Alle Storys
Folgen
Keine Story von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) mehr verpassen.

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

++ „Die rostige Heizung 2026“: BUND verleiht Negativpreis ++

++ „Die rostige Heizung 2026“: BUND verleiht Negativpreis ++
  • Bild-Infos
  • Download

Pressemitteilung

27. Februar 2026 | 030

BUND-Pressestelle

Tel.: 030 - 27586 - 109

presse@bund.net

Die rostige Heizung 2026“: BUND verleiht Negativpreis

Bundeswirtschaftsministerin Reiche ausgezeichnet

  • BUND bringt rostige Heizung zum Bundeswirtschaftsministerium
  • Heizungspläne der Ministerin untergraben Klimaschutz und sind ein teures Geschenk an die Gaslobby
  • BUND fordert soziale Wärmewende und startet Eilappell

Berlin. Nach der Einigung zu den Eckpunkten zum Gebäudemodernisierungsgesetz hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute symbolisch Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den Negativpreis „Die rostige Heizung 2026“ verliehen. Das Gebäudemodernisierungsgesetz, das nun von Reiches Ministerium federführend erarbeitet wird, ist eine gefährliche Mogelpackung: Es klingt zwar nach warmen Wohnungen und Zukunft, sabotiert aber den Klimaschutz und treibt die Heizkosten in die Höhe.

Julius Neu, BUND-Experte für Energie- und Klimapolitik: „Mit dem, was die Bundesregierung plant, geht es zurück in die Vergangenheit. Klimaschädliche Öl- und Gasheizungen sollen einfach weiter eingebaut werden. Deshalb verleihen wir Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ‚Die rostige Heizung 2026‘ für besonders dreiste Lobbypolitik.“

Pläne führen Menschen in Heizkostenfalle

Der BUND sagt „Nein“ zu diesem Geschenk an die Gaswirtschaft und zum Frontalangriff auf den Klimaschutz bei Gebäuden. Dreckigem Erdgas sollen teure Brennstoffe wie Biomethan oder Wasserstoff beigemischt werden. Diese sind ineffizient, teuer und stehen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung. Das führt Menschen in die Heizkostenfalle und untergräbt die Klimapolitik.

Anstatt den Einbau von klimaschädlichen Öl- und Gasheizungen weiter zu erlauben, sollte die Bundesregierung Klimaschutz und eine soziale Wärmewende in den Mittelpunkt ihrer Energiepolitik stellen. Der BUND hat deshalb einen Eil-Appell gestartet. Bürgerinnen und Bürger können damit Katherina Reiche, den Bundeskanzler und andere relevante Minister*innen auffordern, ihren sozial- und klimapolitisch unverantwortlichen Kurs zu korrigieren. Seit gestern haben bereits über 11.000 Menschen unterschrieben.

Unser Appell an die Bundesregierung;

  • Heizen darf nicht zum Luxus werden! Brennstoffe wie Biomethan oder Wasserstoff sind knapp. Eine verpflichtende Beimischung führt zu Preissteigerungen beim Heizen und zu mehr klimaschädlichen Emissionen.
  • Klimaziele einhalten! Schon jetzt hinkt der Gebäudebereich beim Klimaschutz hinterher. Es braucht einen Modernisierungs-Booster, damit Gebäude zukunftsfest werden. Dazu gehört: Heizen mit Erneuerbaren muss gestärkt statt geschwächt werden.
  • Wärmewende sozial ausrichten! Die Politik darf Menschen nicht in die Heizkostenfalle laufen lassen. Mietende müssen vor stark steigenden Heizkostenrechnungen und hohen Umlagen für Sanierungen geschützt, Haushalte mit geringem Einkommen beim Umstieg auf erneuerbare Heizungen finanziell unterstützt werden.

Hintergrund:

Mit den längst überfälligen Eckpunkten vom 24. Februar 2026 stellt die Bundesregierung dar, was bei der Umwandlung des Gebäudeenergiegesetzes in ein „Gebäudemodernisierungsgesetz“ gelten soll. Der BUND legt in seiner Kurzanalyse zu den Eckpunkten des Gesetz dar, warum die Pläne der Bundesregierung die Erreichung Klimaziele im Gebäudebereich unmöglich machen und Verbraucher*innen in die Kostenfalle laufen lassen.

Mehr Informationen:

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist mit rund 674.000 Mitgliedern und Unterstützer*innen einer der größten Umweltverbände Deutschlands. Seit über 50 Jahren engagiert er sich unter anderem für eine ökologische Landwirtschaft, den Klimaschutz, den Schutz bedrohter Arten, des Waldes und des Wassers. Finanziert durch Spenden und Mitgliedsbeiträge ist der BUND unabhängig von Politik und Wirtschaft.

Hrsg.: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e.V., Nicole Anton (v.i.S.d.P.), Kaiserin-Augusta-Allee 5, 10553 Berlin

Weitere Storys: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
Weitere Storys: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)