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Feuerwehr München

FW-M: Wochenendrückblick der Feuerwehr München für den 29. bis 31. Mai 2026

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München (ots)

Samstag, 30. Mai 2026; 14.38 Uhr - Pkw kollidiert mit Tram - fünf Verletzte und erhebliche Verkehrsbehinderungen Dachauer Straße Ecke Landshuter Allee (Ebenau)

Bei einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einer Straßenbahn sind am Samstagnachmittag fünf Personen verletzt worden. Der Unfall verursachte erhebliche Verkehrsbehinderungen im Westen Münchens.

Als die Einsatzkräfte an der Dachauer Straße eintrafen, fanden sie dort einen mit einer Tram kollidierten Pkw vor. Die Straßenbahn war infolgedessen entgleist.

Der 19-jährige Fahrer des Autos erlitt eine Kopfplatzwunde. Seine Mitfahrer, einmal 19 Jahre und zweimal 21 Jahre alt, zogen sich leichte Verletzungen zu. Auch eine 72-Jährige, die sich zusammen mit etwa 50 weiteren Fahrgästen in der Straßenbahn befunden hatte, wurde leicht verletzt. Der Fahrer der Tram musste nach dem Unfall vom Kriseninterventionsteam (KIT) betreut werden. Vier der verletzten Personen brachte der Rettungsdienst schließlich zur weiteren Behandlung in Münchner Kliniken.

Nach Abschluss der rettungsdienstlichen Maßnahmen wurde der beschädigte Pkw von einem Abschleppunternehmen entfernt. Die Tram konnte von Mitarbeitenden der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mit Unterstützung der Feuerwehr zurückgesetzt und anschließend wieder auf die Gleise gebracht werden.

Während der Einsatzmaßnahmen kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Neben einer bereits bestehenden Baustelle an der Landshuter Allee führten die zeitweise Sperrung von Fahrspuren auf der Dachauer Straße sowie die Unterbrechung des Tramverkehrs in beiden Richtungen zu Einschränkungen im Straßen- und Nahverkehr. Zusätzlich erhöhte eine gleichzeitig stattfindende Veranstaltung im SAP Garden das Verkehrsaufkommen. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens kann die Feuerwehr keine Angaben machen.

Samstag, 30. Mai 2026, 21.29 Uhr - Vegetationsbrand nahe Bahnstrecke - Drohnenteam unterstützt bei Lokalisierung Thomas-Hauser-Straße (Berg am Laim)

Am späten Samstagabend wurde der Feuerwehr München ein Vegetationsbrand im Bereich einer Bahnstrecke gemeldet. Die zuerst eintreffenden Einsatzkräfte konnten zwar eine Rauchentwicklung wahrnehmen, die genaue Brandstelle jedoch zunächst nicht lokalisieren. Der Mitteiler befand sich beim Eintreffen der Feuerwehr nicht mehr vor Ort und konnte die Einsatzkräfte daher nicht einweisen.

Nachdem die Suche am Boden erfolglos geblieben war, entschied der Einsatzleiter, das Drohnenteam der Feuerwehr München nachzufordern. Mithilfe der Wärmebildkamera der Drohne konnte die betroffene Fläche schließlich aus der Luft erkannt und die Einsatzkräfte gezielt zur Brandstelle geführt werden.

Vor Ort bekämpften die Feuerwehr dann die Glutnester mit einem Löschrohr sowie mit Feuerpatschen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Vegetationsbrand bereits auf eine Fläche von rund 120 Quadratmetern erstreckt. Durch den gezielten Einsatz der Drohne und die damit verbundene schnelle Lokalisierung des Brandherdes konnte eine weitere Ausbreitung des Feuers aber verhindert werden.

Personen kamen nicht zu Schaden. Die Ursache des Feuers ist nicht bekannt.

