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"Die Öko-Rebellen vom Himalaya" bei "planet e." im ZDF

Temi Tea ist mit 400 Hektar die größte Teeplantage Sikkims. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/Berndt Welz"
Temi Tea ist mit 400 Hektar die größte Teeplantage Sikkims. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/Berndt Welz"

Mainz (ots) - Ein kleiner indischer Bundesstaat im Himalaya hat seine Landwirtschaft komplett auf Bio umgestellt. Die ZDF-Umweltreihe "planet e." hat die Bauern und Einwohner des indischen Unionsstaates besucht, die gerade Öko-Geschichte schreiben. Am Sonntag, 14. Oktober 2018, 15.25 Uhr, geht es im ZDF um "Die Öko-Rebellen vom Himalaya". Seit zwei Jahren bewirtschaften diese ihre Äcker und Plantagen am Fuße des Himalayas ausschließlich ökologisch.

Im Jahr 2010 rief der Ministerpräsident von Sikkim die "Organic Mission" ins Leben. Sikkim entwickelt sich mittlerweile zum Musterland für den Wandel zu einer naturnahen Landwirtschaft. Um die eigenen Biobauern und Verbraucher zu schützen, hat die Regierung sogar konventionell produziertes Gemüse mit einem Importverbot belegt. In der Praxis bedeutet das, dass die Behörden befugt sind, mit Pestiziden verunreinigtes Gemüse und Obst zu vergraben und zu vernichten - ein Albtraum für die Hersteller von Kunstdünger und Pestiziden.

Wäre das, was im Himalaya funktioniert, auch in Deutschland möglich? Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln jedenfalls steigt hierzulande stetig. Doch nur ein paar Prozent der Äcker und Felder in Deutschland werden nach Öko-Richtlinien bebaut. Die Folge für die Einzelhändler und Verbraucher: Obst, Gemüse und Getreide müssen aus Spanien, Italien, der Türkei oder sogar aus Übersee importiert werden. Zwar steht im Koalitionsvertrag der Bundesregierung ein avisiertes Ziel von 20 Prozent Ökolandbau bis 2030. Doch dieses Vorhaben hatte bereits die rot-grüne Bundesregierung im Jahr 1998 formuliert. Deutschland ist weit davon entfernt, seinen Bedarf an ökologischen Nahrungsmitteln zu decken. Kritiker werfen der Regierung Halbherzigkeit und eine zu große Abhängigkeit von Lobbyisten der agrochemischen Industrie und der Bauernverbände vor. Die Rahmenbedingungen für Landwirte, die ihre Höfe naturnah bewirtschaften wollen, sind denkbar schlecht. Kann Deutschland vom fernen Sikkim lernen?

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