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02.07.2019 – 11:30

Landeskriminalamt Baden-Württemberg

LKA-BW: LKA-Ermittlungsgruppe "Trust": Erneute Festnahmen im Zusammenhang mit mutmaßlich falschen Polizisten

2 Dokumente

Stuttgart (ots)

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Stuttgart und des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (LKA):

Ermittlern des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und des Polizeipräsidiums Stuttgart gelang es, im Zuge intensiver gemeinsamer Ermittlungen am 28. Juni 2019 mit Unterstützung einer Spezialeinheit des Polizeipräsidiums Einsatz zwei mutmaßliche Bandenmitglieder in Stuttgart festzunehmen. Eines der mutmaßlichen Bandenmitglieder, eine 38-jährige litauische Staatsangehörige, soll als Abholerin für mindestens eine Betrugsstraftat zum Nachteil älterer Menschen aufgetreten sein. Sie soll von dem ebenfalls festgenommenen Auftraggeber, einem 39 Jahre alten türkischen Staatsangehörigen, beauftragt worden sein, für die Gruppierung die Beute bei einem Opfer abzuholen. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen in Stuttgart und im Landkreis Calw stellten die Ermittler mehrere Mobiltelefone, verbotene Gegenstände im Sinne des Waffengesetzes, geringe Mengen Betäubungsmittel und noch auszuwertende Unterlagen sicher. Nach den Vorführungen beim zuständigen Haftrichter wurden beide Festgenommenen in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Die Festnahmen erfolgten im Zuge eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen gewerbs- und bandenmäßig begangenen Betrugs. Diese hat die speziell eingerichtete Ermittlungsgruppe (EG) "Trust" beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit den Ermittlungen beauftragt. Die umfangreichen Ermittlungen richten sich gegen eine international operierende Tätergruppe, welche im Phänomenbereich Callcenterbetrug - falscher Polizeibeamter -bundesweit ältere Menschen kontaktiert und diesen vorgaukelt, dass sie Wertgegenstände wie Bargeld oder Schmuck an einen vermeintlichen Polizeibeamten übergeben sollen.

Um sich vor falschen Polizeibeamten zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:

   - Die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an 
   - Die Polizei verlangt niemals am Telefon, dass Sie Geld und 
     Wertsachen herausgeben 
   - Bei Anrufen den Hörer sofort auflegen, wenn Sie 
   -- das Telefonat und die Angelegenheit geheim halten sollen 
   -- schnelle Entscheidungen treffen sollen 
   -- Kontakt mit Fremden aufnehmen sollen 
   -- persönliche Daten, Bargeld, Schmuck oder Wertgegenstände 
      herausgeben sollen 
   - Wählen Sie die 110 und teilen Sie den verdächtigen Anruf mit. 

Benutzen Sie NICHT die Rückruffunktion, da Sie sonst wieder bei dem Anrufer und Täter landen könnten

   - Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben Sie keine 
     Auskünfte zu Ihren persönlichen und finanziellen Verhältnissen 
   - Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie 
     vertrauen 

Siehe auch www.polizei-beratung.de Betrug durch falsche Polizisten und Faltblatt "Vorsicht, Abzocke!"

Rückfragen bitte an:
Staatsanwaltschaft Stuttgart
Pressestelle
Herr Römhild
Tel. 0711 921 4400

Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Pressestelle
Herr Heffner
Tel. 0711 5401 3212
E-Mail: pressestelle-lka@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

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