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CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Laumann: Wieder über 4 Millionen Arbeitslose (saisonbereinigt)

Berlin (ots)

Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen erklärt der
sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karl-Josef
Laumann MdB:
Die Zahlen aus Nürnberg sprechen für sich: Ein Anstieg der
Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um 260.000 auf insgesamt 3,95
Millionen und zum erstenmal seit Jahren sind die Zahlen im Juni
schlechter als im Mai (etwa 8000 Arbeitslose mehr). Im Juni der
letzten drei Jahre war die Arbeitslosigkeit noch um durchschnittlich
50.000 gesunken! Saisonbereinigt ist die Zahl im Juni um 39.000
gestiegen auf saisonbereinigt über 4 Millionen Arbeitslose. Damit
steigt die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit unter Rot-Grün weiter
an.
Auch die Beschäftigtenzahl liegt unter dem Wert des Vorjahres, und
zwar um 150.000. Auch die Zahl der offenen und gemeldeten Stellen
sinkt. Seit Sommer 1999 gab es nicht mehr so wenige offene Stellen
wie in diesem Monat.
Es haben sich außerdem 7 % mehr Menschen arbeitslos gemeldet als
im Juni des letzten Jahres. Schlimm sind auch die Zahlen zum Abgang
aus Arbeitslosigkeit: Zwar liegt diese Zahl um 2 % über der des
Vorjahres, es sind insgesamt etwa 560.000 Arbeitslose aus der
Arbeitslosigkeit herausgekommen, aber nur knapp die Hälfte davon,
weil sie eine Beschäftigung aufgenommen haben. Über die Hälfte der
nicht mehr beim Arbeitsamt gemeldeten Menschen sind in die
"Nicht-Erwerbstätigkeit" gewechselt. Die Zahl der Älteren, die
aufgrund der sogenannten 58er Regelung des § 428 SGB III auf
Vermittlung verzichten und in den Vorruhestand gehen, liegt in diesem
Monat um sage und schreibe 90 % über der Zahl des Vorjahremonats.
Insgesamt sind nun 280.000 Menschen in dieser Vorruhestandsregelung;
das sind insgesamt 21 % mehr als im ganzen letzten Jahr. Da ist es
kein Wunder, dass die Zahl der älteren Arbeitslosen ebenfalls
gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist.
Entlarvend ist auch die Feststellung der Bundesanstalt, dass der
Anstieg der Arbeitslosigkeit nur deshalb noch in Grenzen gehalten
werden kann, weil das Job-Aktiv-Gesetz, das nicht etwa den Wechsel in
Arbeit, sondern den Abgang von Arbeitslosigkeit in
Nicht-Erwerbstätigkeit fördert, konsequent angewandt wird.
Erschreckend auch die Zahlen der jugendlichen Arbeitslosen. Deren
Zahl liegt im Juni bei 495.000, das sind 87.000 oder 21,4 % mehr als
im letzten Jahr und das trotz des 3,5 Milliarden Euro schweren "Jump"
- Programms der Bundesregierung. Wenn man die etwa 86.000 Teilnehmer
des "Jump" - Programms, die ja ebenfalls nicht in regulärer Arbeit
oder Ausbildung sind, hinzuzählt, erhält man insgesamt 581.000
Jugendliche, die nicht auf dem ersten Arbeits- oder Ausbildungsmarkt
beschäftigt sind. Zur Erinnerung: Im Jahr 1998 betrug die
Arbeitslosenzahl der Jüngeren im Juni nur 420.000 - und das ohne
irgendein "Jump" - Programm.
Auffällig ist auch diesen Monat wieder, dass die Zahlen in den
unionsgeführten Ländern Bayern und Baden-Württemberg nach Angaben der
Bundesanstalt für Arbeit am günstigsten sind. Dies gilt vergleichbar
auch in den neuen Bundesländern, wo das unionsgeführte Thüringen an
der Spitze der Skala steht.
Ein Armutszeugnis für die Bundesanstalt sind die Zahlen zu den
getätigten Arbeitsvermittlungen: In diesem Monat haben die
Arbeitsämter 125.000 Arbeitslose weniger vermittelt als im
Vorjahresmonat; seit Jahresbeginn sogar über 730.000 weniger als im
letzten Jahr.
Bei solchen Zahlen verwundert es nicht, dass die Bundesregierung
sich kritiklos auf die inoffiziellen Vorschläge aus einer
Experten-Kommission stürzt und diese zu ihrem Allheilmittel erklärt.
Nach fast 4 Jahren Untätigkeit und Erfolglosigkeit auf dem
Arbeitsmarkt kommt dieser Rettungsversuch aber zu spät um glaubwürdig
zu sein.

Rückfragen bitte an:

CDU/CSU-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Tel.: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
E -Mail: fraktion@cducsu.de

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