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Schwäbische Zeitung: Endgültig im Abseits - Kommentar zu Großkreutz

Ravensburg (ots) - Dönerwurf, Urinieren in eine Hotellobby, Ausflug ins Rotlichtmilieu mit Jugendlichen: Schon solche Aussetzer vertragen sich nicht mit der Vorbildfunktion eines Profifußballers. Allerdings kann man argumentieren, dass Großkreutz ein Typ ist, der eben nicht immer jenem perfekten Hochglanz-Bild entspricht, das Vermarkter gerne vom perfekten Profi zeichnen.

Doch mit dem erneuten Fehlen vor Gericht hat sich Großkreutz endgültig ins Abseits geschossen. Er ignoriert die Ladung eines Amtsgerichts. Da mag er behaupten, die Ladung nicht bekommen zu haben - Medien hatten deutschlandweit berichtet, dass er am Donnerstag dort erwartet wird.

Offenbar glaubt Großkreutz, für Fußballstars würden andere Regeln gelten als für Normalbürger. Das verträgt sich weder mit dem von ihm gepflegten Image des ehrlichen Fußballarbeiters noch mit seiner Vorbildfunktion. Es ist ein Armutszeugnis und zeugt von schlechtem Charakter.

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