Deutscher Fernsehpreis 2026: Elf Nominierungen für den WDR
Köln (ots)
Der WDR ist elf Mal für den Deutschen Fernsehpreis 2026 nominiert: Acht Produktionen unter WDR-Federführung und drei mit WDR-Beteiligung. Unter anderem dürfen die Serien „Hundertdreizehn“, „naked“ und „Mozart/Mozart“, die Dokumentation „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ und Louis Klamroth für eine „Hart aber fair“-Moderation auf die renommierte Auszeichnung hoffen.
Ingmar Cario, kommissarischer WDR-Programmdirektor Information, Fiktion und Unterhaltung: „Die vielen Nominierungen bedeuten eine große Wertschätzung für die Kolleginnen und Kollegen im WDR und unsere Partner in den Produktionsfirmen. Besonders geschätzt wurden von der Jury in diesem Jahr unsere Angebote in den Bereichen Fiktion und Information. Wir freuen uns im WDR sehr über die Nominierungen und wünschen allen, die dafür vor und hinter der Kamera mit Ideen und großem Engagement mitgewirkt haben, dass in möglichst vielen Fällen eine verdiente Auszeichnung daraus wird.“
Die Nominierungen im Überblick – Bereich Fiktion
Die Mini-Serie „Hundertdreizehn“ ist in gleich vier Kategorien nominiert: Die gesamte Produktion als „Beste Drama-Serie“, Rick Ostermann in der Kategorie „Beste Regie Fiktion“, Arndt Stüwe in der Kategorie „Bestes Buch Fiktion“ und Christoph Cepok und Benjamin Kaubisch für die „Beste Montage Fiktion“. Die hochdramatische und vielschichtige Serie macht aus einem statistischen Wert eine Schicksalszahl. Durchschnittlich 113 Menschen sind laut einer Untersuchung des Bundesverkehrsministeriums direkt oder indirekt davon betroffen, wenn ein einziger Mensch tödlich verunglückt. Die Serie taucht in die Geschichten mehrerer, ganz unterschiedlicher Personen ein, die durch ein katastrophales Busunglück miteinander verbunden sind. „Hundertdreizehn“ ist eine Produktion von Windlight Pictures und Satel Film in Koproduktion mit dem WDR, dem ORF und der ARD Degeto Film für die ARD (Executive Producer: Moritz Polter, Dirk Eggers und Heinrich Ambrosch, Co-Executive Producer: Cosima Degler, Producer: Herwig Krawinkler und Andreas Kohl, Regie: Rick Ostermann; Serienidee und Drehbücher: Arndt Stüwe, Redaktion: Elke Kimmlinger (WDR), Christoph Pellander (ARD Degeto Film) und Sabine Weber (ORF). Gefördert wurde „Hundertdreizehn“ von der Film- und Medienstiftung NRW, Medienboard Berlin Brandenburg, Nordmedia, German Motion Picture Fund und FISA+.
Die Serie „naked“ ist mit Bettina Oberli ebenfalls in der Kategorie „Beste Regie Fiktion“ nominiert. Die Serie ist ein spannendes und hochkarätig besetztes „Love Noir“-Psychodrama basierend auf persönlichen Erfahrungen der Headautorin Silke Eggert, von Bettina Oberli aufwühlend, emotional und eindringlich inszeniert. „naked” ist die erste deutsche Serie, die sich ehrlich mit Sexsucht und Co-Abhängigkeit befasst und diese Tabuthemen anhand einer toxischen und dennoch mitreißenden Liebesgeschichte schonungslos aufzeigt. Produziert wurde „naked“ von Fandango Film TV GmbH (Produzenten: Geronimo Beckers, Julia Röskau und Jürgen Schuster) im Auftrag des WDR (Redaktion: Caren Toennissen) für die ARD.
Die Serie „Mozart/Mozart“ ist mit Jessica de Rooij in der Kategorie „Beste Musik Fiktion“ nominiert. Die Produktion rückt Mozarts vergessene Schwester Maria Anna ins Rampenlicht der Geschichte – eine völlig neue weibliche Perspektive auf Genie, Rollenverständnis und Selbstbestimmung. Produziert wurde „Mozart/Mozart“ von Story House Pictures in Koproduktion mit der ARD (WDR - Federführung/SWR/ARD Degeto Film), dem ORF und der Dreaming Sheep Company. Weltvertrieb: Bavaria Media in Vertriebskooperation mit der Beta Film.
