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08.12.2006 – 12:05

Egmont Ehapa Media GmbH

55 Jahre: Gundel Gaukeley
Eine Hexe mit Stil und Ambitionen

Berlin (ots)

Was für eine Hexe! Der arme Onkel Dagobert. Hat er
nicht schon genug Sorgen um den Erhalt seiner Fantastilliarden? Ist 
sein ewiger Kampf gegen die Panzerknackerbande oder die Rivalen Mac 
Moneysac und Klaas Klever nicht zermürbend genug? Sein Erfinder Carl 
Barks war offenbar der Ansicht, dass noch etwas Salz in der Suppe 
fehlte und verhalf im Dezember 1951 einer neuen Figur zu ihrem ersten
Auftritt in Entenhausen: Magica de Spell, der Dr. Erika Fuchs den 
Namen Gundel Gaukeley gab.
In der Geschichte "Der Midas-Effekt" (The Midas Touch, Barks 
Library Spezial Onkel Dagobert Bd. 22) erscheint zum ersten Mal die 
Hexe Gundel Gaukeley im Bankhaus Duck und sie ist so ganz anders, als
man sich bis dato Hexen landläufig vorgestellt hat. Von wegen 
hässlich, bucklig und voller Warzen, Gundel Gaukeley tritt im 
eleganten "kleinen Schwarzen" samt Henkeltäschchen auf, ist prächtig 
geschminkt und hat den verführerischsten Augenaufschlag seit Daisy 
Duck. Ihr Vorbild fand Carl Barks offenbar in Morticia A. Addams, aus
der amerikanischen Cartoon-Serie "The Addams Family", doch soll auch 
ein wenig Bewunderung für Sophia Loren mitgespielt haben. Letzteres 
ist schon deshalb glaubhaft, weil Gundel Gaukeley in Italien lebt, wo
sie an den Hängen des Vesuvs eine Zauberboutique für Liebestränke, 
Tarnkappen, Böse Blicke und Leih-Vampire betreibt.
Vom ersten Tag an trachtet sie - wenn auch bis heute erfolglos - 
nach dem berühmten ersten Zehner von Dagobert Duck, dem lucky dime. 
Denn dieser fehlt noch in ihrer Sammlung von Münzen der reichsten 
Männer der Welt. Hätte sie alle beisammen, so könnte sie sie im 
glühenden Krater des Vesuvs für ein Medaillon einschmelzen, das sie 
reich wie Midas macht.
Als Gundel bei Dagobert Duck ihre erste Aufwartung macht und als 
Beruf Hexe angibt, ist dieser noch keineswegs besorgt: "Wer sich für 
eine Hexe hält, ist von sehr, sehr schlichter Gemütsart, also 
harmlos". Wie sehr er sich täuscht, erfährt er auf der wilden 
Verfolgungsjagd an den Vesuv, wo er samt Donald und den drei Neffen 
Bekanntschaft mit Blitzbuff-Bomben, Schlafpulver und Gundel Gaukeleys
Verwandlungskünsten macht. Doch ihre Hexenkünste sind nicht nur 
metaphysischer Natur, sie peppt sie gerne mit modernster Technik auf,
wobei sie durchaus an leeren Batterien scheitern können. Verpuffen 
auch die Zaubersprüche aus ihrer Hexenbücher-Bibliothek, dann greift 
sie zu den Waffen der Frau und beflirtet ihre Gegner hemmungslos. Hin
und wieder tut sie sich mit der Panzerknackerbande zusammen, aber ihr
wichtigster Helfer ist ihr sprechender Rabe, der in Anlehnung an ein 
Gedicht von Edgar Allan Poe den Namen Nimmermehr (Nevermore) erhalten
hat.
Fast alle großen Disney-Zeichner haben sich im Laufe der Jahre der
schönen Gundel angenommen und vor allem in Italien wurde sie als 
Amelia ein großer Star. Sie trat in Zeichentrickfilmen und in den 
Ducktales auf und seit 1951 sind weit über 1400 Comics und 
Titelbilder entstanden, in und auf denen Gundel Gaukeley zu finden 
ist.
In Holland entstand die Geschichte "Der Geist des Grauens", die im
Micky Maus Magazin Nr. 51/06 vom 12. Dezember nachzulesen ist. Mehr 
über Gundel erfährt man im Entenhausen-Lexikon auf 
www.disney.de/micky-maus-magazin
Die Ehapa Comic Collection hat Band 3 der Buchserie "Heimliche 
Helden" Gundel Gaukeley gewidmet, mit einem ausführlichen Portrait 
von Wolfgang J. Fuchs. (www.ehapa-comic-collection.de)
Illustrationen zum Download finden Sie auf www.ehapa.de

Pressekontakt:

Marion Egenberger
Leitung Public Relations
Egmont Ehapa Verlag
10179 Berlin
++49 (0)30 24008-535

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