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Hauptzollamt Krefeld

HZA-KR: Baugewerbe unter der Lupe: Hauptzollamt Krefeld geht gegen Verstöße vor

HZA-KR: Baugewerbe unter der Lupe: Hauptzollamt Krefeld geht gegen Verstöße vor
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Krefeld, Mönchengladbach, Willich (ots)

Im Rahmen einer bundesweiten Schwerpunktprüfung im Bauhaupt- und Baunebengewerbe überprüfte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls am 10. März 2026 mehrere Baustellen im Zuständigkeitsbereich des Hauptzollamtes Krefeld.

Rund 80 Einsatzkräfte des Zolls kontrollierten insgesamt 33 Firmen. Der Schwerpunkt der Maßnahmen lag auf einer Baustelle im Gewerbegebiet Willich-Münchheide sowie auf der Baustelle eines Wohngebäudekomplexes in Mönchengladbach-Odenkirchen. Dabei wurden 140 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt sowie deren Personalien erfasst. Zudem wurden vor Ort vorhandene Geschäftsunterlagen geprüft.

Bei den Kontrollen ergaben sich mehrere Auffälligkeiten, die nun weiter geprüft werden. Im Einzelnen handelt es sich um:

Baustelle Mönchengladbach-Odenkirchen:

2 Verdachtsfälle auf Verstöße gegen das Mindestlohngesetz

4 Verdachtsfälle wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt

1 Verdachtsfall wegen möglicher Scheinselbstständigkeit

2 Verdachtsfälle wegen Verstößen gegen die Sofortmeldepflicht

Baustelle Willich-Münchheide:

6 Verdachtsfälle auf Verstöße gegen das Mindestlohngesetz

19 Verdachtsfälle wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt

1 Verdachtsfall wegen möglicher Scheinselbstständigkeit

1 Verdachtsfall wegen Leistungsmissbrauchs (unrechtmäßige Inanspruchnahme von Sozialleistungen)

10 Verdachtsfälle wegen Verstößen gegen die Sofortmeldepflicht

Zudem wurde auf der Baustelle in Willich-Münchheide eine 54-jährige Person aus Belarus wegen des Verdachts des illegalen Aufenthalts ohne erforderlichen Aufenthaltstitel vorläufig in Gewahrsam genommen. Die weiteren ausländerrechtlichen Maßnahmen wurden eingeleitet.

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls geführt. Ob sich die Verdachtsmomente bestätigen, wird nun durch die Auswertung der erhobenen Unterlagen und weitere Prüfungen festgestellt.

Zusatzinformation

Der Zoll legt bei seiner Aufgabenwahrnehmung nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz (SchwarzArbG) aufgrund der volkswirtschaftlichen Bedeutung einen besonderen Fokus auf das Baugewerbe. Die FKS hat im Jahr 2025 im Bauhaupt- und Baunebengewerbe inklusive der Branchen des Dachdecker-, Elektro-, Gerüstbauer-, Maler- und Lackiererhandwerks sowie des Steinmetz- und Steinbildhauergewerbes bundesweit über 10.000 Strafverfahren und knapp 7.900 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Rund 60 Prozent der im Jahr 2025 durch die FKS festgestellten Schadenssumme sind auf die Baubranche zurückzuführen (alle Jahresergebnisse der FKS: https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Arbeit/Bekaempfung-der-Schwarzarbeit-und-illegalen-Beschaeftigung/Statistikveroeffentlichung/statistikveroeffentlichung_node.html#vt-sprg-4)

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Krefeld
Stefan Thoeren
Telefon: 02151/850-10600
E-Mail: presse.hza-krefeld@zoll.bund.de
www.zoll.de

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