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Nüßlein/Spahn: "Legalisierung des Handels mit Cannabis wäre völlig falsches Signal"

Berlin (ots) - Verharmlosen der Droge ist unverantwortlich

Die Bundestagsabgeordneten Dr. Pfeiffer und Janecek haben sich in einer Pressemitteilung für einen staatlich regulierten Markt für Cannabis ausgesprochen. Dazu erklären der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Fraktion Georg Nüßlein und der gesundheitspolitische Sprecher Jens Spahn:

"Mit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird es keinen Einstieg in einen staatlich regulierten Markt mit Cannabis geben. Aus gesundheitspolitischer Sicht wäre das ein völlig falsches Signal. Erwägungen des Gesundheitsschutzes müssen Vorrang haben vor wirtschaftspolitischen Argumenten. Im Übrigen ist auch die Vorstellung, mit einer Legalisierung von Cannabis könne man die organisierte Kriminalität wirksam bekämpfen, äußerst fragwürdig.

Cannabis ist keine Spaßdroge. Regelmäßiger Cannabis-Konsum hat fatale Auswirkungen auf die körperliche und geistige Entwicklung junger Menschen. Langfristiger Konsum kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Risiken bis hin zur psychischen Abhängigkeit führen. Die Alltagskompetenz und Arbeitsfähigkeit von chronischen Cannabiskonsumenten ist nachweislich stark eingeschränkt. Der Konsum von Cannabis ist weiterhin besorgniserregend hoch. Die Zahl von Cannabis-Abhängigen, die auf einen Entzugsplatz warten, wächst stetig und der Konsum illegaler Drogen steigt seit Jahren wieder an. Jugendliche, die Cannabis rauchen, haben ein sechsfach höheres Risiko, später härtere Drogen zu konsumieren, als Jugendliche, die kein Cannabis zu sich nehmen.

Daher ist es unverantwortlich, die Schädlichkeit der Droge zu verharmlosen und einen regulierten Markt für Cannabis zu fordern. Wir setzen uns stattdessen für Verbesserungen bei der medizinischen Anwendung von Cannabis bei bestimmten Indikationen ein. Damit soll auch der Diskussion um den Eigenanbau die Grundlage entzogen werden. Mit einem begrenzten Einsatz von Cannabis zu medizinischen Zwecken ist jedoch keine Änderung der bewährten Prinzipien der deutschen Drogenpolitik verbunden."

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