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Private-Equity-Branche rechnet mit Marktbelebung

Frankfurt am Main (ots) - Private Equity Trend Report 2014: Branche will 2014 wieder mehr investieren / Kreditanteil bei Neuengagements weiter rückläufig / Deutsche Industrie bleibt im Fokus

Die Private-Equity-Branche ist im Aufwind: Für 2014 rechnet eine deutliche Mehrheit der Fondsgesellschaften (60 Prozent) mit einer Marktbelebung. Knapp sieben von zehn Befragten (68 Prozent) planen im laufenden Jahr höhere Neuinvestitionen. Zu diesen Ergebnissen kommt der Private Equity Trend Report, für den PwC europaweit 232 Private-Equity-Gesellschaften befragt hat.

"Die Branche blickt mit viel Zuversicht in die Zukunft und hat dazu allen Grund: Die Märkte sind stabil und von moderatem Wachstum geprägt. Die Finanzierungsbedingungen haben sich deutlich verbessert. Ein Anknüpfen an die Boom-Zeit vor der Krise halte ich jedoch aktuell für unwahrscheinlich", so die Einschätzung von Steve Roberts, der das Private-Equity-Geschäft bei PwC in Deutschland leitet. Solide Basis für den verbreiteten Optimismus ist ein erfolgreiches Jahr 2013: Drei Viertel der befragten Fonds zeigten sich in der Umfrage zufrieden mit der Entwicklung ihrer Portfolio-Gesellschaften im vergangenen Jahr. Fast vier von zehn Fondsgesellschaften (37 Prozent) konnten ihr Neugeschäft verstärken und wieder vermehrt investieren. Dieser positive Trend wird sich nach Einschätzung von Steve Roberts im laufenden Jahr weiter verstärken.

Fondsgesellschaften kommen wieder leichter an Geld

Ein weiterer Grund für die optimistische Stimmung der Branche: Die Mehrheit der Private-Equity-Gesellschaften (57 Prozent) rechnet für das laufende Jahr mit verbesserten oder zumindest gleichbleibend guten Finanzierungsbedingungen für neue Investitionen. "Das Geld für neue Beteiligungen ist da. Fraglich ist vielmehr, ob es in den kommenden Jahren genügend attraktive Kaufmöglichkeiten geben wird, um das verfügbare Kapital sinnvoll einzusetzen. Die Anzahl der Transaktionen mit einem Volumen über 50 Millionen Euro wird sich aus meiner Sicht auf dem Niveau der Vorjahre bewegen", prognostiziert Roberts.

Fremdkapitalanteil geht weiter zurück

Spuren hat die Krise im Geschäftsmodell der Investmentfonds hinterlassen: Knapp 60 Prozent der Fonds gaben an, dass sich ihr Investmentstrategie seitdem verändert hat. Insbesondere bei der Finanzierung von Deals gehen die Fondsgesellschaften heute konservativer vor: Bei Neuengagements im Jahr 2013 lag der Kreditanteil ("Debt to Equity Ratio") mehrheitlich bei ca. 40 Prozent. "Der Anteil der Kreditfinanzierung ist seit der Krise stetig zurückgegangen und hat sich auf ein gesundes Maß von ca. 40 Prozent eingependelt", beobachtet Steve Roberts.

Deutsche Industrie bleibt attraktiv für ausländische Investoren

Das bevorzugte Beteiligungsziel der Branche ist wie in den Vorjahren die Industrielle Produktion (38 Prozent) gefolgt vom Technologiesektor (32 Prozent). In der Befragung zeichnete sich aber auch ein gestiegenes Interesse an Zielunternehmen aus dem Dienstleistungssektor und der Konsumgüterindustrie ab. Je 29 Prozent der Befragten gaben an, dass sie Beteiligungen in einer dieser beiden Branchen planen.

Deutschland wird von knapp jeder zweiten Fondsgesellschaft (48 Prozent) als attraktiver Standort für Investitionen eingestuft. Allerdings blicken Finanzinvestoren auch verstärkt auf andere Märkte wie Großbritannien oder Schweden, um das ihnen zur Verfügung stehende Kapital zu nutzen. "Insbesondere der deutsche Mittelstand mit seinen innovativen und technisch versierten Produkten wird aber auch künftig im Visier der Investmentbranche bleiben ", so das Fazit von Roberts.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.pwc.de/pe-trend-report-2014

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