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Fromme: Verbesserungen bei der Anerkennung und der Nachholung von Qualifikationsbestandteilen notwendig

    Berlin (ots) - Anlässlich der Vorstellung des Migrationsberichtes der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Flüchtlinge und Aussiedler der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jochen-Konrad Fromme MdB:

    Bei den Ausländern, insbesondere bei den nach Deutschland kommenden deutschen Spätaussiedlern und bei den jüdischen Zuwanderern aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion existiert ein erhebliches akademisches Potential, das zum Wohle einer gelungenen Integration in unsere Gesellschaft besser genutzt werden muss als bisher.

    Sehr häufig finden vor allem deutsche Spätaussiedler und jüdische Migranten aus den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion keine ihrer Qualifikation angemessene Beschäftigung. Gründe hierfür sind nach wie vor bestehende Schwierigkeiten bei der Anerkennung von Studien- und Examensleistungen und verbesserungswürdige Angebote im Bereich der Weiterqualifizierung. Neben dem Bund müssen vor allem auch die Bundesländer mit ihrer Verantwortung für die Hochschulpolitik ihre Anstrengungen erhöhen.

    Schwierigkeiten bereiten aber auch seit vielen Jahren die Standesorganisationen, die die berufliche Anerkennung der im Ausland erworbenen Studien- und Examensleistungen verweigern. Der Hinweis des OECD-Berichts, die bereits nach Deutschland zugewanderten Menschen stärker zu fördern, wird von CDU und CSU deutlich unterstützt. Im Bereich der "nachholenden Integration" sehen wir einen wichtigen Schwerpunkt für gelungene Integrationsarbeit.

    Im Positionspapier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum nationalen Integrationsplan unter der Überschrift "Identität und Weltoffenheit sichern - Integration fordern und fördern" werden wichtige Ansätze für eine Verbesserung der Zuwanderer mit akademischem Hintergrund in den Arbeitsmarkt geliefert:

    So fordern wir: - eine gezielte Studienberatung für Studierende mit Migrationshintergrund, - den Ausbau von Sprachförderangeboten an den Hochschulen, - die Intensivierung der Beratungsarbeit der Sprachförderung der Otto-Benecke-Stiftung für Aussiedler, Kontingentflüchtlinge und Asylberechtigte mit Studienberechtigung oder akademischer Ausbildung, - die Verbesserung der Transparenz bei den Anerkennungsverfahren für Bildungs- und Berufsabschlüsse, - die Verbesserung der Möglichkeiten zur Nachholung fehlender Qualifikationsbestandteile.

    Gerade für den Ausbau der Möglichkeiten, fehlende Qualifikationsbestandteile nachzuholen, muss gelten, dass die Nachholung einzelner Bestandteile der Ausbildung der zu uns gekommenen Menschen sinnvoller und wirtschaftlich effizienter ist als aufwendige Umschulungsmaßnahmen.

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