Die Nominierungen im Überblick – Bereich Information
In der Kategorie „Bestes Infotainment“ ist die Dokumentation „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ nominiert. Der Film legt ein kriminelles System offen, das gezielt mit der Gesundheit und dem Vertrauen von Menschen spielt. In einer umfassenden investigativen Recherche folgt Eckart von Hirschhausen den Spuren einer global agierenden Betrugsindustrie und legt die Strukturen internationaler Datenhändler offen. Ausgangspunkt sind tausende Fälle von Verbraucherinnen und Verbrauchern, die durch täuschend echt wirkende KI-generierte Werbevideos – unter anderem mit von Hirschhausens Gesicht und Stimme – zum Kauf vermeintlicher Gesundheitsprodukte verleitet worden sind. „Hirschhausen und die Deepfake-Mafia“ ist eine Produktion der Bilderfest GmbH (Buch und Regie: Kristin Siebert, Produzent: Stefan Otter) im Auftrag des WDR (Redaktion: Markus Schall, redaktionelle Gesamtverantwortung: Daniele Jörg) für die ARD.
Louis Klamroth ist in der Kategorie „Beste Moderation / Einzelleistung Information“ für die Moderation der „ hart aber fair“-Sendung zum Thema „Notfall Pflege – Wer sorgt für ein Altern in Würde?“ nominiert. Klamroth sprach in der Sendung direkt im Anschluss an die Demenz-Doku „Hirschhausen und das große Vergessen“ mit seinen Gästen u.a. darüber, was für pflegende Angehörige getan werden und wie das Pflegesystem verbessert werden könnte, damit alle in Würde alt werden können. „hart aber fair“ ist eine Produktion von Florida Factual im Auftrag des WDR (Redaktion: Torsten Beermann) für die ARD.
Weitere Nominierungen mit WDR-Beteiligung
„Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung“ ist im Bereich „Unterhaltung“ in der Kategorie „Beste Unterhaltung Reality“ nominiert. Die Reality-Gameshow basiert auf dem beliebten Gesellschaftsspiel „Die Werwölfe von Düsterwald" (Originaltitel: "Les Loups-Garous de Thiercelieux"), entwickelt von Philippe des Pallières & Hervé Marly und erschienen bei ASMODEE. Lizenzgeber des Formats ist DreamSpark. Produziert wurde „Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung" von ITV Studios Germany für die ARD Mediathek im Auftrag von BR, SWR und WDR, federführend ist der Bayerische Rundfunk.
In der Kategorie „Beste Doku-Serie“ im Bereich „Information“ hat die ARD-Dokuserie „WM 1994 – Elf Helden, ein Albtraum“ Chancen auf die Auszeichnung. Die Serie zeichnet den Weg der Nationalmannschaft zur und während der WM 1994 nach und zeigt, wie eine der individuell stärksten deutschen Mannschaften aller Zeiten spektakulär scheiterte. „Elf Helden – ein Albtraum“ ist eine BROADVIEW-Produktion in Zusammenarbeit mit dem NDR, BR und WDR. Regie führte Manfred Oldenburg, Produzent ist Emmy-Preisträger Leopold Hoesch.
Auch an der im Bereich „Information” in der Kategorie„Beste Information” nominierten ARD-Dialogaktion „Was Deutschland verbindet” war der WDR beteiligt. Das Format wurde federführend vom hr, unter Mithilfe des SWR, MDR und NDR und mit Beihilfe vom WDR, realisiert und von der Produktionsfirma doity umgesetzt.
Preisverleihung im September
Der Deutsche Fernsehpreis 2026 wird am 8. und 9. September 2026 in Köln verliehen. Über die Auswahl der Nominierten bzw. Preisträgerinnen und Preisträger entscheidet eine unabhängige Fachjury unter dem Vorsitzenden Stephan Lamby. Jan Köppen übernimmt am 8. September die Moderation der „Nacht der Kreativen“, Barbara Schöneberger führt am 9. September durch die TV-Gala. Den Kreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises bilden die Intendantinnen und Intendanten beziehungsweise die Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der beteiligten Programmanbieter: Inga Leschek, Chief Content Officer RTL Deutschland und diesjährige Vorsitzende, Dr. Norbert Himmler, Intendant des ZDF, Henrik Pabst, Chief Content Officer ProSiebenSat.1 Gruppe und Geschäftsführer der Seven One Entertainment Group, Dr. Katrin Vernau, Intendantin des WDR für die ARD, und Arnim Butzen, Senior Vice President TV & Entertainment der Telekom Deutschland.
Alle Infos zum Deutschen Fernsehpreis gibt es unter www.deutscher-fernsehpreis.de/
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