POL-HI: Vollsperrung der BAB 7 nach zwei Unfällen - Folgeunfall am Stauende löst Großeinsatz des Rettungsdienstes aus
Hildesheim (ots)
(all) Am Sonntagabend, dem 23.08.2026, kam es auf der Autobahn 7 in Fahrtrichtung Hannover in Höhe Bockenem zu zwei aufeinanderfolgenden Verkehrsunfällen. Die Autobahn musste für die Bergungs- und Rettungsarbeiten in Fahrtrichtung Hamburg mehrfach voll gesperrt werden. Es entstand erheblicher Sachschaden und es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen.
Gegen 19:59 Uhr ereignete sich der erste Unfall in Höhe Kilometer 203,5. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein 29-jähriger Mann aus Bispingen mit seinem Opel Zafira die BAB 7 auf dem Hauptfahrstreifen und schätzte die Geschwindigkeit eines vorausfahrenden Pkw falsch ein. Beim abrupten Ausweichen auf den ersten Überholfahrstreifen gefährdete er den Skoda Kodiaq eines 59-Jährigen aus Wedemark. Um eine Kollision mit der Mittelschutzplanke zu verhindern, lenkte dieser wieder nach rechts und stieß mit dem Opel Grandland einer 62-Jährigen aus Cuxhaven auf dem Hauptfahrstreifen zusammen. Durch die Kollision wurden der 59-jährige Skoda-Fahrer, sein Beifahrer sowie die 62-jährige Opel-Fahrerin leicht bis mittelschwer verletzt und durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser verbracht. Der 29-jährige Unfallverursacher blieb unverletzt. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Fahrbahn bis etwa 21:30 Uhr voll gesperrt werden. Die Gesamtschadenssumme beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 25.000EUR.
In der Folge entwickelte sich ein Rückstau. Gegen 21:47 Uhr kam es am Stauende in Höhe der Anschlussstelle Bockenem zu einem Folgeunfall. Eine 40-jährige Frau aus Hamburg stand mit einem Ford Tourneo (Kleinbus mit sieben Insassen) und eingeschaltetem Warnblinklicht auf dem zweiten Überholfahrstreifen. Auf dem benachbarten ersten Überholfahrstreifen hielt verkehrsbedingt ein 46-jähriger Mann aus Schlüchtern mit Gespann, bestehend aus einem Skoda Kamiq und einem Pkw-Anhänger. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand bemerkte ein 45-jähriger Mann aus Berlin das Stauende zu spät, als er mit seinem Kia Sorento auf dem zweiten Überholfahrstreifen heranfuhr. Er wich nach rechts auf den ersten Überholfahrstreifen aus und stieß dabei seitlich mit dem Ford Tourneo zusammen. Anschließend fuhr der Kia auf das Gespann des 46-Jährigen auf, welches zusammengeschoben und massiv beschädigt wurde. Alle Fahrzeuge sowie das Gespann kamen unfallbeschädigt auf der Fahrbahn zum Stehen und blockierten zwei der drei Fahrstreifen. Die Gesamtschadenssumme beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 50.000EUR.
Aufgrund der hohen Anzahl von insgesamt 11 betroffenen Insassen löste die Besatzung des ersteintreffenden Rettungswagens umgehend Alarm für einen Massenanfall von Verletzten aus. Es folgte ein Großeinsatz des Rettungsdienstes aus der gesamten Region. Insgesamt waren 65 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst vor Ort. Nach der Sichtung und Untersuchung aller Beteiligten durch die leitende Notärztin konnte glücklicherweise festgestellt werden, dass alle 11 Personen unverletzt geblieben waren. Für die Dauer der aufwendigen Bergungsarbeiten und der anschließenden Fahrbahnreinigung wurde der Verkehr an der Autobahnanschlussstelle Bockenem in Fahrtrichtung Norden bis etwa 01:50 Uhr zwangsabgeleitet.
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