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16.01.2020 – 12:00

WDR Westdeutscher Rundfunk

WDR zehnmal für Grimme nominiert

KÖln (ots)

Das Grimme-Institut hat die Nominierungen für den 56. Grimme-Preis 
bekannt gegeben. Der WDR ist 2020 mit zehn Formaten in den Kategorien
Fiktion, Info & Kultur, Kinder & Jugend sowie für Besondere 
Journalistische Leistungen im Rennen.

Insgesamt sind 73 Produktionen und Einzelleistungen für den 
diesjährigen Grimme-Preis nominiert. Aus über 850 Einreichungen und 
Vorschlägen wählten die Kommissionen in den Kategorien Information & 
Kultur, Fiktion, Unterhaltung und Kinder & Jugend die Nominierten 
aus. Diese stellen sich ab dem 25. Januar der Beurteilung der Jurys, 
die insgesamt bis zu 16 Grimme-Preise vergeben können. Die 
herausragenden Produktionen und Leistungen werden am 27. März 2020 im
Theater der Stadt Marl mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Drei WDR-Filme in der Kategorie Fiktion nominiert

In der Komödie "Der König von Köln" (Zeitsprung Pictures für WDR, 
Redaktion: Nina Klamroth) wird ein einfacher Beamter des Bauamts zum 
Spielball einiger Superreicher, die bei einem geplanten 
Großbauprojekt mächtig absahnen wollen. Grimme-Preisträger Richard 
Huber inszenierte den Film nach dem Drehbuch des vielfach 
ausgezeichneten Autors Ralf Husmann. In den Hauptrollen sind Rainer 
Bock, Joachim Król, Serkan Kaya, Jörg Hartmann, Judith Engel und 
Ulrich Brandhoff zu sehen. 

Im Spielfilmdrama "1000 Arten Regen zu beschreiben" (Made in Germany 
Filmproduktion für WDR/ARTE, Redaktion WDR: Andrea Hanke) ist seit 
Wochen die Tür verschlossen. Der Jugendliche Mike kommt nicht mehr 
aus seinem Zimmer. Zurück bleiben Vater, Mutter und Schwester - 
hilflos. Sie können nur vor der verschlossenen Tür stehen, 
auffordern, flehen, fragen, ausrasten, verzweifeln, beschuldigen, 
ignorieren und hoffen. Dabei wird die Tür mehr und mehr zum Spiegel 
ihres eigenen Lebens. Drehbuch: Karin Kaci, Regie: Isabel Prahl, 
Kamera: Andreas Köhler, Schnitt: Daniel Scheuch.

Für die Produktion "Brecht" ist Heinrich Breloer für die langjährige,
intensive Auseinandersetzung mit Bertolt Brecht und für seine ihm 
eigene besondere Kunst des Übergangs von Dokumentarischem und 
Fiktionalem nominiert. Über eine Zeitspanne von 40 Jahren erzählt 
Breloers Film in zwei Teilen das von Kunst, Frauen und Zeitgeschichte
so bewegte wie bewegende Leben des meistgespielten deutschen 
Dramatikers des 20. Jahrhunderts, der gerade in der heutigen Zeit 
nichts an Aktualität verloren hat. Die Rolle des jungen Brecht spielt
Tom Schilling; Burghart Klaußner verkörpert die Rolle Brechts in den 
Nachkriegsjahren. In weiteren Hauptrollen spielen Adele Neuhauser und
Lou Strenger als Helene Weigel in jungen und späteren Jahren, Trine 
Dyrholm als Brechts dänische Geliebte und Mitarbeiterin Ruth Berlau, 
Mala Emde als Paula Banholzer, Brechts erste Liebe, und viele andere 
prominente Schauspieler. Brecht ist eine Produktion der Münchner 
Bavaria Fiction (Produzenten: Corinna Eich und Jan S. Kaiser) in 
Koproduktion mit WDR (federführende Redaktion: Dr. Barbara Buhl), BR 
(Dr. Cornelia Ackers), SWR (Sandra Dujmovic), NDR (Christian 
Granderath), ARTE (Dr. Andreas Schreitmüller) sowie der Bavaria 
Filmproduktion Köln, SATEL Film (Wien) und als Serviceproduktion in 
Tschechien, MIA Film s.r.o.. Gefördert wurde die Produktion von der 
Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfalen sowie dem Tschechischen 
Fonds für Kinematografie. 

