Feierliche Eröffnung der Heizzentrale: Quellendorf setzt auf zukunftsfähige Wärmeversorgung
Presseinformation
Quellendorf setzt auf zukunftsfähige Wärmeversorgung
Heizzentrale feierlich in Betrieb genommen
Reußenköge/Quellendorf, 3. September 2026
In Quellendorf (Südliches Anhalt) können die Bürgerinnen und Bürger nun mit lokal produzierter Wärme heizen. Bereits im Juni ging die industrielle Großwärmepumpe in Betrieb, am Donnerstag haben die Renergiewerke Fuhne nun gemeinsam mit GP JOULE und der Stadt Südliches Anhalt die Heizzentrale feierlich eingeweiht.
„Mit der Inbetriebnahme der Heizzentrale wird nun sichtbar, was durch die Anstrengung vieler Beteiligter möglich ist: Dieses Gemeinschaftsprojekt schafft eine verlässliche und saubere Wärmeversorgung für die Menschen vor Ort“, erklärt Ramona Paul, Geschäftsführerin der Renergiewerke Fuhne.
Im Juni 2024 starteten die Bauarbeiten für das Wärmenetz in Quellendorf. Seitdem schreitet das Projekt kontinuierlich voran. Das Leitungsnetz wird abschnittsweise ausgebaut und künftig einen Großteil der Ortschaft erschließen. Nachdem die Wärmeversorgung bereits im vergangenen Herbst startete, erfolgt sie seit Juni dieses Jahres mithilfe einer Großwärmepumpe.
Bürgermeister Thomas Schneider begleitet das Projekt von Beginn an und sieht im Wärmenetz einen wichtigen Baustein für mehr Energieunabhängigkeit in der Region: „Die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern führt uns aktuell vor Augen, wie wichtig eine regionale und dezentrale Wärmeversorgung eigentlich ist. Das Wärmenetz setzt genau hier an und schafft zugleich eine zukunftsfähige, umweltfreundliche Lösung für die Bürgerinnen und Bürger in Quellendorf.“
Das Herzstück der Wärmeversorgung
Die Heizzentrale arbeitet mit einer Großwärmepumpe, die mit über einem Megawatt thermischer Leistung die Wärme aus der Umgebungsluft aufnimmt und auf das nötige Temperaturniveau für das Wärmenetz anhebt. Die erzeugte Wärme wird in einem rund 17 Meter hohen Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 500 Kubikmetern Wasser zwischengespeichert.
„Dieser Wärmespeicher ermöglicht einen flexiblen, effizienten und damit günstigeren Betrieb“, erklärt Projektleiter Matthias Volk. „Denn die Wärmepumpe läuft bevorzugt dann, wenn Strom günstig ist. Die in diesen Zeiten erzeugte Wärme kann im Pufferspeicher gespeichert und bei Bedarf abgegeben werden.“
Ein Spitzenlastkessel auf Gasbasis sichert die Wärmeversorgung zusätzlich ab, um beispielsweise auch während Wartungsarbeiten oder wenn besonders viel Wärme benötigt wird, alle versorgen zu können.
Projekt geht in die nächste Phase
Während der Bauabschnitt „Mitte“ vollständig in Betrieb genommen ist, schreiten die Arbeiten im Abschnitt „Nord“ planmäßig voran. Das erste Teilstück soll im September ans Netz gehen und den Anschluss weiterer Haushalte ermöglichen. Für den Bauabschnitt „Süd“ ist der Baubeginn im Bereich Neuer Weg/Siedlung derzeit für Ende des Jahres geplant. Danach erfolgt die weitere Erschließung des Gebiets schrittweise.
Auf der Webseite https://www.suedliches-anhalt-fernwaerme.de/ informiert das Projektteam laufend über den Baufortschritt und die kommenden Bauabschnitte.
Über GP JOULE
GP JOULE ist mit seinen drei Kernbereichen Projektierung, Bau sowie Betrieb und Service in der gesamten Energie-Wertschöpfungskette aktiv: von der Erzeugung über die Speicherung und den Transport bis zur Nutzung. Ob Wind- und Solarstrom, Wärmenetze, Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher oder Wasserstoffprojekte: GP JOULE sorgt für Energielösungen mit erlebbarem Nutzen – und das von der Beratung über die Finanzierung und Planung bis zur Umsetzung, Betriebsführung und der Vermarktung. So gestaltet GP JOULE seit 2009 aus Deutschland heraus das Energiesystem mit Zukunft in Europa. Für eine sichere und wirtschaftliche Energieversorgung für Unternehmen, für Kommunen, für die Logistik – für alle.
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