Samstag, 30. Mai 2026; Mehrere Gasausströmungen im Stadtgebiet Stadtgebiet

Ebenfalls am vergangenen Samstag kam es im Münchner Stadtgebiet innerhalb weniger Stunden zu mehreren Einsätzen aufgrund ausströmender Gase. Bereits in den frühen Morgenstunden wurde die Feuerwehr München zu einem Markt einer Discounterkette alarmiert. Grund war eine Undichtigkeit an einer Kühlanlage, aus der Gas austrat. Da zunächst unklar war, welches Kältemittel verwendet wurde, zog der Umweltdienst ein Erkundungsfahrzeug mit speziellen Messgeräten hinzu. Der Supermarkt sowie eine angrenzende Bäckerei wurden vorsorglich noch vor den Öffnungszeiten gesperrt. Zusätzlich kontrollierten Einsatzkräfte unter Atemschutz die angrenzende Tiefgarage. Mithilfe von Messgeräten und technischen Unterlagen konnte schließlich Kohlenstoffdioxid (CO₂) als austretendes Gas identifiziert werden. Durch den Einsatz eines Hochleistungslüfters wurde das Gas aus dem Kellerbereich entfernt. Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Marktes wurde anschließend die weitere Vorgehensweise abgestimmt und die Kühlanlage außer Betrieb genommen. Dadurch konnte das Geschäft zeitnah wieder geöffnet werden, während gleichzeitig Maßnahmen zum Erhalt der gelagerten Lebensmittel bis zur Reparatur der Anlage getroffen wurden.

Im weiteren Tagesverlauf wurde die Feuerwehr München zu einem Wohnhaus im Westend gerufen. Bei Wartungsarbeiten war im Erdgeschoss eine Erdgasleitung angebohrt worden. Das austretende Gas war deutlich hör- und riechbar.Die Einsatzkräfte räumten die betroffene Wohnung, dichteten die beschädigte Leitung provisorisch ab und sperrten die Gasversorgung des Gebäudes. Aufgrund der gemessenen Gaskonzentrationen wurden umfangreiche Lüftungsmaßnahmen durchgeführt und das gesamte Haus kontrolliert. Die ebenfalls verständigten Stadtwerke übernahmen anschließend die Reparatur der Leitung und die weiteren Arbeiten an der Gasanlage.

In der Nacht auf Sonntag löste dann die Gefahrstoffmeldeanlage eines bereits geschlossenen Lokals in der Altstadt aus. Die alarmierten Einsatzkräfte kontrollierten den Bereich mit Messgeräten und sperrten die Zugänge ab. Als Ursache konnte hier eine undichte 50-Liter-Kohlenstoffdioxidflasche einer Zapfanlage festgestellt werden. Da sich das Ventil nicht mehr vollständig schließen ließ, brachten die Einsatzkräfte die Flasche ins Freie und entleerten sie kontrolliert. Das im Kellerbereich angesammelte Kohlenstoffdioxid wurde durch natürliche Belüftung reduziert. Anschließend konnte die Einsatzstelle an die verantwortlichen Personen übergeben werden.

Hinweise zu Kohlenstoffdioxid und Erdgas

Kohlenstoffdioxid (CO₂) ist ein farb- und geruchloses Gas, das natürlicherweise in der Atmosphäre vorkommt. In geschlossenen Räumen kann es sich bei höheren Konzentrationen insbesondere in Bodennähe ansammeln und den Sauerstoff verdrängen. Dies kann zu Schwindel, Bewusstlosigkeit und Erstickungsgefahr führen.

Erdgas besteht überwiegend aus Methan und wird als Energieträger in Haushalten und Industrie eingesetzt. Bei unkontrollierter Freisetzung können sich mit Luft explosionsfähige Gemische bilden.

Bei Verdacht auf erhöhte Kohlenstoffdioxid-Konzentrationen oder austretendes Erdgas sollten Betroffene umgehend den Gefahrenbereich verlassen, andere Personen warnen und die Feuerwehr über den Notruf 112 verständigen.

(ret)

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