Die Nominierungen im Bereich Info & Kultur

Für "Draußen" (unafilm für WDR/ARTE, Redaktion: Prof. Sabine Rollberg
und Monika Pohl) haben sich die beiden Regisseurinnen Johanna 
Sunder-Plassmann und Tama Tobias-Macht gefragt: Wie lebt es sich ohne
Dach überm Kopf? Ein Jahr lang haben sie Matze, Elvis, Peter und 
Sergio, vier Obdachlose aus Köln, begleitet. Der Jüngste ist 30, der 
Älteste 70 Jahre alt.

"Wie 'Holocaust' ins Fernsehen kam" (Hanfgarn & Ufer/ Alice 
Agneskirchner Filmproduktion für WDR/NDR/SWR, Redaktion WDR: Beate 
Schlanstein) ist ein ein "Making of" der besonderen Art. Nach vierzig
Jahren wurde die TV-Serie "Holocaust" im Januar 2019 wieder 
ausgestrahlt. Die Filmemacherin Alice Agneskirchner erzählt die 
Geschichte dieses Fernseh-Ereignisses, von der Entstehung und den 
Dreharbeiten über die Ausstrahlung bis zu den Reaktionen in 
Deutschland.

Zwei Nominierungen für besondere journalistische Leistungen
Olga Sviridenko, Edmund Willison, Hajo Seppelt, Jörg Winterfeldt und 
Shea Westhoff sind für ihre Recherchen für die im Rahmen der 
ARD-"Sportschau" ausgestrahlte Dokumentation "Kampf ums Geschlecht" 
und den Fortsetzungs-Film "Kastrationen an Mittelstreckenläuferinnen"
("Sport Inside", WDR) für einen Grimme-Preis nominiert. Die 
Dokumentation "Kampf ums Geschlecht - Die verstoßenen Frauen des 
Sports" zeigt, welch enorm hohen Preis Athletinnen im Namen von 
Gerechtigkeit und Chancengleichheit im Spitzensport bezahlt haben.
Ebenfalls in der Kategorie Besondere Journalistische Leistungen 
nominiert wurde die Redaktion von "MONITOR" für das hohe Niveau ihrer
kontinuierlichen und haltungsstarken Berichterstattung über 
Rechtsextremismus und Rechtsterrorismus.

Drei WDR-Formate in der Kategorie Kinder & Jugend

"Karakaya Talk" (Labo M für WDR/funk, Redaktion WDR: Elke Thommessen,
Sebastian Göllner) ist eine Talkshow, die kein Blatt vor den Mund 
nimmt und vor komplexen Themen nicht zurückschreckt. Gastgeberin Esra
Karakaya lädt Menschen auf einen Çay ein, die für gewöhnlich in der 
deutschen Medienlandschaft entweder nicht zu Wort kommen oder nicht 
gehört werden. Nicht nur eine, sondern mehrere Stimmen sprechen über 
Themen, die die verschiedenen Communities bewegen und 
gesellschaftlich relevant sind. 

In der Opernhaus-Folge der "Sendung mit dem Elefanten" (Redaktion: 
Heike Sistig) trifft Knolle eine "echte" Opernsängerin und erfährt so
einiges über ihren Beruf. Außerdem hat Anke Engelke mit Jürgen Vogel 
einen singenden Gast zu Besuch.

In der Folge "Inselurlaub" macht "Trudes Tier" (Studio Soi für WDR, 
Redaktion: Henrike Vieregge) bei einem Preisausschreiben mit, bei dem
man einen Urlaub auf einer Südseeinsel gewinnen kann, und ist sich 
absolut sicher, dass es gewinnen wird. Als Trude seine 
überschwängliche Vorfreude etwas dämpfen will und beiläufig erwähnt, 
dass man zum Ausgleich für eine solche Flugreise ungefähr 30 Bäume 
pflanzen müsste, legt das Tier mitten in der Nacht los und pflanzt 
überall in der Stadt Bäume.

Bekanntgabe der 56. Grimme-Preise

Die Preisträgerinnen und Preisträger des 56. Grimme-Preises 2020 
werden am 3. März 2020 bei einer Pressekonferenz im Essener 
Grillo-Theater bekanntgegeben.

Alle Nominierungen für den 56. Grimme-Preis im Überblick

https://www.grimme-preis.de/56-grimme-preis-2020/nominierungen/

Fotos unter ARD-Foto.de
 

Pressekontakt:

Westdeutscher Rundfunk
Kommunikation
Tel. 0221 / 220 7100
wdrpressedesk@wdr.de

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