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26.10.2020 – 12:32

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Mutmaßlicher Messerstecher in Untersuchungshaft
Rosenheimer Bundespolizei vollstreckt mehrere Haftbefehle

Bundespolizeidirektion München: Mutmaßlicher Messerstecher in Untersuchungshaft / Rosenheimer Bundespolizei vollstreckt mehrere Haftbefehle
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RosenheimRosenheim (ots)

Die Bundespolizei hat am Wochenende (23./24. Oktober) gleich mehrere Haftbefehle vollstreckt. Drei Männer müssen sich auf einen längeren Gefängnisaufenthalt einstellen. Unter ihnen befand sich auch ein mutmaßlicher Messerstecher, der in einem Regionalzug bei Rosenheim verhaftet wurde.

Der Pakistaner soll 2016 in einer Duisburger Asylunterkunft im Verlauf einer körperlichen Auseinandersetzung mit einem Küchenmesser auf einen anderen Mann eingestochen haben. Danach hatte er sich wohl ins Ausland abgesetzt. Er wurde bereits seit drei Jahren vom Amtsgericht in Duisburg gesucht. Seine Flucht endete mit der Kontrolle bei Rosenheim. Auf richterliche Anordnung hin brachten die Bundespolizisten den 28-Jährigen in der Traunsteiner Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.

Im Gefängnis in Traunstein fand sich auch ein Italiener wieder, der bei Grenzkontrollen auf der A93 gestoppt wurde. Der 26-Jährige, der einen festen Wohnsitz in Baden-Württemberg hat, war 2018 vom Amtsgericht in Stuttgart wegen Computerbetrugs zu einer Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt worden. Diese Strafe hatte er bislang allerdings nicht verbüßt. Die Bundespolizei sorgte für seinen unverzüglichen Haftantritt.

Ein mit Haftbefehl gesuchter Nigerianer musste seine Reise ebenfalls in der Grenzkontrollstelle nahe Kiefersfelden beenden. Er hatte die Wahl, seine Justizschulden zu bezahlen oder ins Gefängnis zu gehen. 2018 war der 35-Jährige wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vom Amtsgericht Kerpen verurteilt worden. Seine Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro hatte er jedoch bisher nicht beglichen. Nachdem der nigerianische Staatsangehörige den geforderten Betrag auch dieses Mal nicht aufbringen konnte, lieferten ihn die Bundespolizisten ersatzweise für 120 Tage ins Gefängnis in Traunstein ein.

Rückfragen bitte an:

Yvonne Oppermann
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. Sie
geht zwischen Chiemsee und Zugspitze besonders gegen die
Schleusungskriminalität vor. Im etwa 200 Kilometer langen Abschnitt
des deutsch-österreichischen Grenzgebiets wirkt sie zudem der
ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt die
Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern und
in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden oder Bahnanlagen. Der bahn- und grenzpolizeiliche
Verantwortungsbereich der rund 450 Inspektionsangehörigen erstreckt
sich auf die Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen,
Garmisch-Partenkirchen sowie auf die Stadt und den Landkreis
Rosenheim. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte
Kontaktadresse, unter www.twitter.com/bpol_by oder
www.bundespolizei.de.

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