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Frankfurter Rundschau: Pressestimme zum Elternunterhalt

Frankfurt (ots) - Die Frankfurter Rundschau kommentiert das Urteil zum Elternunterhalt:

Man muss nicht Ethik studiert haben, um zu wissen, dass es einem fundamentalen Gerechtigkeitsgefühl widerspricht, wenn ein Sohn für den Vater zahlen muss, der ihn Jahrzehnte zuvor verstoßen hat. Dieses Urteil wirft aber auch ein grundsätzliches Schlaglicht auf den Elternunterhalt. Ist es wirklich angemessen, dass jemand, der 2100 Euro netto im Monat verdient, 200 Euro für den Heimplatz des Vaters oder der Mutter zahlen muss? Bei der Grundsicherung im Alter gilt eine Einkommensgrenze von 100 000 Euro für jeden unterhaltspflichtigen Angehörigen; nur wer mehr verdient, wird vom Staat für die Eltern zur Kasse gebeten. Es wäre das Mindeste, die Einkommensgrenzen auch beim Elternunterhalt höher anzusetzen. Die jetzige Regelung überfordert viele Familien finanziell, auch diejenigen, die gerne für ihre Eltern zahlen.

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Kira Frenk
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