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DFK fordert ausgewogene Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission

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DFK fordert ausgewogene Umsetzung der Vorschläge der Rentenkommission

Essen, 25.04.2026 - Die 33 Empfehlungen der von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission beinhalten ein vielfältiges Reformpaket mit weitreichenden Änderungen für den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte direkt angekündigt, das Reformpaket der Kommission zügig und vollständig umzusetzen.

Die gesetzliche Rente soll um eine kapitalgedeckte Rentenkomponente (sog. „gesetzliche Kapitalrente“) erweitert werden. Die Finanzierung erfolgt über einen zusätzlichen Beitragssatz von 2 %, getragen jeweils zur Hälfte von Arbeitnehmenden und Arbeitgebern.

Der DFK begrüßt die Ergänzung der gesetzlichen Rente um eine kapitalfinanzierte Komponente zur Stärkung der Rente. Allerdings ist damit eine Beitragssteigerung verbunden, die neben den ohnehin steigenden Beitragssätzen zur Sozialversicherung für viele Arbeitnehmenden als auch Arbeitgeber eine weitere Belastung bedeuten.

Positiv bewertet der DFK auch die beabsichtigten Verbesserungen in den Bereichen Bürokratieabbau, Portabilität, Rechtssicherheit, Kostenverteilung bei der betrieblichen Altersversorgung.

Weiter wird von der Kommission vorgeschlagen, die Regelaltersgrenze nach 2031 an die steigende Lebenserwartung zu koppeln.

Die Kopplung der Regelaltersgrente an die Lebenserwartung entlastet aus Sicht des DFK die jüngeren Generationen und berücksichtigt die nachweislich steigende Lebenserwartung.

Der Zugang zu vorgezogenen Renten soll laut Kommission deutlich eingeschränkt werden.

Konkret wird vorgeschlagen, die Altersgrenze für den frühestmöglichen Renteneintritt mit Abschlägen zeitnah auf 64 Jahre anzuheben. Zudem soll die bisherige abschlagsfreie „Rente mit 63“ nach 45 Beitragsjahren perspektivisch entfallen.

Die Altersgrenze für Altersteilzeit soll von bisher 55 auf 58 Jahre steigen und das Blockmodell ganz abgeschafft werden.

„Die Vorschläge eines frühestmöglichen Renteneintritts erst ab 64 Jahren, einer Anhebung der Altersgrenze für Altersteilzeit ab 58 sowie die Abschaffung des Blockmodells bei Altersteilzeit wird erhebliche Auswirkung auf die bisherige Trennungspraxis vieler Unternehmen haben“, erklärt Michael Krekels, Vorstandsvorsitzender des DFK- Verband für Fach- und Führungskräfte e.V.

„Denn wir stellen bei den arbeitsrechtlichen Beratungen unserer Mitglieder immer wieder fest, dass Unternehmen bei Altersteilzeit- oder Vorruhestandsverträgen regelmäßig ein Ende mit Vollendung des 63. Lebensjahrs vorgeben. Zudem werden Altersteilzeitverträge mit Fach- und Führungskräften nahezu ausschließlich auf Basis des Blockmodells geschlossen.“, so Krekels weiter.

Aufgrund dieser Gegebenheiten mahnt der DFK jedoch die Bundesregierung die Vorschläge der Kommission maßvoll und ausgewogen umzusetzen. Dies gilt insbesondere für bereits geschlossene Altersteilzeit-/Vorruhestandsverträge sowie auch Aufhebungsverträge, die auf Basis der aktuellen Gesetzeslage auf einen vorzeitigen Rentenbezug mit Vollendung des 63. Lebensjahrs ausgelegt sind.

Hier bedarf es entsprechender Übergangs- und Vertrauensschutzregelungen, um sog. „Störfälle“ oder sonstige finanzielle Lücken oder versicherungsrechtliche Nachteile der Arbeitnehmenden zu vermeiden.

Kurzinformation über den Verband

Der DFK ist ein branchenübergreifender Berufsverband und die Stimme der Fach- und Führungskräfte in Deutschland.

Er vertritt in seinem Netzwerk rund 15.000 Fachkräfte und Führungskräfte des mittleren und höheren Managements auf wirtschaftlicher und politischer Ebene.

Kernkompetenzen des DFK sind: Führungsthemen, Arbeits- und Sozialrecht sowie Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.

Die Mitglieder des DFK erhalten eine umfassende Unterstützung auf ihrem Karriereweg u.a. durch juristische Beratung und Vertretung, vielfältige Online- und Offline-Weiterbildungsangebote, exklusives Mentoring, Coaching und aktuelle Informationen.

Zudem bietet der DFK über seine 17 Regionalgruppen ein weit verzweigtes, zielgruppenspezifisches und exklusives Kontaktnetzwerk, das sich in die folgenden Ressorts aufgliedert: Fach- und Führungskräfte, Frauennetzwerk, Young Leaders, VGF - Vereinigung der Geschäftsführenden und Vorstände, LGBT*IQ und 60+.

Mit Büros in Essen, Hamburg und München sowie der Hauptstadtvertretung in Berlin ist der DFK bundesweit für seine Mitglieder vor Ort erreichbar.

www.dfk.eu