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Polizei Dortmund

POL-DO: Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025: Gesamtkriminalität in Lünen sinkt

Dortmund (ots)

Lfd. Nr.: 0181

Zum 01.03.2026 verließ der bisherige Polizeipräsident Gregor Lange nach 12 Jahren das Polizeipräsidium Dortmund. Bereits am 23.02.2026 wurde er zum neuen Regierungspräsidenten in Köln ernannt.

Der Leitende Polizeidirektor Achim Stankowitz übernimmt nun in Vertretung bis auf Weiteres die Leitung der Behörde.

Gemeinsam mit dem Leiter der Direktion Kriminalität, Jörg Ziegler, hat am heutigen Tag (2. März) der stellvertretende Dortmunder Polizeipräsident Achim Stankowitz die polizeiliche Kriminalstatistik 2025 für Dortmund und Lünen vorgestellt.

Mit der Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Berichtsjahr 2025 wird die Kriminalitätsentwicklung im Stadtgebiet Lünen transparent dargestellt. Die PKS dient der systematischen Analyse von Kriminalitätsentwicklungen, Täterstrukturen, Opferkonstellationen sowie der Wirksamkeit bestehender Strategien zur Kriminalitätsbekämpfung und -vorbeugung. Gleichzeitig bekommen die Bürgerinnen und Bürger so die Möglichkeit sich eigenständig ein umfassendes Bild über die objektive Kriminalitäts-/ Sicherheitslage in ihrer Stadt und die Maßnahmen der Polizei zur Verbesserung der Kriminalitätslage und zur Steigerung des Sicherheitsgefühls der Menschen zu machen. Die PKS repräsentiert das gemeinschaftliche Engagement von Polizei, kommunalen Partnern, Justiz und Zivilgesellschaft zugunsten von Sicherheit, Vertrauen und Lebensqualität in Lünen.

In Lünen zeigen sich für das Jahr 2025 gegenüber 2024 signifikante Abwärtsentwicklungen in mehreren Deliktsbereichen. Die Gesamtkriminalität liegt 2025 um 6,7 Prozent niedriger als 2024, während die Aufklärungsquote über 47 Prozent beträgt. Besonders relevante Verbesserungen betreffen Delikte, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung unmittelbar beeinflussen: Die Straßenkriminalität verzeichnet einen Rückgang von mehr als neun Prozent; der Straßenraub verzeichnet die niedrigsten Fallzahlen der letzten zehn Jahre (sechs Fälle). Beim Wohnungseinbruchsdiebstahl zeigen sich nach Jahren steigender Zahlen erstmals wieder sinkende Werte; insgesamt wurden 2025 139 Straftaten in diesem Zusammenhang registriert (-11 gegenüber 2024). Die Aufklärungsquote im Jahr 2025 lag bei über 10 Prozent und damit mehr als 5 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Die Versuchsquote liegt hier bei 42 Prozent, was bedeutet, dass fast jeder zweite Wohnungseinbruch nicht vollendet wurde. Für weitergehende Informationen und Beratungen steht hier auch das Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz zur Verfügung. Trotz der positiven Zahlenentwicklung setzt die Polizei Dortmund auch im kommenden Jahr weiterhin auf sichtbare Präsenz, umfangreiche Präventionsmaßnahmen und gezielte Ermittlungsarbeit, um die Statistiken weiter positiv zu gestalten.

Die PKS darf daher nicht als isolierte Zahlenmenge verstanden werden, sondern muss immer in den Kontext zu den polizeilichen Maßnahmenkonzeptionen und Strategien gesetzt werden, die im Abgleich zu deren Auswirkungen auf das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger stehen. Gewaltkriminalität blieb ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit der Dortmunder Polizei auch in Lünen. Nach einem Anstieg 2024 konnte 2025 ein Rückgang der Fallzahlen um mehr als acht Prozent verzeichnet werden, was seit dem Höchststand der Straftaten im Jahr 2016 (282) einem Rückgang von rund 39 Prozent entspricht. Parallel dazu hat sich der Trend hin zu Konflikten mit gefährlichen Gegenständen, insbesondere Messern, fortgesetzt.

Bereits eingeführte Maßnahmen wie die konsequente Anwendung von Messertrageverboten zeigen erste positive Effekte. Eine konsequente Fahndungspraxis, intensive Kontrollmaßnahmen und die enge Zusammenarbeit zwischen operativen Einheiten haben dazu beigetragen, Gewaltstraftaten zu reduzieren.

Der gesellschaftliche Trend eines zunehmenden Respektverlustes, der sich insbesondere auch im Umgang der Menschen mit Rettungs- und Sicherheitskräften widerspiegelt und Gegenstand intensiver bundes- und landesweiter Diskussionen ist, ist auch in Lünen festzustellen. Die Widerstandsdelikte sind hier von 2024 (39) auf 2025 (49) um über 20 Prozent.

"Gefahren abzuwehren und Straftaten zu verfolgen sind unsere grundsätzlichen gesetzlichen Aufträge, das alles tun wir für die Sicherheit der Menschen für die wir verantwortlich sind. Die Tatsache, dass unsere Einsatzkräfte angegriffen, beleidigt oder bedroht werden, ist ein Zustand, der von uns unter keinen Umständen akzeptiert werden kann. Wir werden in jedem einzelnen Fall konsequent dagegen vorgehen und alles dafür tun, die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft zu ziehen", so Achim Stankowitz.

"Trotz aller positiver Entwicklungen die wir derzeit in vielen Bereichen feststellen, ist das für uns kein Grund uns darauf auszuruhen. Das Sicherheitsgefühl der Menschen ist für uns ein Schwerpunkt unserer täglichen Arbeit in Lünen, denn es ist ein wichtiger Gradmesser für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger" so der stellvertretende Polizeipräsident.

Nähere Informationen finden Sie hier: https://dortmund.polizei.nrw/polizeiliche-kriminalstatistik-pks-und-kriminalitaetsentwicklung

Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an:

Polizei Dortmund
Theresa Stritzke
Telefon: 0231/132-1026
E-Mail: poea.dortmund@polizei.nrw.de
https://dortmund.polizei.nrw/

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