Bundespolizeiinspektion Magdeburg
BPOLI MD: 35-Jähriger begibt sich leichtsinnig in Lebensgefahr
Magdeburg (ots)
Am Dienstag, den 21. April 2026 wurde die Einsatzleitstelle der Bundespolizeiinspektion Magdeburg um 21:50 Uhr über eine männliche Person neben dem Bahngleis acht in Richtung des Magdeburger Hauptbahnhofes informiert. Der Lokführer eines herannahenden Güterzuges nahm den taumelnden Mann im Gefahrenbereich wahr und leitete, bei einer Geschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde, umgehend eine Gefahrenbremsung seines Zuges ein. Er gab bei der Erstmeldung weiter an, dass die Person durch den Güterzug gestreift wurde. Anschließend lief der Betroffene über die Bahngleise. Seitens der Notfallleitstelle der Deutschen Bahn in Leipzig wurde der Bahnverkehr am Hauptbahnhof Magdeburg eingestellt und der Notfallmanager der Bahn, Rettungswagen, Feuerwehr sowie Landespolizei verständigt. Die Informierten fuhren umgehend zum Ereignisort. Die Suche nach dem vermutlichen Verletzten verlief vorerst erfolglos. Auch ein angeforderter Bundespolizeihubschrauber kam zum Einsatz. Um 22:53 Uhr stellten Einsatzkräfte den Gesuchten im Bereich des Zentralen Omnibusbahnhofes fest und kontrollierten ihn. Die Person schien auf den ersten Blick unverletzt und gab den Bundespolizisten gegenüber an, an der Schulter gestreift worden zu sein. Eine ärztliche Überprüfung sowie einen freiwilligen Atemalkoholtest lehnte der aus der Ukraine Stammende vehement ab. Es erfolgte seine Mitnahme in die Räumlichkeiten der Bundespolizei am Hauptbahnhof Magdeburg zum Zwecke der zweifelsfreien Personalienfeststellung. Gegen den 35-Jährigen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen der Vornahme einer Betriebsstörung eingeleitet. Aufgrund des Sachverhaltes und den notwendigen Maßnahmen erhielten 116 Züge eine Verspätung von insgesamt 6658 Minuten.
In diesem Zusammenhang weist die Bundespolizei erneut eindringlich darauf hin: Bahnanlagen sind kein freies Gelände! Menschen begeben sich mit ihrem Handeln unbewusst in Lebensgefahr. Die Züge nähern sich fast lautlos an, sie können nicht ausweichen und werden je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen. Außerdem geht von den vorbeifahrenden Zügen eine enorme Sogwirkung aus, die ebenfalls zu gravierenden, wenn nicht sogar tödlichen Unfällen führen kann.
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