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Laut, schmutzig, gefährlich: "ZDFzoom" über immer mehr Lkw

Zwei völlig zerstörte Pkw nach dem Unfall mit einem Lkw. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7840 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/ZDF/Jürgen Heck"

Mainz (ots) - Immer mehr Güter werden in Deutschland per Lkw transportiert - mit Folgen für Mensch, Natur und Infrastruktur: "Laut, schmutzig, gefährlich" - "ZDFzoom" geht am Mittwoch, 28. Juni 2017, 22.45 Uhr, der Frage nach, warum immer mehr Lkw die Straßen verstopfen.

Zum Verkehrsalltag gehören endlose Staus und schwere Unfälle mit Lkw-Beteiligung. "ZDFzoom" fragt: Warum hat sich der Güterverkehr auf der Straße seit 1999 fast verdoppelt, während er auf der Schiene stagniert? Und das obwohl Züge sicherer und umweltfreundlicher sind.

Wo immer mehr Lkw unterwegs sind, werden sie auch immer häufiger in Unfälle verwickelt - meist zum Schaden der Pkw-Fahrer. Die Polizei kontrolliert Fahrer und Fahrzeuge deshalb gezielt auf Sicherheit und Einhaltung von Ruhezeiten. Doch reicht das, um die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten?

Wie Ruhezeiten bewusst umgangen werden, weiß Trucker Thomas K. aus eigener Erfahrung. So beschäftigen zum Beispiel viele Handelsketten in ihren Zentrallagern keine eigenen Mitarbeiter, um ankommende Lkw zu entladen. Diese Arbeit wird von den Fahrern erwartet. Die gesetzlich vorgeschriebene Ruhephase nach mehreren Stunden hinterm Steuer entfällt so, weil die Fahrer ihren Fahrtenschreiber während des Entladens auf Pause stellen.

Lkw-Transport ist meist einfach und billig, Bahntransport oft kompliziert und teurer. Die Speditionen unterbieten sich gegenseitig bei den Preisen, besonders osteuropäische Firmen drücken das Lohnniveau ihrer Fahrer. Deutsche Trucker und Gewerkschafter prangern diese offensichtliche Umgehung des Mindestlohns sowie die mangelnde Kontrolle des Zolls seit Jahren an.

Ein wesentlicher Vorteil für den Lkw-Transport sind die stetig gesunkenen Mautgebühren. Seit 2011 wurde die Straßenmaut vom Verkehrsministerium um 16 Prozent gesenkt, während die Trassengebühren für die Bahn im gleichen Zeitraum um 13 Prozent erhöht wurden. Seit Jahren fördern die Bundesverkehrsminister, erst Peter Ramsauer, dann Alexander Dobrindt, auf diese Weise den Güterverkehr auf der Straße. Und das, obwohl im Wahlkampf jedes Mal das Gegenteil gefordert wird. Ein klarer Fall von Lobbyismus?

Filmautor Oliver Koytek und sein Team sprechen mit Unfallopfern, Spediteuren und Politikern. Am Beispiel Österreichs zeigen sie schließlich, dass Güterverkehr mit der Bahn auch funktionieren kann - wenn die Politik sich nicht zu sehr von der Auto-Lobby beeinflussen lässt.

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