Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
BPOL NRW: Bundespolizei beschlagnahmt Teleskopschlagstock - Mann zeigt sich uneinsichtig
Essen (ots)
Ein Bürgerhinweis führte am Donnerstagabend (29. Mai) zur Kontrolle eines 50-jährigen Deutschen am Essener Hauptbahnhof. Die Bundespolizei stellte einen Teleskopschlagstock sicher. Im weiteren Verlauf fiel der Mann durch aggressives und uneinsichtiges Verhalten auf. Gegen 21:35 Uhr erhielt die Bundespolizei am Hauptbahnhof Essen den Hinweis eines Bürgers auf einen Mann, der im Bereich des Haupteingangs nahe des Taxistandes mit einem Schlagstock hantieren soll. Die eingesetzten Beamten trafen den 50-Jährigen vor Ort an. Bei der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte ein Beinholster fest, in dem sich ein Teleskopschlagstock befand. Die Bundespolizisten beschlagnahmten den Schlagstock und führten den deutschen Staatsbürger dem Bundespolizeirevier Essen zu. Nach der Identitätsfeststellung und Durchsuchung belehrten die Beamten den Essener, der von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machte und sich nicht äußerte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erhielt der Aggressor einen Platzverweis und wurde aus dem Bundespolizeirevier entlassen. Bereits beim Verlassen der Dienststelle verunreinigte der Mann durch wiederholtes Spucken großflächig Bereiche des Reviers sowie des Hauptbahnhofs. Mehreren Aufforderungen, dieses Verhalten zu unterlassen, kam er nicht nach. Da gegen den Deutschen bereits einen Tag zuvor ein Hausverbot für den Hauptbahnhof Essen durch die Deutsche Bahn ausgesprochen worden war, setzten die Beamten den Beschuldigten erneut darüber und den geltenden Platzverweis in Kenntnis und begleiteten ihn gegen 22:00 Uhr aus dem Bahnhof. Gegen 23:10 Uhr meldete sich der Tatverdächtige telefonisch bei der Bundespolizei und behauptete, durch Polizeibeamte verletzt worden zu sein. Er kündigte an, Strafanzeige gegen die eingesetzten Beamten erstatten zu wollen. Die anschließend durchgeführte Auswertung der Videoaufzeichnungen ergab, dass der Mann, nachdem ihn die Beamten aus dem Bahnhof geführt hatten, kurze Zeit später erneut den Hauptbahnhof betrat und sich in der Nähe der Bundespolizeiwache auf den Boden legte. Die Bundespolizei leitete unter anderem Ermittlungen wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung, eines Verstoßes gegen das Waffengesetz und des Hausfriedensbruchs ein.
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