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POL-ME: "Falsche Handwerker" erbeuten Schmuck - Ratingen - 1909146

POL-ME: "Falsche Handwerker" erbeuten Schmuck  - Ratingen - 1909146
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Mettmann (ots)

Am Dienstag, 24.09.2019, gegen 10:30 Uhr, verschafften sich zwei unbekannte Männer unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Zugang zum Haus einer 89-jährigen Geschädigten in Ratingen-Tiefenbroich.

In diesem Fall von Trickdiebstahl wurde die Geschädigte während der Gartenarbeit von einem Mann in Handwerkerkleidung angesprochen, der sie auf vermeintlich heruntergefallene Dachziegel an ihrem Haus aufmerksam machte. Weil der Unbekannte dann vortäuschte, dass er im Haus nach entstandenen Wasserschäden suchen wolle, ließ das spätere Opfer den Unbekannten in ihr Haus. Sofort erschien auch ein weiterer vermeintlicher "Helfer", um im Obergeschoss des Hauses nach Wasserschäden zu suchen, nachdem die Geschädigte plötzlich tatsächlich Wassertropfen im Treppenhaus wahrgenommen hatte. Vermutlich waren diese aber gerade erst durch den ersten Täter in trügerischer Absicht erzeugt worden.

Erst als die Frau telefonisch einen Angehörigen über den vermuteten Schaden am Dach in Kenntnis gesetzt hatte, verließen die zwei "falschen Handwerker" auffallend schnell das Haus. Erst im Anschluss daran stellte die Geschädigte fest, dass ein Schmuckkasten mit Schmuckstücken im Gesamtwert von über 10.000 Euro entwendet worden war.

Die Geschädigte beschreibt den Haupttäter folgendermaßen:

   - circa 35 Jahre alt und 170 cm groß
   - dunkelblonde kurze Haare und ein volles Gesicht
   - bekleidet mit Handwerkerkleidung, jedoch ohne Firmenlogos
   - sprach akzentfreies Deutsch

Der "Helfer" kann wie folgt beschrieben werden:

   - jünger als 35 Jahre und 170 cm groß
   - dunkelblonde kurze Haare und schmalere Figur als der Haupttäter
   - bekleidet mit Handwerkerkleidung
   - sprach akzentfreies Deutsch

Die nach Entdeckung der Tat alarmierte Polizei leitete unverzügliche Fahndungsmaßnahmen nach den zwei Tätern ein, die aber leider nicht zu einem schnellen Erfolg führten. Eine Strafverfahren und weitere Ermittlungen dazu wurden eingeleitet, Maßnahmen zur Spurensuche und -sicherung am Tatort durchgeführt Aus gegebenem Anlass warnt die Polizei kreisweit insbesondere ältere Mitbürger davor, unbekannte Personen unkontrolliert in die eigenen vier Wände einzulassen. Schauspielerisch begabte Diebe und Betrüger an der Haus- oder Wohnungstür verwenden im Grunde nur ganz wenige Tricks, zu denen sie sich aber immer neue Varianten einfallen lassen: Sie bitten um Hilfe oder eine Gefälligkeit, täuschen Amtspersonen- und Handwerkereigenschaft vor oder behaupten ganz einfach, Sie zu kennen. Dabei verfolgen diese Diebe und Betrüger immer nur ein Ziel: Sie sollen die Tür öffnen, damit die Täter in Ihre Wohnung gelangen. Lassen Sie es nicht so weit kommen! In Ihren vier Wänden sind Sie mit dem oder der Fremden allein - und Sie können dabei Ihre Augen nicht überall haben. Dies gilt besonders im Hinblick darauf, dass solche Täter oft auch nicht alleine in Ihre Wohnung kommen! Einige Täter lügen Ihnen vor, Ihre Wohnung in amtlicher Eigenschaft oder mit behördlicher Befugnis aufsuchen zu müssen. Dabei treten Trickbetrüger und -diebe zum Beispiel in folgenden Rollen auf: - Polizei- bzw. Kriminalbeamte oder Gerichtsvollzieher, - Mitarbeiter der Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerke, - Handwerker, Heizkostenableser oder sonstige Beauftragte der Hausverwaltung, - Mitarbeiter der Kirche, des Sozialamtes oder von anderen sozialen Stellen, - Berater der Krankenkasse oder der Rentenversicherung, - Postzusteller oder Monteure einer Telefongesellschaft. Die Polizei rät: - Vergewissern Sie sich vor dem Öffnen ihrer Wohnungstüre, wer zu Ihnen will: Schauen Sie durch den Türspion oder aus dem Fenster, benutzen Sie die Türsprechanlage. - Öffnen Sie Ihre Tür immer nur mit vorgelegter Türsperre (z. B. Kastenschloss mit Sperrbügel). - Lassen Sie niemals Fremde in Ihre Wohnung. - Verlangen Sie einen Ausweis! Klären Sie durch ein Telefonat mit der angeblich entsendenden Dienststelle oder mit dem vermeintlichen Auftraggeber die Richtigkeit des Besuches.

Rückfragen von Medienvertretern/Journalisten bitte an:

Kreispolizeibehörde Mettmann
- Polizeipressestelle -
Adalbert-Bach-Platz 1
40822 Mettmann

Telefon: 02104 / 982-1010
Telefax: 02104 / 982-1028

E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de

Homepage: https://mettmann.polizei.nrw/
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