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02.10.2003 – 14:13

WDR Westdeutscher Rundfunk

WDR-Pressemitteilung: Pleitgen mit Josef-Neuberger-Medaille ausgezeichnet - „Besondere Verdienste um die jüdische Gemeinschaft“

    Köln/Düsseldorf (ots)

WDR-Intendant Fritz Pleitgen ist aufgrund seiner „besonderen Verdienste um die jüdische Gemeinschaft“ mit der Josef-Neuberger-Medaille geehrt worden. Die hohe Auszeichnung der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf wurde Pleitgen gestern abend beim traditionellen Jahresempfang der Gemeinde in der Düsseldorfer Synagoge verliehen. „Selten ist mir jemand begegnet, in dem sich Humanisierung und Demokratisierung so selbstverständlich personifiziert haben wie in Fritz Pleitgen“, hob der Schriftsteller und Publizist Ralph Giordano in seiner Laudatio hervor. „Das Verantwortungsbewusstsein für das, was in das Codewort Auschwitz gerann“, so Giordano, „ist in Pleitgen so ausgeprägt wie allgegenwärtig. Er repräsentiert für mich eine höchst beruhigende Gefeitheit, eine hohe Immunität gegenüber durchaus unbesiegten Manifestationen und Anfälligkeiten; eine selbstverständliche Achtung vor dem andern, ohne Prinzipien aufzugeben. Diese Prinzipientreue ist gekennzeichnet durch das, was an ihr zerschellt: Rassismus, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus. Und so sieht denn auch die Hauspolitik des WDR unter seinem Intendanten Fritz Pleitgen aus.“

    „Die Auszeichnung betrachte ich nicht nur als große Ehre und Auszeichnung für die Programme des WDR, sondern auch als Verpflichtung“, erklärte Fritz Pleitgen in seiner Dankesrede. Was im Holocaust geschehen sei, müsse der Nachwelt mitgeteilt werden. Bei Reportagereisen durch osteuropäische Länder wie die Ukraine und Polen werde ihm immer wieder bewusst, „wieviele Menschenleben, wieviel Kultur auf brutalste, primitivste Weise von deutschen Menschen und ihren Helfershelfern ausgelöscht wurden.“ Mit Blick auf die Bundesrepublik bezeichnete Pleitgen die Integration als eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit und eine wesentliche Aufgabe öffentlich-rechtlicher Berichterstattung. Das Wachsen der jüdischen Gemeinde in Deutschland bereichere die Gesellschaft, besonders beeindruckend sei die Entwicklung der Düsseldorfer Gemeinde, der mit 7.000 Mitgliedern inzwischen drittgrößten Gemeinde in Deutschland. Pleitgen erinnerte in seiner Rede an sein größtes persönliches Vorbild, den in Kiew geborenen Juden Lew Kopelew: „Kopelew war eine eindrucksvolle Persönlichkeit, in den Kulturen der Welt zu Hause, engagiert für Verständigung und Frieden, ein Mann von großer Herzensbildung“, so Pleitgen.

    Der WDR-Intendant und stellvertretende ARD-Vorsitzende Fritz Pleitgen ist nach Hörfunkredakteur Heiner Lichtenstein, der 1999 ausgezeichnet wurde, der zweite WDR-Journalist, der mit der Josef- Neuberger-Medaille geehrt wurde. Weitere Preisträger sind unter anderem Bundespräsident Johannes Rau, Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement und Roman Herzog.

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Rückfragen: Unternehmenssprecher Rüdiger Oppers Tel. 0221/220-2405

ots-Originaltext: WDR Westdeutscher Rundfunk

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