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08.05.2003 – 14:54

ZDF

ZDF-Programmhinweis
Dienstag, 13. Mai 2003, ab 5.30 Uhr
ZDF-Morgenmagazin
Wolfgang Herles gibt Buchtipps

    Mainz (ots)

Am Dienstag, 13. Mai, gibt es im "ZDF-Morgenmagazin" wieder Buchtipps von und mit Wolfgang Herles. Der Leiter des ZDF-Kulturmagazins "aspekte" hat fünf Romane und ein Sachbuch aus dem aktuellen Verlagsangebot ausgewählt, die er live im Studio um 6.20 Uhr und 8.45 vorstellt.

    "Middlesex", eine facettenreiche Familiensaga von Jeffrey Eugenides im Rowohlt Verlag.          Der durch die "Selbstmordschwestern" bekannt gewordene amerikanische Autor erzählt die außergewöhnliche Geschichte der griechischen Emigrantenfamilie Stephanides über 80 Jahre hinweg. Die Geschwister Lefty und Desdemona flüchten 1922 aus Smyrna nach Amerika. Dort wechseln sie ihre Identität, werden zu Mann und Frau. Das Paar hält sich durch Fließbandarbeit, Alkoholschmuggel und Seidenraupenzucht über Wasser. Ihr Enkelkind kommt als Zwitter auf die Welt. 14 Jahre dauert die Verwandlung des Mädchens Calliope in Cal, den Jungen. Nach einer aufreibenden Odyssee durch Europa und Amerika findet er endlich zu sich selbst.

    "Rumo und Die Wunder im Dunkeln", der dritte Fantasy-Roman von Walter Moers im Piper-Verlag.          Der Comic-Autor und "Käpt'n Blaubär"-Erfinder beglückt seine Fans wieder mit einem amüsanten Abenteuer-Roman für Erwachsene. Sein Held ist diesmal Rumo, ein kleiner Wolpertinger, der unbedingt zum gefürchtetsten Krieger Zamoniens werden will. Und so macht er sich auf den Weg, kämpft gegen den bestialischen Zyklopen, befreit seinen Lehrmeister Smeik von der Teufelsinsel und schlägt sich unaufhörlich mit den tumben und lästigen Blutschinken herum. Ein fantastisches Lese- und Bilderbuch zum Staunen, Fürchten und Träumen.

         "Der gestohlene Traum", ein Moskauer Krimi von Alexandra Marinina im Argon Verlag          Die Moskauer Kripobeamtin Anastasia Kamenskaja muss ihren ersten eigenständigen Fall lösen. Für ihre Kollegen steht fest: Die schöne junge Sekretärin und Gelegenheitsprostituierte, die man in einem Waldstück bei Moskau ermordet auffindet, wurde Opfer ihres Lebenswandels. Die Kamenskaja sieht das anders. Eine Dienstreise nach Rom bringt sie auf eine heiße Spur. Die führt sie in die oberste Etage der Moskauer Kriminalbehörde. Dort scheint jemand für die Mafia zu arbeiten. Alexandra Marininas sechster Krimi bietet spannende Unterhaltung und eine intelligente Heldin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten.     

    "Mitten in Amerika", der neue Roman von Annie Prouix im Luchterhand Verlag          In die gottverlassene Gegend zwischen Oklahoma und Texas verschlägt es Bob Dollar, einen jungen Mann aus Denver, der nichts Rechtes mit seinem Leben anzufangen weiß. Er nimmt einen Job als Schweinezüchter an, wird in Woolybucket, einem hinterwäldlerischen Nest, sesshaft und hört sich im Old Dog Café Geschichten von Tornados, Sandstürmen, Hahnenkämpfen und endlosen Familienfehden an. Er lernt nicht nur skurrile Menschen und ihre Schicksale kennen, sonder auch die wechselvolle Geschichte der Prärie. Annie Prouix hat ein modernes Märchen geschrieben, einen sprachgewaltigen Roman über das heutige Amerika, voller Leben und Poesie, rauer Schönheit und herrlichem Humor.

         "Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug", von Norman Mailer im Rowohlt Verlag          Der bekannte Romancier meldet sich jetzt mit diesem kritischen Essay zu Wort. Nach seiner Meinung stecken die USA seit dem 11. September in einer tiefen Krise. Die Terroranschläge traumatisierten das Land, viele retteten sich in einen hemmungslosen Patriotismus. Die Bush-Regierung nutzt diese Stimmung, um die USA zu einem weltumspannenden Imperium zu machen. Der Feldzug gegen den Irak war vielleicht nur ein Anfang. Laut Mailer befindet sich Amerika in einem "Heiligen Krieg", der nicht nur auf dem Schlachtfeld ausgetragen wird. Von ihm wird das Denken bestimmt, und die freiheitlichen Traditionen könnten ihm bald zum Opfer fallen.

    
    "Reise ans Ende der Nacht", der neuübersetzte Epochenroman von
Louis-Ferdinand Céline im Rowohlt
    
    Célines "Reise ans Ende der Nacht" gehört zu den größten, aber
auch umstrittensten Büchern des 20. Jahrhunderts und erscheint nach
fast 70 Jahren jetzt in moderner und vollständiger Übersetzung.
Céline erzählt in diesem stark autobiographischen Roman von den
Reisen und Erlebnissen des Ferdinand Bardamu. Nach seinen
traumatischen Fronterfahrungen im ersten Weltkrieg schlägt er sich
als Fabrikarbeiter, Gigolo und Armenpfleger in Europa und Amerika
durch. Das anarchische Buch steht für das Schicksal einer ganzen
Generation zwischen den Weltkriegen.
    
    
ots Originaltext: ZDF
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