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24.04.2019 – 10:25

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ZDF.reportage: Wie sicher sind unsere Städte?

ZDF.reportage: Wie sicher sind unsere Städte?
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Mainz (ots)

Offizielle Statistiken belegen: Deutschland ist so sicher wie lange nicht. Doch es fühlt sich für viele Menschen nicht so an. Sie haben stattdessen das Gefühl, das Leben in Deutschland sei gefährlicher geworden. Die Wahrnehmung von Unsicherheit beeinflusst das Meinungs- und Stimmungsklima in Deutschland. Die "ZDF.reportage" ist in drei Städte gereist, um herauszufinden, woher die Angst vieler Menschen vor Kriminalität rührt. Am Sonntag, 28. April 2019, 18.00 Uhr, geht es um die Frage: "Wie sicher sind unsere Städte? - Zwischen echter und gefühlter Bedrohung".

Zwei Verbrechen haben die Stimmung in Freiburg verändert: Im Oktober 2016 missbrauchte und erwürgte der aus Afghanistan stammende Hussein K. die 19-jährige Medizinstudentin Maria L. Im Oktober 2018 wurde eine 18-Jährige bei einem Diskothekenbesuch zum Opfer einer Gruppenvergewaltigung. Die "ZDF.reportage" beleuchtet den mit diesen Straftaten verbundenen Stimmungswandel in der Stadt.

In Görlitz an der deutsch-polnischen Grenze haben Geschäftsleute einen Sicherheitsstammtisch ins Leben gerufen: Sie wollen einen privaten Wachschutz organisieren, der nachts Streife läuft. Zu den treibenden Kräften gehört der Pensionsbetreiber Sebastian W., der sich darüber ärgert, wie dreist Diebe in Görlitz ihr Unwesen treiben. Die Polizei hat für die Forderungen nach mehr Sicherheit wenig Verständnis: "Die belastbaren Fakten der Kriminalstatistik zeigen ein anderes Bild der Lage als das, was ich in Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern häufig zu hören bekomme", sagt der Polizeipräsident. Tatsächlich verbucht Görlitz den tiefsten Stand der Kriminalität seit zehn Jahren. Viele Bürger jedoch sind anderer Meinung, misstrauen der Statistik und mittlerweile häufig auch der Polizei.

Rund um den Neumarkt in Köln hat sich in den vergangenen Jahren eine größer werdende Drogenszene angesiedelt. Ständig gibt es Überfälle, Prügeleien, Diebstähle zur Finanzierung der Sucht. Anwohner und Geschäftsleute wie Walter S., der am Neumarkt ein Sanitätshaus betreibt, leiden massiv unter den Verhältnissen. "Der Bürger hat doch ein Anrecht auf ein gesichertes Umfeld", so der Unternehmer. Eine Bürgerinitiative kritisiert die Stadt und kämpft gegen Pläne, am Neumarkt einen Drogenkonsumraum einzurichten. Nicht weit entfernt zeigt der Ebertplatz, wie einfach es manchmal sein kann, aus gefährlichen Orten wieder belebte Treffpunkte zu machen. Dort wurde ein jahrelang stillgelegter Springbrunnen von der Stadt zu neuem Leben erweckt und lockt seitdem bei schönem Wetter Familien mit ihren Kindern an.

Ansprechpartner: Thomas Hagedorn, Telefon: 06131 - 70-13802; 
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