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28.11.2006 – 11:01

CSU-Landesgruppe

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Mayer: Herr Kolat erweist den in Deutschland lebenden Türken einen Bärendienst

    Berlin (ots)

Zum Schreiben des Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, an den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan erklärt der innen- und rechtspolitische Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer:

    Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, hat sich in einem von der türkischen Zeitung Hürryiet am 18.11.2006 veröffentlichten Schreiben an Ministerpräsident Erdogan dagegen ausgesprochen, die nach Deutschland nachziehenden türkischen Ehegatten zum Erwerb von Grundkenntnissen der deutschen Sprache bereits in der Türkei zu verpflichten.

    Herr Kolat erweist mit dieser Haltung der Integration der in Deutschland lebenden Türken einen Bärendienst. Der Spracherwerb vor Zuzug wäre ein erheblicher Fortschritt. Er bietet den nachziehenden Ehegatten die dringend notwendige Möglichkeit, sich besser auf ihr Leben in einer für sie neuen Gesellschaft vorzubereiten. Ist der nachziehende Ehegatte erst einmal in Deutschland, bewegt er sich oft vornehmlich in einer Parallelgesellschaft und ist dann für öffentliche Integrationsangebote nur noch schwer erreichbar. Die erheblichen Integrationsschwierigkeiten mancher nachziehender Ehepartner aus der Türkei sind unübersehbar. Daraus erwachsen für sie und ihre Kinder häufig dramatisch schlechtere berufliche und wirtschaftliche Chancen in Deutschland.

    Es müsste eigentlich der Türkischen Gemeinde in Deutschland ein Anliegen sein, die Integration türkischer Zuwanderer zu verbessern. Hierfür genügen die bislang den Zuwanderern abverlangten Eigenbeiträge, insbesondere hinsichtlich des Spracherwerbs, ganz offensichtlich nicht. Darauf hat der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Hans-Peter Uhl, völlig zu Recht hingewiesen. Es ist bedauerlich und kontraproduktiv, dass Herr Kolat vor diesem Zusammenhang offenbar die Augen verschließt.

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