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WDR, France Télévisions und ZDF veranstalten große Medienkonferenz in Essen - Hauptsponsor ist die RAG Aktiengesellschaft

    Köln (ots) - Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Europa spielen nach den Worten von WDR-Intendant Fritz Pleitgen bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Ländern der Europäischen Union eine zentrale Rolle. "Die Medien sind in diesem Prozess Beobachter, Berichterstatter und Akteure zugleich. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat dabei eine herausragende Rolle, da die Integration zu seinem gesetzlichen Programmauftrag gehört. Dieser Auftrag entspricht auch unserem journalistischem Selbstverständnis", sagte Pleitgen heute vor der Presse in Köln. Der WDR-Intendant kündigte zugleich eine europäische Medienkonferenz zur Rolle der Medien im multikulturellen Europa im November in Essen an. "Wir wollen auf der Konferenz mit Europäern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur diskutieren, was die Medien leisten müssen und leisten können", sagte Pleitgen.

    Der WDR organisiert die zweitägige Konferenz gemeinsam mit France Télévisions und dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF) im Auftrag der Europäischen Rundfunkunion (EBU). Hauptsponsor der Veranstaltung in der Essener Zeche Zollverein ist die RAG Aktiengesellschaft. Anlässlich eines heutigen Vorbereitungstreffens stellte Pleitgen gemeinsam mit dem RAG-Vorstandsvorsitzenden Dr. Werner Müller und dem Integrationsbeauftragten von France Télévisions Edouard Pellet die Ziele und Inhalte der Medienkonferenz vor. Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet sprach zu den rund 90 Teilnehmern der Vorkonferenz ein Grußwort. An der heutigen Veranstaltung nahmen Programmmacher, Entscheider und Experten der in der EBU zusammengeschlossenen Sender sowie externe Sachverständige teil.

    Der RAG-Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Müller verwies auf die Bedeutung einer erfolgreichen Integration für ein weltweit agierendes Unternehmen: "Integration ist die Herausforderung in einer globalisierten Gesellschaft. Am Gelingen von Integration haben Medien und Wirtschaft einen großen Anteil. Sie ist unsere gemeinsame Verantwortung und gesellschaftspolitische Aufgabe. Die RAG nimmt diese Verantwortung wahr, indem sie Menschen durch Arbeit und Ausbildung eine Perspektive gibt und somit Integration fördert. Zum Gelingen der europäischen Medienkonferenz im November möchten wir neben unserem finanziellen Engagement als Hauptsponsor auch inhaltlich beitragen. Zu diesem Zweck haben wir eine umfassende Studie zum Thema Ausbildung und Integration in Auftrag gegeben, die wir in die Konferenz im November einbringen möchten."

    Integrationsminister Laschet begrüßte die Initiative von WDR, France Télévisions und dem ZDF: "Die Themen Integration und Zuwanderung gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die aktuelle Debatte um die demografische Entwicklung in Deutschland macht uns dies derzeit wieder einmal bewusst. Deshalb begrüße ich es sehr, dass der WDR gemeinsam mit France Télévisions und dem ZDF diese Themen verstärkt in den Blick nimmt. Die Medienberichterstattung zu diesen Themen beeinflussen den Informationsstand, die Haltung und die Meinung der Menschen dazu. Wenn sich Medienmacher darüber Gedanken machen, wie, warum und in welcher Form sie über Migrationsbewegungen und Integration berichten, dann ist dies nur zu begrüßen. Dies ist eine gemeinsame europäische Aufgabe."

    Edouard Pellet von France Télévisions erklärte das Engagement seines Senders wie folgt: "Mit dieser Konferenz und mit der Nachfolgekonferenz 2007 in Paris - in Zusammenarbeit mit der UNESCO - soll ein nachhaltiger Impuls für konkrete transnationale Aktivitäten im Medienbereich gegeben werden. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Europa kann dadurch eine breite Plattform entwickeln, um zu verdeutlichen, dass kulturelle Vielfalt ungeachtet vordergründiger Schwierigkeiten ein großer Reichtum für Europa ist."

    Die Konferenz im November 2006 widmet sich Fragen der Migration und Integration sowie der Rolle der Medien im Rahmen der EU-Erweiterung und der EU-Nachbarschaftspolitik. Dabei wird auch das Verhältnis zwischen Europa und der Türkei diskutiert. Die Türkei - ein Staat mit EU-Beitrittsperspektive und einer islamisch geprägten Gesellschaft - bildet einen Schwerpunkt der Tagung, an dessen Beispiel sich die europäische Integrationsdebatte ebenso wie Chancen und Grenzen der Integration in der Einwanderungsgesellschaft kristallisieren. Die für 2007 in Paris geplante Nachfolgekonferenz wird sich insbesondere dem Verhältnis zwischen Europa und (Nord-)Afrika sowie der arabisch-islamischen Welt widmen.

    Die Ruhrgebietsmetropole Essen ist Veranstaltungsort der europäischen Medienkonferenz. Das Leben in dieser Stadt und der sie umgebenden Region ist durch Einwanderung und kulturelle Vielfalt geprägt. Parallel zur Konferenz sind auch Kultur-Veranstaltungen in Essen und Sonder-Programme in Hörfunk, Fernsehen und Internet des WDR geplant.

Rüdiger Oppers WDR Unternehmenssprecher Tel. 0221 220 2405

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