner Dompropst Gerd Bachner möchte die Kathedrale mit QR-Codes zur Information der Besucher ausstatten. "So würden wir der Art gerecht, wie Menschen heute kommunizieren, besonders die jungen", sagte der 74-Jährige dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe). Er sei dafür, alle Möglichkeiten zu nutzen, die in einem Gotteshaus verantwortbar sind. "Jeder hat heute ein Smartphone. Da läge es doch nahe, wichtige Orte und herausragende Kunstwerke im Dom mit kleinen QR-Codes zu versehen. Wenn die Besucher auf ihrem Handy "dann nicht nur historische Auskünfte, sondern auch geistliche Impulstexte erhalten, könnte die Beschäftigung über das bloße Exponat und das touristische Interesse hinausgehen", sagte Bachner. Im Streit mit den "Kölner Verkehrsbetrieben" (KVB) um Erschütterungen des Doms durch den U-Bahn-Verkehr auf einer neuen, unter dem Dom verlaufenden Trasse bezeichnete der Hausherr das Risiko für die Bausubstanz als "nicht hinnehm". Die in einem ersten Schritt angebrachten Puffer am U-Bahn-Gleis hätten die Vibrationen zwar verringert, sie seien aber keineswegs verschwunden, wie Messgeräte in der Sakristei zeigten. "Das nehme ich auch selber wahr, wenn im Gottesdienst eine Bahn unter dem Dom durchfährt." Deshalb könne und werde sich das Domkapitel "mit dem Status quo nicht zufriedengeben", so Bachner.

Der Geistliche wurde im März zum Nachfolger von Norbert Feldhoff gewählt. Die offizielle Amtseinführung ist am kommenden Sonntag (19. April), vier Tage vor Bachners 75. Geburtstag. Derzeit leitet er noch die Hauptabteilung Schule/Hochschule im Erzbischöflichen Generalvikariat. Diesen Posten wird Bachner Mitte des Jahres aufgeben.

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