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Antrittsbesuch am Campus Landau: Wissenschaftsminister Clemens Hoch überbringt persönlich Förderbescheid

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Landau, 11. August 2021

Antrittsbesuch am Campus Landau: Wissenschaftsminister Clemens Hoch überbringt persönlich Förderbescheid

Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch hat heute die Universität in Landau besucht. In Gesprächen mit der Campusleitung sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Professoren- und Studierendenschaft informierte sich der Minister über den aktuellen Stand der Neustrukturierung, die damit einhergehenden Herausforderungen und die Perspektiven des Campus Landau unter dem Dach der neuen Technischen Universität in Rheinland-Pfalz. Mit im Gepäck hatte Minister Hoch einen Förderbescheid: Die Landesregierung fördert die Stärkung der digitalen Kompetenzen und Fähigkeiten in der Lehrerbildung am Campus Landau mit über einer Million Euro.

Mit dem Projekt „SPEED UP – Strengthening processes of enhanced educational digitalization – Universität in der Pandemie” wird der Campus Landau im Rahmen des Programms zur Stärkung der Digitalisierung an den Hochschulen durch das Corona-Sondervermögen der rheinland-pfälzischen Landesregierung gefördert. Das Land stellt hierfür Mittel in Höhe von 1.270.000 Euro zur Verfügung. Das Projekt wird maßgeblich dazu beitragen, den aufgrund der Pandemie sprunghaft gestiegenen Anforderungen an die digitale Zugänglichkeit und Servicequalität von Leistungen der Hochschule besser gerecht zu werden. SPEED UP verknüpft Einzelinitiativen zur Digitalisierung der universitären Lehre und unterstützt diese mit infrastrukturellen und evaluativen Maßnahmen. Fächerübergreifend und in allen Fächern des Lehramts entstehen forschungsbasierte Lernlabore, Lernwerkstätten und automatisierte Feedbackformate für Hausarbeiten. „Mit SPEED-UP intensiviert der Campus Landau als größter Lehrkräfte bildender Standort in Rheinland-Pfalz seine Forschung für Innovation in der Lehrkräftebildung. Zusammen mit anderen kürzlich eingeworbenen Großprojekten der Umweltwissenschaften und Psychologie haben wir starke Motoren, um gemeinsam und fächerübergreifend die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen", unterstreicht Professor Dr. Norbert Wenning, Campusbeauftragter für Struktur und Organisation.

Auf seinem Rundgang durch die „Universität in der Stadt“ konnte Minister Hoch persönlich erleben, wie stark die Universität mit ihrer internationalen Forschung in Stadt und Region präsent ist. Die in Landau aktiv gelebte Interdisziplinarität in der Forschung sowie Wissenschaft am Puls der Zeit lernte Hoch beispielhaft an aktuellen Projekten mit Corona-Bezug kennen: Von den Herausforderungen des Homeschooling, über die Frage, welche Faktoren eine Long Covid begünstigen oder unterbinden bis hin zu psychologischen Faktoren, die das Verhalten von Menschen in der Pandemie vorhersagen.

In den Gesprächen am Campus konnte Minister Hoch das umwelt-gesellschafts- bildungswissenschaftliche Profil des Campus und dessen Potenzial für die neue Technische Universität und somit für Rheinland-Pfalz kennenlernen. „Der Campus Landau stellt mit seiner international ausgewiesenen interdisziplinären umwelt- und gesellschaftswissenschaftlichen Ausrichtung und seiner forschungsstarken Lehrkräftebildung ein gewichtiges Standbein für den Erfolg der neuen Technischen Universität in Rheinland-Pfalz. Damit können die beiden Partner in Landau und Kaiserslautern, ungeachtet ihrer Größe, gemeinsam eine neue und zeitgemäße Technische Universität schaffen“, unterstrich Minister Hoch. Gemessen an den Einwerbungen von Fördermitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) würde der Campus Landau die neue TU in der Erziehungswissenschaft, den Umweltwissenschaften und der Psychologie jeweils im oberen Viertel der Technischen Universitäten platzieren. In dieser Kombination kann diese Forschungsexpertise auch ein Alleinstellungsmerkmal für die nicht-technische Säule der neuen Technischen Universität in Rheinland-Pfalz ausbilden. „Mit diesem Profil wird die neue Technische Universität in Rheinland-Pfalz den Reigen der großen TUs in Deutschland in besonderer Weise prägen“, so Hoch.

Ebenfalls diskutiert wurde die aktuelle Situation des Campus Landau im Zuge der Prozesse um die Strukturreform im Rahmen der Hochschulautonomie. „Der Campus Landau ist hoch engagiert, um sich in einer Situation von Ressourcenunsicherheit auf eine neue Zukunft vorzubereiten und sich gleichzeitig vom aktuellen Partner Koblenz zu trennen“, bekräftigt Professorin Dr. Gabriele E. Schaumann, Vizepräsidentin für Landau. Gerade deshalb bedürfe er der besonderen Unterstützung durch das Land. „Wir vertrauen weiterhin auf die Zusage des Landes, die bestehenden Personalressourcen an den Standorten zu erhalten. Aktuell ist es dennoch eine große Herausforderung des Campus Landau, im Rahmen der Hochschulautonomie neben der Ressourcenaufteilung und Trennung von Koblenz, die Kontinuität von Stellen und Ressourcen über 2022 hinaus sicherzustellen. Auch benötigt der Campus Landau faire Entwicklungs- und gleichberechtigte Gestaltungschancen in der neuen Technischen Universität“, unterstreicht Schaumann.

Der Minister bekräftigte bei seinem Besuch die Zusage der Landesregierung, den Universitätsstandort Landau stärken zu wollen. „Zu dem in 2020 zugesicherten Erhalt der Personalressourcen an den Standorten stehen wir weiterhin. Wir werden die ebenfalls zugesicherte Gleichberechtigung und Augenhöhe bei der gemeinsamen Gestaltung der neuen Universitätsstruktur weiterhin unterstützen. Gerade für den Campus Landau ist dies wesentlich dafür, dass sich seine Stärken in der neuen Technischen Universität in Rheinland-Pfalz weiter entfalten können. Nur so kann die Umstrukturierung den maximalen Erfolg erzielen“, so Hoch.

Universität Koblenz-Landau
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Kerstin Theilmann
Tel.: 06341 280-32219
E-Mail: kerstin.theilmann@uni-landau.de
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