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06.06.2019 – 14:25

Polizei Bochum

POL-BO: 110 Jahre Polizeipräsidium Bochum: Eine Reise durch die Geschichte - Teil 4 von 5

POL-BO: 110 Jahre Polizeipräsidium Bochum: Eine Reise durch die Geschichte - Teil 4 von 5
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Bochum, Herne, Witten (ots)

110 Jahre wird das Polizeipräsidium Bochum in diesem Jahr - Zeit, zurückzublicken und die Jahre und Ereignisse Revue passieren zu lassen. In 110 Jahren ist viel passiert in unserem Revier - über viele Dekaden hinweg hat sich einiges verändert.

Wir wollen mit Ihnen durch die Zeit reisen - in einer Serie mit fünf Teilen. Wir veröffentlichen Einblicke in die Geschichte unseres Präsidiums in loser Reihenfolge. Teil 1, 2 und 3 handelten von der Gründungszeit über die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Wirtschaftswunder (Nachlesen unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11530/4282534, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11530/4285027, https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/11530/4289705 ).

In Teil 4 geht es um die 1970er Jahre: Bei der Polizei halten Computer Einzug - und auch Frauen sind von nun an im Streifenwagen zu sehen.

1970er Jahre: Computer und zu große Schuhe

In den 1970er Jahren hielt die Rote Armeefraktion die Republik in Atem. Auf der Jagd nach den Terroristen kamen auch zahlreiche Kräfte aus Bochum, Herne und Witten zum Einsatz. Mit Maschinenpistolen und Schutzwesten bewaffnet kontrollierten sie den Fahrzeugverkehr und sicherten so viele öffentliche Veranstaltung.

Trotz der angespannten Lage ging der Tagesdienst natürlich weiter. Seit einiger Zeit gab das Polizeipräsidium Bochum einen Jahresbericht heraus, der Bürgern und Journalisten einen Überblick über die Polizeistatistik geben sollte. Bis heute hat sich an diesem Vorgehen nicht viel geändert. 1974 schrieb Polizeipräsident Wilfried Graf von Hardenberg im Vorwort des Berichts: "Inzwischen haben wir uns auf eine bestimmte Form eingependelt; sie macht zwar den Bericht nicht gerade zu einem literarischen Genuss, ermöglicht aber stattdessen die Wiedergabe einer Fülle von Einzelinformationen." Die Bilanz 1974 hätte man sich allerdings "etwas erfreulicher gewünscht" - ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum: Das Präsidium zählte 72 Verkehrstote, außerdem einen Anstieg der Gesamtkriminalität um fast 15 Prozent. Immerhin: Mord, Totschlag, Raub und Co. machten damals nur 2,3 Prozent an der Gesamtkriminalität aus. Der Präsident befand daher, "dass man also nicht von einer besorgniserregenden Kriminalitätswelle sprechen kann - und das auch nicht tun sollte, selbst, wenn es mal, aus welchen Gründen auch immer, gerade so schön passt."

Um neues Personal zu generieren und mehr Interessierte für den Polizeiberuf zu gewinnen, wurden ab den 1970er Jahren auch vermehrt eigene Einstellungsberater im Land eingesetzt. Sie beraten über die vielfältigen Möglichkeiten und helfen bei Fragen zum Polizeiberuf weiter. Auch heute berät unser Einstellungsberater Thomas Kaster junge Menschen auf dem Weg in den Beruf und hilft auch bei Problemen der Bewerbung weiter.

Eine entscheidende Veränderung erfolgte 1982: Erstmals wurden auch Frauen für den uniformierten Polizeivollzugsdienst zugelassen. Zwar ermittelten weibliche Kollegen bereits Jahre vorher bei der Kriminalpolizei, aber im Streifendienst war es nun ein ganz neues Bild. 74 der insgesamt 1.660 Nachwuchspolizisten waren in diesem Jahrgang weiblich. Nach einigen Startschwierigkeiten - die Uniformen passten zunächst nicht und es gab keine Schuhe, die kleiner waren als Größe 42 - etablierten sich Frauen bei der Polizei - heute sind sie fester Bestandteil der Ordnungshüter und nicht mehr wegzudenken.

Auch technisch machte die Polizei erneut einen Quantensprung: In den 1990er Jahren wurden die Dienststellen in Bochum, Herne und Witten sukzessive mit Computern ausgestattet. So manch ein Kollege misstraute der neuen Technik und wollte sich nicht recht von seiner Schreibmaschine trennen. Auch auf der Pressestelle in Bochum wurde die Olympia gegen die Computertastatur getauscht. Ob Schreibmaschine oder Tablet - Pressestellen-Urgestein Volker Schütte hat schon alles mitgemacht. Er schreibt Pressemeldung um Pressemeldung - egal auf welchen Tasten.

Kommende Woche endet unsere Serie mit Teil 5. Dieser wird voraussichtlich am Dienstag, 11. Juni veröffentlicht. Dann kommen wir langsam in der heutigen Zeit an. Auf dem Weg dahin kam das Internet dazu - aber auch Toto und Harry dürfen in der Bochumer Geschichte nicht fehlen.

------------------------ 110 Jahre Polizeipräsidium Bochum - Feiern Sie mit uns! Am 15. Juni 2019 öffnet die Polizei zum TAG DER OFFENEN TÜR seine Pforten am Gelände der Bereitschaftspolizei Bochum (Adresse: Krümmede 2, 44791 Bochum). Erleben Sie Ihre Polizei mit all ihren Einsatzgebieten und feiern Sie mit uns diesen besonderen Geburtstag.

Rückfragen bitte an:

Polizei Bochum
Pressestelle
Jens Artschwager
Telefon: 0234 909-1027
E-Mail: pressestelle.bochum@polizei.nrw.de
https://www.polizei.nrw.de/bochum/

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15. Juni 2019 - Tag der offenen Tür
Feiern Sie mit uns 110 Jahre Polizeipräsidium Bochum
Infos: bochum.polizei.nrw

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